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Spieltag & Spielplan

10. Spieltag

26.10.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hannover 96
  • 1 : 4
    0 : 2
  • TSG 1899 Hoffenheim

27.10.2013 - 16:37 Uhr


Die wöchentliche Dosis Spektakel

Kai Herdling (l., mit Tobias Strobl) feiert seinen ersten Bundesligatreffer (© imago)

Sejad Salihovic (r., gegen Lars Stindl) spielte erstmals von Beginn an Linksverteidiger und erzielte sein 20. Tor vom Punkt

Nun wartet auf Markus Gisdols (2.v.l.) die schwere Aufgabe gegen den Tabellenführer FC Bayern München

Hannover - Für kuriose und spektakuläre Spiele in der Bundesliga ist derzeit die TSG 1899 Hoffenheim zuständig. "Es gibt bei uns immer wieder ein neues Highlight", lächelte Kai Herdling, Torschütze des 2:0 beim 4:1-Auswärtssieg der Kraichgauer bei Hannover 96. Wer viele Tore sehen will, ist bei der TSG genau richtig. 48 Treffer fielen in den zehn Hoffenheimer Ligaspielen, das ist einsame Spitze.
Der Hoffenheimer Offensivspieler Herdling musste lange auf seine Chance bei der TSG warten. Seit Juli 2009 spielt er bereits bei den Hoffenheimern und jetzt in seinem erst sechsten Bundesligaspiel köpfte er sein erstes Tor.

Herdling "konnte es gar nicht glauben"



"Eigentlich bin ich ein miserabler Kopfballspieler. Ich habe gesehen, dass die Flanke von Andreas Beck in meine Richtung geflogen kommt und habe mich schon gefragt, was ich damit jetzt anstellen soll", witzelte Herdling. Der Kopfball landete auch zur Überraschung des 29-Jährigen im Kasten von Nationaltorwart Ron-Robert Zieler.

"Als der Ball im Netz zappelte konnte ich es gar nicht glauben", so Herdling, der zuvor nur in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Aumund-Vegesack doppelt getroffen hatte. Jetzt kann er sich auch Bundesliga-Torschütze nennen.

Coole Hoffenheimer lassen sich nicht anstecken



Von der hitzigen Stimmung in der HDI-Arena ließen sich die Hoffenheimer überhaupt nicht beeindrucken. Nach der 1:0-Führung durch den verwandelten Foulelfmeter von Sejad Salihovic blieben die Kraichgauer ganz cool und spielten ihren Stiefel herunter. Der Bosnier hat weiterhin eine beeindruckende Strafstoßbilanz. Bei 22 Versuchen traf er 20 Mal, eine starke Quote. Damit ist er aktuell der Bundesligaprofi mit den meisten verwandelten Elfmetern in der Bundesliga.

"Wir sind sehr konzentriert aufgetreten und haben uns total auf das Spiel fokussiert. Es war ganz, ganz wichtig, dass wir nach dem verlorenen Spiel aus der Vorwoche gegen Bayer Leverkusen eine positive Reaktion gezeigt haben. Wir wollten in Hannover unbedingt etwas mitnehmen", erklärte Herdling.

Die Hoffenheimer nutzten nach dem frühen Platzverweis des Hannoveraners Mame Diouf die vorhandenen Räume. "Gegen Leverkusen hatten wir schon eine gute Balance zwischen Ballbesitz und Passkontrolle. In Hannover haben wir daran angeknüpft", so Herdling. Außerdem seien die Treffer für die TSG immer genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen.

Mit Selbstbewusstsein gegen die Bayern



Mit 13 Punkten stehen die Hoffenheimer nun auf Platz 9 und überflügelten damit auch den Kontrahenten aus Hannover. "Wir wussten um die Heimstärke der Hannoveraner, auch deshalb haben wir von Beginn an hochkonzentriert gespielt", fügte Herdling an. Es war erst der zweite Auswärtssieg für die Kraichgauer nach dem fulminaten 5:1-Sieg beim Hamburger SV am 2. Spieltag.

Am kommenden Samstag kann sich das Team von Trainer Markus Gisdol dann über einen besonderen Gast in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim freuen. Der aktuelle Champions League Sieger und Tabellenführer Bayern München ist zu Gast. In der Vorsaison verlor die TSG beide Partien gegen den Rekordmeister und konnte dabei nicht einmal einen einzigen Treffer erzielen. Zuhause unterlagen die Hoffenheimer mit 0:1, in der Allianz Arena mit 0:2.

Nach dem Auswärtserfolg bei den zuvor so heimstarken Hannoveranern keimt Hoffnung bei der TSG auf den Branchenprimus doch etwas ärgern zu können, auch wenn Herdling noch nicht soweit denkt: "Klar ist es etwas Besonderes gegen die Bayern zu spielen, aber damit beschäftigen wir uns noch nicht." Zunächst freute er sich über sein erstes Bundesligator. Auf die Frage, ob er diesen Treffer denn auch gebührend feiern werde, entgegnete der gebürtige Heidelberger: "Mit 29 ist man froh, wenn man zu Hause ist und seine Ruhe haben kann."

Aus Hannover berichtet Alexander Barklage

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