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22. Spieltag

22.02.2014 | 15:30 Uhr

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  • 1. FC Nürnberg
  • 2 : 1
    0 : 1
  • Eintracht Braunschweig

Bundesliga

22.02.2014 - 17:25 Uhr


"Club" ringt Braunschweig in Unterzahl nieder

Der 1. FC Nürnberg siegt im Kellerduell mit Eintracht Braunschweig in Unterzahl mit 2:1 - und das trotz insgesamt dreier verschossener Elfmeter

Nach einer Notbremse von Per Nilsson (M.) geraten die Franken schon früh in Unterzahl (32.)

Die Löwen nutzen die Unordnung in der Defensive der Hausherren nur zwei Minuten später aus und gehen durch den Kopfball von Domi Kumbela (r.) in Führung

In der 40. Minute hat der Stürmer sogar das sichere 2:0 auf dem Fuß, scheitert mit seinem Foulelfmeter aber an Raphael Schäfer

Der "Club" kommt mit Wut im Bauch aus der Kabine - Hiroshi Kiyotake (r.) trifft nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff sehenswert

Und nur eine Minute später ist der eingewechselte Tomas Pekhart (r.) zur Stelle (47.) - 2:1!

Die Niedersachsen wehren sich aber und haben erneut per Strafstoß die Chance zum Ausgleich. Ermin Bicakcic (nicht im Bild) übernimmt Verantwortung - und findet in Schäfer (l.) seinen Meister (63.)

Doch was der Aufsteiger kann, kann der FCN schon lange: In der 68. Minute vergibt auch Kiyotake einen Strafstoß - es bleibt dennoch bis zum Schluss beim 2:1

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat dank seines überragenden Torwarts Raphael Schäfer in einem historischen Bundesliga-Spiel mit drei Elfmeter-Fehlschüssen einen ganz wichtigen Sieg im Abstiegskampf gelandet, Eintracht Braunschweig dagegen einen herben Rückschlag erlebt. Der "Club" gewann ein äußerst umkämpftes Kellerduell gegen das Schlusslicht trotz knapp einstündiger Unterzahl glücklich mit 2:1 (0:1) und kam somit schon zum vierten Sieg im fünften Rückrundenspiel.

"Wir haben in den kommenden Tagen viel zu besprechen. Ich hoffe, dass meine Spieler dann wacher sind und nicht so schlafen wie in der ersten Halbzeit. Das war schrecklich. So geht es nicht. Die zweite Halbzeit war in Unterzahl viel besser", zeigte sich FCN-Trainer Gertjan Verbeek trotz des wichtigen Sieges nicht zufrieden. "Das war Werbung für den Fußball mit einer bitteren Niederlage für uns", meinte hingegen sein Gegenüber Torsten Lieberknecht.

Drei verschossene Elfmeter

Domi Kumbela erzielte in der 34. Minute die Führung für die Gäste. Hiroshi Kiyotake glich wenige Sekunde nach dem Seitenwechsel aus. In der 47. Minute gelang dem zur Pause eingewechselten Tomas Pekhart sogar das 2:1.

Der "Club" spielte ab der 32. Minute nur noch zu Zehnt. Per Nilsson hatte wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen. Glück hatte Verbeeks Mannschaft, dass Kumbela in der 40. Minute mit einem Foulelfmeter an Schäfer scheiterte. Der "Club"-Keeper wehrte in der 63. Minute auch noch den Strafstoß von Ermin Bicakcic ab. Nicht viel besser machte es auf der anderen Seite Kiyotake, der mit einem Elfer an Marjan Petkovic scheiterte. Es war das erste Mal in der Bundesliga-Geschichte, dass drei Elfmeter in einem Spiel verschossen wurden.

Schäfer im Fokus

Braunschweig versuchte, den "Club" im Spielaufbau früh zu stören. Der FCN agierte in der ersten Hälfte sehr nervös, den Aktionen fehlten Präzision und Tempo. Das Geschehen in einer von Beginn umkämpften Partie spielte sich meist im Mittelfeld ab - bis zur 14. Minute: Nürnbergs Javier Pinola rettete nach einer Hereingabe von Harvard Nielsen in höchster Not vor Kumbela.

Der Eintracht-Kapitän stand zudem nur wenige Sekunden später nach einem Querschläger plötzlich alleine vor Schäfer, verfehlte das Ziel jedoch um Zentimeter. Bei Nürnberg dauerte es bis zur 24. Minute, ehe es etwas gefährlicher wurde. Beim Schuss von Kiyotake hatte Petkovic, der den verletzten Stammtorhüter Daniel Davari ersetzte, einige Mühe.

Rot für Nilsson

Doch dann kam es knüppeldick für den "Club". Nach eigenem Stellungsfehler riss Nilsson den alleine durchgebrochenen Nielsen um. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte Rot. Es kam noch schlimmer: Nach Ecke von Norman Theuerkauf kam Kumbela unter gütiger Mithilfe der FCN-Verteidiger zum Kopfball und traf.

Der FCN war geschockt und hatte Riesenglück, dass Schäfer nach einer Attacke im Strafraum gegen Kumbela den folgenden Strafstoß abwehren konnte.

Joker Pekhart sticht

Verbeek ging nach dem Wechsel Risiko und brachte mit Pekhart einen zusätzlichen Stürmer. Der Niederländer hatte sich jedoch noch gar nicht gesetzt, da stand es schon 1:1. Kiyotake traf mit einem schönen Schuss. Die Eintracht verteidigte viel zu zaghaft. Der Jubel war noch nicht verklungen, da war es Pekhart nach Vorlage von Drmic, der Petkovic mit einem Flachschuss überwand.

In der Folge war die Eintracht um den Ausgleich bemüht. Schäfer reagierte aber bei Schüssen von Benjamin Kessel und Jan Hochscheidt (52. und 54.) glänzend. Erneut zum Helden wurde der 34-Jährige, als er auch den Elfer von Bicakcic parierte, vorausgegangen war ein Foul von Javier Pinola an Nielsen. Die Entscheidung verpasste kurz daruf Kiyotake.

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Spieler des Spiels:

Raphael Schäfer

Raphael Schäfer wehrte in seinen ersten 261 Bundesliga-Spielen nur zwei Elfmeter ab, in seiner 262. Partie waren es dann binnen knapp 23 Spielminuten genauso viele: Beim Stand von 0:1 parierte der Schlussmann gegen Domi Kumbela, beim Stand von 2:1 gegen Ermin Bicakcic. Der 34-Jährige ist damit der erste Keeper seit Ralf Fährmann, der zwei Strafstöße in einem Spiel gehalten hat (damals am 14. Mai 2011 für Eintracht Frankfurt bei Borussia Dortmund). Einem "Club"-Torwart war das in der Bundesliga-Geschichte zuvor nur ein Mal gelungen (Rudi Kargus am 5. Februar 1983 in Stuttgart).

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