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10. Spieltag

26.10.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hannover 96
  • 1 : 4
    0 : 2
  • 1899 Hoffenheim

Bundesliga

26.10.2013 - 17:54 Uhr


Firmino entscheidet kurioses Spiel

1899 Hoffenheim um den Doppeltorschützen Roberto Firmino (M., hier gegen Hiroki Sakai) siegt bei Hannover 96 in einem kuriosen Spiel mit 4:1

Zwar ist Hannover zunächst gut im Spiel, doch dann trifft Sejad Salihovic vom Punkt (10.)

Für 96 kommt es noch schlimmer: Mame Diouf (l.) muss nach der schnellsten Gelb-Roten Karte der Bundesliga-Geschichte vom Platz (12.)

Hoffenheim und Sebastian Rudy (l.) setzen nach. Mit Erfolg, denn Edgar Prib (r.) und 96 müssen das 0:2 durch Kai Herdling hinnehmen (18.)

Nach der Halbzeit verkürzt Salif Sane für Hannover, doch kurz darauf trifft Roberto Firmino zur Freude seines Trainers Markus Gisdol (M.) zum 3:1 für die Kraichgauer

Dann trifft Firmino kurz darauf auch noch zum 4:1 Endstand, Marcelo (l.) beschwert sich daraufhin zu heftig und muss mit Rot vom Feld

Die 4:1-Heimpleite ist gleichzeitig die erste Niederlage der 96er in dieser Saison auf heimischem Geläuf

Hannover - Hannover 96 hat auf dem Weg in den Europacup einen herben Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka unterlag 1899 Hoffenheim in einem verrückten Fußballspiel mit 1:4 (0:2) und musste im sechsten Heimspiel die erste Niederlage einstecken. Die lange in doppelter Unterzahl agierenden Niedersachen verloren zum zweiten Mal hintereinander und warten seit nunmehr vier Spielen auf einen Sieg.
Die Tore für die clever spielenden Kraichgauer erzielten Sejad Salihovic (10./Foulelfmeter), Kai Herdling (18.) und Roberto Firmino (62. und 64.). Den vorübergehenden Anschlusstreffer für die Hausherren markierte Salif Sane (56.).

Turbulenter Beginn



Hannovers Torjäger Mame Diouf sicherte sich derweil einen Platz in den Geschichtsbüchern: Sein Platzverweis wegen einer Schwalbe (12.) war die früheste Gelb-Rote Karte der Bundesliga-Geschichte. Die erste Verwarnung hatte der lange verletzte Startelf-Rückkehrer wegen Meckerns kassiert. Coach Mirko Slomka sah darin den Knackpunkt: "Wir hatten uns wahnsinnig viel vorgenommen, waren elektrisiert und wollten ins obere Tabellendrittel. Nach dem Elfmeter und der Roten Karte für Mame Diouf wurde es dann für uns sehr schwierig." Zudem wurde 96-Verteidiger Marcelo wegen Schiedsrichterbeleidigung mit Rot vom Platz gestellt (64.).

Ungeachtet dieser Turbulenzen feierte Hoffenheim einen Befreiungschlag. Acht Tage nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen (1:2) fuhr das Team von Coach Markus Gisdol seinen ersten Dreier seit dem 15. September ein. Zuletzt hatte 1899 in der Liga vier Mal nicht gewonnen.

Die Zuschauer sahen eine Partie mit höchstem Unterhaltungsfaktor und auch einigen hart geführten Zweikämpfen. 96 machte zunächst Druck und kam schnell zu zwei hochkarätigen Chancen. Doch zunächst scheiterte Szabolcs Huszti nach nur 30 Sekunden aus kurzer Distanz, danach traf der wiedergenesese Diouf nur das Außennetz (7.).

Salihovic trifft vom Punkt



In der Folge jedoch war es mit Hannovers Herrlichkeit erst einmal vorbei und Hoffenheim fand in die Begegnung. Hannovers Verteidiger Christian Schulz hatte Anthony Modeste knapp innerhalb der Strafraumgrenze zu Fall gebracht, Sejad Salihovic verwandelte den Strafstoß zur Hoffenheimer Führung. Auf der anderen Seite hatte sich Diouf nach einem Trikotzupfer fallen lassen und sah dafür Gelb-Rot.

Während Slomka und seinen Spielern die Turbulenzen der ersten Viertelstunde fortan deutlich anzumerken waren, nutzten die Gäste die Konfusion bei 96 gnadenlos aus. Nach einer mustergültigen Hereingabe von Außenverteidiger Andreas Beck erwischte Kai Herdling die Kugel perfekt und erhöhte per Kopf zum 2:0. Dabei war der Stürmer ins Team gerückt, weil U21-Nationalspieler Kevin Volland mit muskulären Problemen nur zusehen konnte.

Hannover dreht auf



Im zweiten Abschnitt ließen die Gäste es zunächst gemächlich angehen - und wurden prompt dafür bestraft. Hannover diktierte das Geschehen trotz Unterzahl und kam folgerichtig zum Anschlusstreffer. Sane wuchtete einen Kopfball aus zwölf Metern ins lange Eck. Nur 60 Sekunden später scheiterte der eingewechselte Leonardo Bittencourt mit einer Direktabnahme am glänzend reagierenden Koen Casteels im 1899-Kasten.

Kurz darauf sorgte Firmino mit seinem Doppelschlag aber für die Entscheidung. Zunächst nutzte er einen Schnitzer von Leon Andreasen, der den Ball im Mittelfeld leichtfertig gegen Eugen Polanski verlor. Danach schob er das Leder aus ähnlicher Position in die Maschen. Weil sich daraufhin Verteidiger Marcelo zu sehr beschwerte, musste auch er vom Platz. Nach dem zweiten Treffer von Firmino passierte dann nichts mehr.

TSG-Coach Markus Gisdol zeigte sich erleichtert: "Wir haben eine sehr aufregende Woche hinter uns. Nun bin ich sehr glücklich, weil wir auch in schwierigen Phasen Stabilität gezeigt und dem Gegner in Überzahl den Nerv gezogen haben. Großes Lob an meine Mannschaft. Für uns war es vielleicht von Vorteil, dass die ersten neun Partien bei uns fast alle so abliefen. Es kommen immer wieder extreme Situationen in unseren Spielen vor. Es kann schon sein, dass wir deswegen so ruhig geblieben sind. Ich bin sehr zufrieden mit diesen drei Punkten."
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Spieler des Spiels: Roberto Firmino

Roberto Firmino gab die meisten Torschüsse aller Spieler auf dem Platz ab (vier), schnürte einen Doppelpack. Der Brasilianer in Diensten von 1899 Hoffenheim bestätigte damit eindrucksvoll seine starke Form eindrucksvoll. Der Offensivmann legte auch die meisten Sprints in der Partie hin (38) und gewann gute 59 Prozent seiner Zweikämpfe.

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