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22. Spieltag

22.02.2014 | 18:30 Uhr

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  • VfL Wolfsburg
  • 3 : 1
    1 : 1
  • Bayer 04 Leverkusen

24.02.2014 - 14:17 Uhr


Völler: "Akku ein bisschen leer"

Bayer 04 Leverkusen hat die letzten vier Pflichtspiele verloren. Am Samstag setzte es eine 1:3-Pleite beim Konkurrenten um die Champions-League-Plätze VfL Wolfsburg

Stefan Kießling (r.) steht stellvertretend für die Misere bei der Werkself. Der sonst so treffsichere Stürmer netzte in den vergangenen zehn Partien nur ein Mal ein

Sven Bender (l., hier im Duell gegen Luiz Gustavo) war von den Leverkusenern am Lauffreudigsten. Der Kapitän machte rund 12 Kilometer in der Partie

Wolfsburg - Aus im DFB-Pokal vor eigenem Publikum gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, eine 0:4-Klatsche in der Champions League gegen Paris Saint-Germain, ebenfalls in der heimischen BayArena und zwei Niederlagen in der Bundesliga gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze Schalke 04 (1:2) und am Samstag in Wolfsburg (1:3) - vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge. Steckt Bayer Leverkusen in der Krise?

"Der Akku ist ein bisschen leer", sagte Rudi Völler nach dem Spiel in Wolfsburg. Aber eine Krise will sich der Sportdirektor nicht einreden lassen. "Natürlich darf so etwas wie gegen Kaiserslautern nicht passieren", so der Sportdirektor. "Aber Schalke und Wolfsburg sind mit uns auf Augenhöhe. Solche Spiele kann man gewinnen, aber auch verlieren. Da entscheiden Kleinigkeiten. Ich habe schon vor Wochen gesagt, dass Schalke, Wolfsburg und wir die Champions-League-Plätze drei und vier untereinander ausspielen."

Hecking stützt Gegner

Dortmund kommt in der Aufzählung des 53-Jährigen ebenso wenig vor wie die Borussen aus Mönchengladbach, die in der Rückrunde noch immer auf den ersten Dreier warten. "Der BVB ist weiter als die anderen, auch wenn die Tabelle das im Moment nicht widerspiegelt. Und Mönchengladbach hatte ich damals gar nicht erwähnt. Da habe ich ja wohl nicht so falsch gelegen."

Und im Falle der 0:4-Niederlage sprang sogar der Gegner den Leverkusenern zur Seite. "Ich verstehe die ganzen negativen Reaktionen nach der Niederlage gegen Paris nicht", so Wölfe-Coach Dieter Hecking. "Ich war im Stadion. Paris ist eine europäische Spitzenmannschaft, und sie hatten am Dienstag einen ganz starken Tag. Da kann man verlieren, auch in dieser Höhe, ohne danach von Krise zu reden. Man muss doch auch mal die Leistung des Gegners anerkennen."

Vorsprung schmilzt dahin

In der Liga belegt Leverkusen zwar nach wie vor Rang 2, aber der komfortable Vorsprung auf Qualifikations-Rang 4 ist nach der Winterpause von fünf auf zwei Punkte geschmolzen, und von Wolfsburg auf Europa-League-Rang 5 trennen die Rheinländer nach dem direkten Duell der beiden Werksclubs statt komfortablen sieben nur noch vier Punkte.

Zwar hatten die Gäste in der Autostadt mehr Ballbesitz (57:43) und auch die Torschussbilanz spricht mit 17:9 deutlich für die Leverkusener, aber am Ende standen sie mit leeren Händen da. "Wir haben versäumt, aus unseren Chancen Tore zu machen", analysierte Völler die "starke erste Halbzeit" seiner Mannschaft.

Doppelt so viel Gegentore wie in der Vorrunde

Und auch hinten hapert es bei Bayer, das in der Vorrunde mit 16 Gegentoren (0,9 pro Spiel) noch die zweitstärkste Defensive der Liga nach Tabellenführer Bayern München (neun) aufbot. "Wir kriegen zu leichte Gegentore", analysierte Bernd Leno. Der Bayer-Keeper musste nach fünf Rückrunden-Spielen bereits neun mal den Ball aus dem Netz holen - mit 1,8 Gegentreffern pro Spiel doppelt so viel wie in der Vorrunde.

"Wir hatten uns für die vier Spiele viel vorgenommen", so Stefan Kießling. Der Angreifer steht symptomatisch für die Leverkusener Situation. In den letzten zehn Pflichtspielen hat er nur ein Mal getroffen. "Wir müssen uns zusammensetzen und über alles reden", fordert der 30-Jährige.

"Mannschaft braucht Ergebnisse"

Doch mit dieser Meinung steht er ziemlich alleine. "Das hört man doch seit 50 Jahren, wenn es bei einem Verein mal nicht läuft", tat Völler den Vorschlag ab. Und auch Leno sieht dafür keinen Bedarf. "Auf Krampf alles zu ändern, was bisher gut funktioniert hat, bringt doch nichts", sagte der 21-Jährige. "Wir müssen uns nun das Selbstvertrauen im Training und am Samstag mal wieder drei Punkte holen."

"Die Mannschaft braucht mal wieder ein Ergebnis. Das ist das Wichtigste", baut auch Völler auf die heilende Kraft eines Erfolgserlebnisses. Am besten schon am kommenden Samstag gegen Mainz 05. Denn sonst wird vielleicht auch Völler das Wort Krise bald in seinen Sprachgebrauch aufnehmen müssen.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

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