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15. Spieltag

07.12.2013 | 18:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 0 : 1
    0 : 1
  • Bayer 04 Leverkusen

08.12.2013 - 11:12 Uhr


"Wir waren nicht clever genug"

Für Robert Lewandowski (l.) und seine Dortmunder war der Samstagabend ein gebrauchter

Bayer Leverkusen (mit Giulio Donati, l.) entpuppt sich für Pierre-Emerick Aubameyang und Co. als äußerst unangenehm

Und das wird unter anderem auch für Lewandowski physisch spürbar

Der Leverkusener Siegtreffer durch Heung Min Son (M.) trifft den BVB ins Mark

Doch die Verletzungen von Sven Bender (2.v.l.) und Nuri Sahin schlagen vermutlich noch mehr ins Kontor

Dortmund - So richtig reden wollte niemand der Dortmunder Spieler nach der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Zu groß war die Enttäuschung über die erneute Heimpleite, zu tief saß die Sorge um die verletzten Spieler. Robert Lewandowski war einer der wenigen, die sich trotzdem stellten.

Der Stürmer des BVB suchte nach Erklärungen für den erneuten Rückschlag in der Bundesliga und machte dabei zugleich deutlich, dass die Gedanken jetzt nur um eines kreisen - das "Alles-oder-Nichts"-Spiel in der Champions League am Mittwoch in Marseille.

Frage: Robert Lewandowski, der BVB hat das Duell um den zweiten Platz verloren. Warum konnte Leverkusen die Punkte aus Dortmund mitnehmen?

Robert Lewandowski: Wir haben einfach nicht so gut gespielt, das war das größte Problem. Und das gilt für die Offensive und die Defensive gleichermaßen. Damit können wir auf keinen Fall zufrieden sein. Natürlich haben wir auch Probleme, weil viele Spieler verletzt sind und länger ausfallen. Jetzt sind mit Nuri Sahin und Sven Bender noch einmal zwei hinzugekommen. Das ist im Moment wirklich eine Scheißsituation! Wir hätten die Punkte gerne geholt, aber man muss auch ehrlich sagen, dass Leverkusen es gut gemacht hat. Sie haben verdient gewonnen.

Frage: Dem BVB fehlte dieses Mal die große Torgefahr.

Lewandwowski: Das stimmt, wir haben uns zu wenige klare Chancen erspielt und sind im Strafraum zu selten zum Abschluss gekommen. Wir waren dieses Mal nicht gefährlich genug, um eine Mannschaft wie Leverkusen am Ende zu schlagen.

Frage: Wie muss man sich die Stimmung beim BVB nach dem Spiel in der Kabine vorstellen - niedergeschlagen, frustriert, wütend?

Lewandwowski: Es wurden nicht viele Worte gemacht. Alle waren niedergeschlagen, es ist für alle eine schwere Situation. Zum einen wegen der Niederlage, vor allem aber wegen der erneuten, schweren Verletzungen. Aber wir dürfen den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken und müssen in die Zukunft gucken. Wir haben in diesem Jahr noch das eine, wichtige Spiel in der Champions League. Da wollen wir unbedingt weiterkommen. Wir müssen die Niederlage gegen Bayer so schnell wie möglich abhaken und uns auf das konzentrieren, was wir am Mittwoch in Marseille zeigen müssen.

Frage: Die Partie gegen Bayer war ein umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen. War es teilweise zu hart?

Lewandowski: Wie gesagt, wir haben jetzt wieder zwei Ausfälle mehr, die direkt ins Krankenhaus mussten. Ich hoffe nur, dass beide nicht allzu schwer verletzt sind, aber es sah nicht gut aus. Leverkusen hat kompromisslos gespielt, aber da müssen wir dann auch dagegen halten. Manchmal waren wir auch einfach nicht clever genug. Das hat nicht wirklich gut funktioniert. Wir müssen uns jetzt umso besser vorbereiten auf das nächste Spiel bei Olympique Marseille. Das ist für den Verein eine sehr wichtige Partie.

Frage: Sie selbst sind auch angeschlagen und haben nach dem Spiel humpelnd die Kabine verlassen. Ist Ihr Einsatz am Mittwoch ebenfalls gefährdet?

Lewandwowski: Ich hoffe, dass es nicht so dramatisch ist. Ich hatte befürchtet, dass es schlimmer sein würde. Wahrscheinlich kommen die Schmerzen über Nacht und dann wird es darauf ankommen, wie der Sonntag verläuft. Ich habe noch ein paar Tage bis zum Spiel in Marseille, das wird hoffentlich reichen. Ich muss ein bisschen aufpassen.

Frage: Sind das immer noch die Andenken an das Spiel in Mainz, als Sie eine Fußprellung erlitten haben?

Lewandwowski: Nein, das war der linke Fuß. Der ist soweit wieder in Ordnung. Dieses Mal hat es den rechten Fuß erwischt.

Frage: Kann der BVB trotz der Heimniederlage gegen Leverkusen mit Selbstvertrauen nach Marseille fahren?

Lewandwowski: Wir haben in der Champions League schon öfter gezeigt, was wir leisten können. Auch in dieser Saison haben wir gute Spiele abgeliefert, und zwar auch auswärts wie bei dem Sieg bei Arsenal. Wir müssen sehen, dass wir eine Mannschaft auf den Platz bekommen und dann alles für unser großes Ziel geben.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

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