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11. Spieltag

02.11.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hertha BSC
  • 0 : 2
    0 : 1
  • FC Schalke 04

02.11.2013 - 22:33 Uhr


Rückenwind für die Königsklasse?

Kevin-Prince Boateng kehrte in seine Geburtsstadt Berlin zurück (© imago)

Schalkes Torschützen Adam Szalai (l.) und Julian Draxler

Boateng und Co. klettern durch den Auswärtssieg auf Platz 6

Berlin - Alle Augen waren beim Gastspiel des FC Schalke 04 bei Hertha BSC auf ihn gerichtet: Kevin-Prince Boateng kehrte mit seinem neuen Verein zu seinen Wurzeln zurück. Nach dem 2:0-Auswärtssieg war der gebürtige Berliner zwar sportlich nicht der Mann des Tages, aber dennoch überglücklich.
Seit seiner Kindheit hatte Boateng fast ununterbrochen für Hertha gespielt und bei der "Alten Dame" auch seine Profikarriere begonnen, ehe er vor sechs Jahren nach England zu Tottenham wechselte. "Ich habe mich riesig gefreut, mal wieder hier zu sein", sagte der 26-Jährige. "Ich musste mich vor dem Spiel beim Warmmachen immer wieder umgucken - da waren viele positive Emotionen, viel Erinnerungen." Eine davon verkörperte Boatengs älterer Bruder George - "dem habe ich gerade noch 'auf Wiedersehen' gesagt."

Boateng: "Haben verdient gewonnen"



Die drei Punkte, die Schalke aus dem Olympiastadion entführte, dürften das gute Gefühl noch verstärkt haben. "Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird. Das war sicherlich nicht so schön anzusehen." Trotz der vielen Chancen für seinen Ex-Club und trotz des einzigen Tores für Königsblau, das durch eine Standardsituation fiel, fand Boateng: "Wir haben den Kampf besser angenommen und deswegen verdient gewonnen." Dennoch war es unter dem Strich ein glücklicher Sieg für die Knappen. Vor allem Schalkes Keeper Timo Hildebrand verdiente sich Bestnoten - ein ums andere Mal hielt der Schlussmann die 1:0-Führung fest, ehe Julian Draxler praktisch mit dem Schlusspfiff das 2:0 erzielte.

Boateng hingegen spielte eher unauffällig. Auch, weil ihn Schalke-Coach Jens Keller auf die rechte Mittelfeldseite beordert hatte. "Es war natürlich eine ungewohnte Position, aber der Trainer hatte mich gefragt, ob das okay ist für mich." Schließlich habe er das auch in Mailand schon öfter gespielt, so der ghanaische Nationalspieler, der seine Leistung durchaus selbstkritisch sah: "Ich habe vielleicht nicht mein bestes Spiel gemacht." Aber letztlich sei ohnehin nur wichtig gewesen, "dass wir nach den zwei verlorenen Spielen zuletzt heute gewonnen haben".

Schalke in der Liga wieder auf Kurs



So konnte vor der wichtigen Champions-League-Partie am Mittwoch beim FC Chelsea die Unruhe vor allem nach der Derby-Niederlage gegen Dortmund gedämpft werden. In der Liga ist S04 durch die drei Punkte vom Samstag jedenfalls wieder auf Kurs - Platz 6 und nur zwei Zähler Rückstand auf Rang 4 sehen recht freundlich aus.

Wie viel Rückenwind der glückliche und enge Sieg den Schalkern für die Königsklasse gibt, wird sich zeigen. Jens Keller jedenfalls sieht in der Defensivleistung seines Teams in Berlin Grund zur Hoffnung für das Chelsea-Spiel: "Meine Mannschaft kann die Erkenntnis mitnehmen, dass, wenn sie zusammen hält, wenn sie kompakt steht und die Standards gut verteidigt - dass es dann schwer ist, gegen uns ein Tor zu erzielen."

"Minimum ein Punkt" bei Chelseas holen



Boateng erwartet allerdings große Unterschiede zum Hertha-Spiel: "Chelsea wird eine ganz andere Partie. Wir spielen in London und wissen, was für eine Qualität die haben." Darauf müsse man sich nun innerhalb weniger Tage einstellen. Dennoch ist auch "Boa" guten Mutes: "Minimum ist dort ein Punkt." Wichtig sei, und da herrscht Einigkeit zwischen dem Trainer und seinen Führungsspieler: "Wir müssen die Null hinten halten." Schließlich habe man schon im Hinspiel gesehen, "dass wir vorne unsere Chancen kriegen."

Sehr beruhigend aus Schalker Sicht ist (nicht nur) im Hinblick auf das Gastspiel auf der Insel, dass Boatengs Fitness nach seinen anhaltenden Knieproblemen offenbar langsam in Richtung hundert Prozent geht. "Es wird von Spiel zu Spiel immer besser", freute sich der Schalker Neuzugang. "Du brauchst die Spiele, um die Luft, die Fitness, die Spritzigkeit zu bekommen." Zwar könne er seinen Fitnesszustand nicht in Prozent beziffern, aber: "Ich fühle mich sehr gut."

Aus Berlin berichtet Andre Anchuelo

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