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11. Spieltag

02.11.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 0 : 2
    0 : 1
  • Borussia M'gladbach

03.11.2013 - 18:15 Uhr


Euphorie in Gladbach - HSV "tragisch"

Niedergeschlagenheit und Jubel: Tolgay Arslan (l.) ist nach Max Kruses Führungstor bedient

Gladbach-Coach Lucie Favre feierte an seinem 56. Geburtstag den Sieg seines Teams

Für HSV-Coach Bert van Marwijk (l.) war es die erste Niederlage mit seinem neuen Team

Hamburg - So etwas hatten die Fans von Borussia Mönchengladbach seit über 20 Monaten nicht mehr erlebt. Zwei Bundesliga-Siege in Folge, das gab es zuletzt im Februar 2012. Dass das 2:0 beim Hamburger SV dazu der erste Auswärtsdreier der Saison war, ließ die Jubelschreie in der Imtech Arena noch lauter erschallen.
Rund 8000 mitgereiste "Fohlen"-Anhänger sangen lange nach Spielschluss Lobgesänge auf ihre Helden. Kein Wunder also, dass Max Kruse, Juan Arango und Co. sich danach gern und ausführlich den Fragen der wartenden Medienvertreter stellten. "Wir haben in den letzten Spielen in Augsburg in Berlin eigentlich schon gute Leistungen abgeliefert. Die Chancen waren jedes Mal da. In Augsburg wollte uns der Siegtreffer nicht gelingen und in Berlin hat es nicht zum Unentschieden gereicht. Aber jetzt haben wir uns für unseren Einsatz belohnt", meinten Arango und Kruse fast unisono ins bundesliga.de-Mikrofon.

"Ein besonderes Spiel für mich"



Gehört die Borussia in der Liga mit nun 25 Treffern eher zu den Ballermännern, wurden in der Analyse zum Erfolg ganz andere Tugenden angeführt. "Wir sind ohne Gegentor geblieben. Das war sicherlich der wichtigste Aspekt. Wir standen phasenweise sehr kompakt. Das haben wir in Hamburg sehr gut gemacht", sagte Kruse nach dem ersten Zu-Null auf fremden Platz.

Kruse selbst avancierte mit seinen zwei Treffern zum Mann des Tages - und das in seiner alten Heimat. "Natürlich war es als gebürtiger Hamburger ein ganz besonderes Spiel für mich. Ich habe früher als Fan auf den Rängen gestanden und jetzt treffe und gewinne ich hier" (Hier geht's zum Interview). Vor allem dank des treffsicheren Kruse läuft es für die Elf vom Niederrhein 2013/14 wieder sehr erfolgreich. Mit 19 Punkten hat das Team auf Rang 4 nur einen Zähler weniger auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison.

Von einer erneuten Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League wollten die Spieler und Verantwortlichen aber nichts wissen. "Soweit möchte ich noch nicht denken. Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und da steht am kommenden Samstag schon wieder die nächste Aufgabe gegen den 1. FC Nürnberg an", meinte Kruse.

Sobiech nimmt die Schuld auf sich



Und gegen die Franken haben die Borussen noch eine Rechnung offen, von einem Selbstläufer als Heimmacht gegen auswärts bislang sieglose Clubberer war keine Rede. "In der Bundesliga verläuft jedes Spiel anders und man kann nichts vorhersagen. Momentan läuft es für Nürnberg zwar nicht so gut. Aber sie haben tolle Spieler und können uns in Schwierigkeiten bringen, wie in der vergangenen Saison, als sie 3:2 im Borussia Park gewonnen haben", erklärte Juan Arango.

Auf einen Auswärtssieg hoffen nach dem erneuten Heimdebakel die Hamburger. In dieser Saison reichte es vor heimischem Publikum in der Imtech Arena in fünf Anläufen nur zu einem Sieg und einem Remis. Dass gegen Mönchengladbach nichts Zählbares herauskam, dafür fühlte sich Lasse Sobiech verantwortlich. "Die beiden Tore gehen klar auf meine Kappe. Da brauchen wir nichts Schönreden. Beim ersten Tor habe ich Kruse einfach nicht anlaufen sehen, beim zweiten muss ich den Ball besser abschirmen. Da war ich einfach zu weit weg", analysierte er seine Fehltritte und entschuldigte sich bei der Mannschaft.

"Vielleicht das beste Spiel von uns"



Trotz der ersten Niederlage unter seiner Führung war Trainer Bert van Marwijk mit der Leistung seiner Kicker dennoch überaus zufrieden.""Es ist unglaublich tragisch, dass wir mit leeren Händen dastehen. Vielleicht war es das beste Spiel von uns, seit ich hier bin." Der Niederländer glaubt nicht, dass er für die kommende Partie in Leverkusen Aufbauarbeit in Sache Psyche betreiben muss: "Ich glaube, dass keiner nach diesem Spiel und dieser Leistung weniger Selbstvertrauen als vorher hat."

Mittelfeldspieler Tolgay Arslan bestätigte die Vermutung van Marwijks. "Wir wissen, dass wir Fußballspielen können und werden in Leverkusen mit neuem Mut auflaufen", so Arslan.

Michael Reis

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