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12. Spieltag

09.11.2013 | 15:30 Uhr

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  • Bayer 04 Leverkusen
  • 5 : 3
    2 : 1
  • Hamburger SV

12.11.2013 - 12:24 Uhr


Durchschnaufen nach der Torflut

Heung Min Son (M.) erzielte gegen seinen Ex-Club Hamburger SV...

...drei Treffer. Der Südkoreaner war beim 5:3-Sieg der Werkself der spielentscheidende Mann

Punktgleich mit dem BVB liegt Leverkusen nach wie vor auf Platz 3

Leverkusen - Zwei Spiele hatte die Werkself nicht getroffen, nun brannte sie wieder ein Offensivfeuerwerk ab. Gegen den Hamburger SV gewann Bayer Leverkusen mit 5:3. Zum Matchwinner avancierte ausgerechnet ein Ex-Hamburger. Heung Min Son beendete gegen die Hanseaten seine persönliche Torflaute mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga.
Es war in den letzten Wochen etwas still geworden um Heung Min Son. In den letzten vier Spielen vor seiner Gala gegen den HSV hatte er nur einmal in der Startelf gestanden und zwei Mal die kompletten 90 Minuten auf der Bank gesessen. Nur am 1. Spieltag war dem teuersten Neuzugang des Sommers überhaupt ein Tor gelungen. Das nagte an ihm, und das bekam auch sein Umfeld mit.

Sons Mitleid mit dem Ex-Verein



Mit dem Trainer hat er unter der Woche darüber gesprochen. Dessen Rat lautete: "Mach' Dir nicht selbst zu viel Druck und hab' einfach Spaß am Fußball." Diesen Tipp von Sami Hyypiä beherzigte der Koreaner. Vor dem Spiel scherzte er mit seinen ehemaligen Teamkollegen, während des Schlagabtauschs vernaschte er sie. Ein paar Mal wurde er umgegrätscht, so von Heiko Westermann oder Tolgay Arslan. Doch meistens sahen sie nur seine Hacken. Und dann klingelte es im HSV-Kasten.

"So viele Tore in einem Spiel sind wir noch nie vorher gelungen", wunderte sich Heung-Min Son nach dem Spiel. "Es tut mir auch ein bisschen leid und weh, weil der HSV mein Ex-Club ist. Und ausgerechnet in dem Spiel mache ich meinen ersten Bundesliga-Hattrick. Aber ich kann es trotzdem ein bisschen genießen."

Die Zuschauer genossen die Torflut in vollen Zügen. Es ging hin und her in der BayArena und beide Teams leisteten sich viele Fehler. Leverkusen war von Anfang an darum bemüht, nach den beiden Spielen ohne eigenen Treffer in Braunschweig und Donetsk nicht in eine sportliche Minikrise zu geraten und den Anschluss nach oben zu verlieren.

Rolfes: "Das wird ein knackiges Programm"



Das gelang dank Heung-Min Son, der die ersten drei Tore selbst schoss und das vierte von Stefan Kießling maßgeschneidert auflegte. Somit hat Leverkusen den Abstand auf die allesamt siegreichen Verfolger aus Mönchengladbach, Wolfsburg, Schalke und Hertha gewahrt und ist gleichzeitig mit den patzenden Dortmundern gleichgezogen.

Jetzt geht es in die Länderspielpause. "Wir können jetzt eine Woche regenerieren, es etwas ruhiger angehen lassen und uns dann auf das Berlin-Spiel vorbereiten", schnaufte Simon Rolfes durch. "Nach der Pause haben wir in 21 Tagen sieben Spiele. Das wird ein knackiges Programm."

Der Kapitän freut sich selbst auch auf die Pause, hatte er doch nach starken Leistungen in den letzten Wochen gegen den HSV nicht seinen besten Tag erwischt und vor dem Hamburger Anschlusstreffer den Ball verloren. Im Gegensatz zu Bayern München oder Borussia Dortmund ist der Leverkusener Kader in der Breite eben doch nicht so stark aufgestellt, dass Sami Hyypiä im großen Stil rotieren lassen könnte. Sein Versuch, in Braunschweig mit der zweiten Garde zum Erfolg zu kommen, war schließlich misslungen.

Einmal um die halbe Welt



Gegen den HSV gelang der Bestbesetzung die Wiedergutmachung. "Es tut uns auch gut, dass wir so viele Tore gemacht haben", glaubt Simon Rolfes. "Die Stürmer haben wieder Selbstvertrauen getankt." Die Defensivleistung nahm er mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis. "Wir können sicherlich besser verteidigen. Zum Glück waren die drei Gegentore kein Beinbruch", sagte er abschließend.

Während gestandene Stars wie Rolfes oder Torjäger Stefan Kießling es nun in der kommenden Woche etwas ruhiger angehen lassen können, fliegt Heung Min Son um die halbe Welt. Erst nach Korea, dann nach Dubai. "Das wird anstrengend", schwante ihm. Doch mit dem Dreierpack im Gepäck dürfte es ihm bedeutend leichter fallen.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski

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