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15. Spieltag

07.12.2013 | 15:30 Uhr

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  • VfB Stuttgart
  • 4 : 2
    2 : 2
  • Hannover 96

08.12.2013 - 16:12 Uhr


Hannovers Talfahrt sorgt für Ratlosigkeit

Hannover bleibt weiter sieglos. Leon Andreasen (u., gegen Moritz Leitner) analysiert trocken: "Wer solche Fehler macht, der kann nicht gewinnen" (© Imago)

Coach Mirko Slomka ist nach der Pleite gegen Stuttgart ratlos: "Das ist sehr schwer zu erklären"

Torwart Ron-Robert Zieler muss gegen den VfB vier Mal hinter sich greifen und findet es "unglaublich, dass wir auswärts nicht punkten konnten" (© Imago)

Stuttgart - Acht Auswärtspartien, acht Niederlagen: Eine Bilanz, die Verantwortliche und Spieler kaum fassen mögen. Hannover 96 steckt weiter in der Krise. Nun redeten Trainer Mirko Slomka und Manager Dirk Dufner nach der 2:4-Pleite in Stuttgart Klartext.

Leon Andreasen hatte die Nase gestrichen voll und wollte nach der Niederlage beim VfB Stuttgart eigentlich gar nichts sagen. Dann aber sprach er doch: "Wer solche Fehler macht wie wir, der kann einfach nicht gewinnen", erklärte der sichtlich frustrierte Andreasen in den Katakomben der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena. In der Tat boten die Niedersachen bei der 2:4-Pleite im Schwabenland vor allem in der Defensive eine erschreckend schwache Leistung.

Trainer und Spieler können es nicht fassen

Alle acht Auswärtspartien hat die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka in dieser Saison verloren. Auf dem Weg zum Mannschaftsbus merkte man den 96-Spielern in Stuttgart, wie sehr diese Horrorbilanz an ihnen nagt. "Ich weiß nicht, was los ist", klagte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler ratlos. "Es ist echt unglaublich, dass wir auswärts bislang nicht punkten konnten." Sein Abwehrmann Salif Sane, Torschütze, konnte es ebenfalls nicht fassen: "Die Niederlage tut sehr weh, hier war mehr möglich."

Schon zum dritten Mal hintereinander konnte Hannover auswärts eine Führung nicht über die Zeit retten. Ein Umstand, der auch Trainer Mirko Slomka auf die Palme brachte. "Das ist sehr schwer zu erklären", grübelte Slomka, der von seiner Mannschaft forderte, in Zukunft viel mehr "ergebnisorientiert" zu spielen.

Dabei hatten die kriselnden Hannoveraner in Stuttgart stark begonnen und das Spiel in der ersten halben Stunde fest im Griff. Gleich drei Großchancen hatten die Niedersachsen in den ersten zehn Minuten und waren auf dem besten Weg, die Wende zu schaffen. "Wir haben eine sehr gute 1. Halbzeit gespielt, obwohl wir wieder sehr schnell ein Gegentor bekommen haben. Wir hatten auch schon vor dem ersten Gegentor gute Chancen, um in Führung zu gehen", bilanzierte Slomka diese Phase des Spiels.

Viele Gespräche warten

Was dann aber in den zweiten 45 Minuten folgte, brachte nicht nur Slomka ("unterirdisch") auf die Palme, sondern auch Manager Dirk Dufner. "Was wir in der zweiten Halbzeit erlebt haben, war eine absolute Katastrophe. Das besteht richtig Redebedarf" echauffierte sich Dufner, der sogleich für die kommenden Tage eine Aussprache ankündigte. "Ich kann den Druck von der Mannschaft jetzt einfach nicht mehr wegnehmen." So ein Spiel, das machte Dufner deutlich, wolle er schlichtweg nicht mehr erleben. "Ich habe keine Lust, immer mit einem Frustgesicht zu Hause zu sitzen."

In der Tat war in Stuttgart bei fast keinem Spieler ein Aufbäumen zu erkennen. Akteure wie Szabolcs Huszti oder Manuel Schmiedebach tauchten völlig ab. Einzig Mame Diouf  präsentierte sich in Normalforn. Das war insgesamt aber zu wenig.

Hannover steht mächtig unter Druck. Am kommenden Wochenende sind die bislang noch sieglosen Nürnberger zu Gast, da ist ein Dreier Pflicht. Allerdings wissen auch die Verantwortlichen, dass das nicht einfach wird - denn die Niederlagenserie hat sich auch in den Köpfen der Spieler festgesetzt. "Natürlich ist das ein mentales Problem", räumte auch Dufner ein. Dieses gilt es nun zu lösen - will man das Minimalziel von 20 Punkten vor der Winterpause noch erreichen.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

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