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12. Spieltag

10.11.2013 | 15:30 Uhr

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  • 1. FSV Mainz 05
  • 1 : 0
    0 : 0
  • Eintracht Frankfurt

12.11.2013 - 11:25 Uhr


Eintracht von Glück und Kraft verlassen

Frankfurter Fassungslosigkeit: Im Derby bei Mainz 05 kassiert die Eintracht eine knappe 0:1-Niederlage

Manager Bruno Hübner übt anschließend harsche Kritik: Es sei "eine Katastrophe", dass seine Mannschaft es nicht schaffe, auch mal ein Unentschieden über die Zeit zu bringen

In Mainz besiegelt Maxim Choupo-Motings (3.v.l.) Kopfballtor kurz vor Schluss die dritte Frankfurter Bundesliga-Niederlage in Serie und das siebte Liga-Spiel in Folge ohne Sieg

Eintracht-Coach Armin Veh (l.) stößt ins gleiche Horn wie Hübner: "Ab Minute 75 haben wir ein Problem"

Mainz - Armin Veh sagt, so sei eben der Sport. Und natürlich hat der Trainer von Eintracht Frankfurt Recht. Es sind ja oft derlei banale Erkenntnisse, die im Sport den Blick ein bisschen weiten und in Krisenzeiten leichtfertig verwendeten Begrifflichkeiten wie zum Beispiel dem Wort "Katastrophe" ihre Macht nehmen.
Bruno Hübner, der Manager der Eintracht, hatte ja gerade ein paar Minuten zuvor gesagt, es sei eine "Katastrophe", dass die Frankfurter Mannschaft es nicht schaffe, auch mal ein Unentschieden über die Zeit zu bringen. Die Eintracht hat am Sonntagnachmittag ein Fußballspiel verloren, ein wichtiges, ein Derby dazu.

Späte Gegentore kosten zahlreiche Punkte



Der späte Siegtreffer der Mainzer durch Maxim Choupo-Motings Kopfballtreffer bedeutete die vierte Niederlage in Serie, zum fünften Mal kassierten die Frankfurter dabei einen entscheidenden Treffer nach der 82. Minute und verspielten so schon acht Punkte. Nun ist Mainz ins Mittelfeld der Tabelle enteilt und die Eintracht stürzte auf Rang 15 ab, nur zwei Punkte vom Relegationsrang entfernt.

Das ist Sport. Armin Veh hat Recht. Aber es ist auch die Fußball-Bundesliga und in der sind Niederlagen oft "Pleiten" oder zu viele späte Gegentore eben "Katastrophen". Dabei hat die Eintracht nicht einmal schlecht gespielt in Mainz, der Sieg der Gastgeber war am Ende aber trotzdem nicht unverdient.

Die Eintracht scheint das Glück verlassen zu haben. Aber so richtig Zufall ist das alles nicht mit den späten Gegentoren, das weiß auch Armin Veh. Und er weiß auch, dass die Enttäuschung und der Frust riesig sind - bei ihm, bei den Spielern, bei den Verantwortlichen, bei den Fans.

Veh: "Ab Minute 75 haben wir ein Problem"



Es scheint, als wirke der Erfolg der letzten Saison, als der Aufsteiger sich in den Europapokal spielte, nicht wie ein Segen. Schon 20 Spiele stecken der Eintracht in den Knochen, in der gesamten vergangenen Vorrunde waren es gerade mal 18.

"Ab Minute 75", gibt Veh zu, "haben wir ein Problem." Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel hat seine Mannschaft in der Halbzeitpause auf die Schwäche der Frankfurter in den letzten Minuten noch einmal explizit hingewiesen. Am Ende erfolgreich und für Veh auch legitim, umgekehrt hätte er das wohl auch gemacht, sagt er.

Ohnehin müsse man jetzt aufpassen, sich diese späten Gegentore nicht selbst am Spielfeldrand vorzustellen. Die Idee, bei DFB und DFL einen Eilantrag einzureichen, nach dem Spiele mit Frankfurter Beteiligung bis Weihnachten in Minute 81 beendet werden sollen, hat die Eintracht laut sicheren Quellen gar nicht erst in Erwägung gezogen.

Schwere Aufgaben vor der Brust



Was aber tun? Den feinen Anzug hat der Trainer ja in Mainz schon in einen schnöden Trainingsanzug (wie im Vorjahr) getauscht. Geholfen hat auch das nichts und eine Glatze wolle er sich nicht schneiden lassen, beteuert Veh. Also sagt er ein bisschen ratlos: Weiterarbeiten, am besten gar nicht darüber reden, das täten ja schon die Medien. Und erst mal auf andere Gedanken kommen.

Drei Wochen ohne Pause haben seine Spieler nun vergeblich an der Wende gearbeitet, nun ist am Dienstag und am Mittwoch frei. Ein Typ, der nun populistisch Trainingslager und Maloche von seinen Profis fordert, ist der 52-Jährige nicht. In Frankfurt ging es unter Veh bislang immer nur aufwärts: Aufstieg im ersten Jahr, Platz fünf in Liga eins im zweiten und euphorischer Start in diese Europapokalrunde.

Jetzt aber steckt die Mannschaft im Abwärtssog und es wird spannend sein zu beobachten, wie und ob Veh diesen stoppen wird. Veh ahnt beim Blick auf das kommende Programm: "Leichter wird's ja nicht. Jetzt kommt Schalke, die normal besser sind als wir, dann müssen wir nach Bordeaux und nach Hannover."

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter

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