offizielle Webseite

Liveticker

Spieltag & Spielplan

6. Spieltag

22.09.2013 | 17:30 Uhr

logos_80x80_vfb_stuttgart_1.png efm.png
  • VfB Stuttgart
  • 1 : 1
    1 : 1
  • Eintracht Frankfurt

Bundesliga

22.09.2013 - 19:28 Uhr


Stuttgart verpasst Sieg zum Jubiläum

Umkämpft: Die beiden Ex-Leverkusener Daniel Schwaab (l.) und Tranquillo Barnetta treffen sich beim 1:1 im Schwabenland nicht nur in diesem Luftduell wieder

Überraschend sitzt bei der Eintracht Takashi Inui auf der Bank

Den ersten Treffer erzielt Marco Russ (M.), der nach einem Gestocher den Ball in den linken Winkel drischt

Für den gelernten Innenverteidiger ist es das zweite Tor nach seinem Treffer unter der Woche beim 3:0-Erfolg in der Europa League gegen Bordeaux

Timo Werner erzielt kurze Zeit später den Ausgleich für den VfB und schreibt damit Geschichte. Er ist nun der jüngste Torschütze der VfB-Bundesligageschichte

Eintracht-Coach Armin Veh sieht an seiner alten Wirkungsstätte, wo er mit dem VfB 2007 den Titel gewann, noch Luft nach oben für sein Team

Am Ende aber haben die Frankfurter Glück. Sebastian Rode verursacht in der Nachspielzeit einen Strafstoß.

Doch Vedad Ibisevic (M.) verpasst den Siegestreffer, trifft das Tor nicht und muss im Anschluss von seinen Mitspielern getröstet werden

Stuttgart - Das Publikum war in Feierlaune, die Choreographie der Anhänger vor dem Anpfiff eindrucksvoll - nur das Resultat passte nicht zum 120. Geburtstag des VfB Stuttgart. Im Bemühen, den Sprung in das dicht gedrängte Mittelfeld zu schaffen, kamen die Gastgeber gegen Eintracht Frankfurt nach zuletzt zwei Siegen aufgrund eines Sekunden vor dem Abpfiff von Vedad Ibisevic verschossenen Foulelfmeters nur zu einem 1:1 (1:1). Beide Mannschaften bleiben mit jeweils sieben Punkten zunächst in der unteren Tabellenhälfte.
Die Eintracht, die zumindest ihre Serie von drei Niederlagen nacheinander gegen den VfB beenden konnte, war in einer munteren Anfangsphase zunächst durch Marco Russ in Führung gegangen (14.). Der erst 17 Jahre alte Tobias Werner glich nahezu postwendend mit seinem ersten Bundesliga-Treffer aus (16.).

"Ich bin mit der Leistung zufrieden, aber wenn man den Sieg in der Schlusssekunde auf dem Silbertablett serviert bekommt und den Elfmeter verschießt, ist das total bitter", sagte VfB-Trainer Thomas Schneider.

"Hätten wir verloren, wäre das total traurig gewesen, denn wir haben von der ersten Minute an richtig gut gespielt. Durch den Punkt haben wir unsere erste Woche mit allen Belastungen eines Europacup-Teilnehmers gut überstanden", sieht Armin Veh seine Mannschaft in der Spur.

Unglücksrabe Ibisevic



Das Niveau der Partie nahm danach ab, wobei die Eintracht die besseren Chancen besaß. Ein Treffer des VfB von Alexandru Maxim (65.) wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zu Recht nicht anerkannt. Stuttgarts großer Unglücksrabe war Ibisevic, der die unverhoffte Strafstoß-Chance nach einem Foul an Traore am Ende der Nachspielzeit ungenutzt ließ und neben das Tor schoss.

Das Spiel hatte zunächst im Zeichen des 120. Geburtstags des VfB-Gründungsvereins Stuttgarter FV 93 gestanden. Unter anderem kam die Mannschaft mit Traditions-Trikots aufs Feld: mit durchgehendem roten Ring, schwarzen Rückennummern - ohne Werbung auf Brust und Ärmeln.

Russ nutzt VfB-Orientierungslosigkeit



Die gute Laune wäre den Gastgebern beinahe früh vergangenen - Johannes Flum schoss mit einem Seitfallzieher nach einem schnellen Angriff der Eintracht aber knapp neben das Tor (7.). Flum war nach dem 3:0 zum Auftakt der Europa League gegen Girondins Bordeaux für Takashi Inui in die Anfangsformation gerückt. Beim VfB vertrat der Österreicher Martin Harnik den verletzten Moritz Leitner.

Auf Stuttgarter Seite blieb trotz erkennbar großen Bemühens vieles Stückwerk, ein konstruktives Offensivspiel entwickelte sich kaum. Die Eintracht wirkte bei ihren zumeist schnell vorgetragenen Angriffen ein wenig zielstrebiger. Die Führung aber erzielte Russ nach einem Eckball, er nutzte eine vorübergehende Orientierungslosigkeit des VfB aus. Zu dieser Phase wirkten die Stuttgarter in der Abwehr nicht sonderlich gut organisiert.

Aigner und Kadlec scheitern



Nur zwei Minuten nach dem Frankfurter Treffer ergab sich jedoch auf der anderen Seite ein ähnliches Bild: Eckball, Christian Gentner verlängerte per Kopf, Eintracht-Torhüter Kevin Trapp wehrte schlecht ab, Werner stand am langen Pfosten und verwandelte per Kopf. Es war zugleich der Auftakt zu unterhaltsamen zehn Minuten mit schnellen Angriffen beider Mannschaften, mit zunehmender Spieldauer nahm das Niveau der Begegnung allerdings ab.

Es dauerte bis zur 55. Minute, ehe erneut die Eintracht die Chance zur Führung besaß: Bedrängt von VfB-Torhüter Sven Ulreich lenkte Torjäger Vaclav Kadlec die scharfe Hereingabe von Stefan Aigner allerdings neben das Tor. Zehn Minuten später zog Aigner selbst ab, der Ball rollte knapp am langen Pfosten vorbei (65.). Der anschließenden Treffer des VfB durch Maxim wurde nicht anerkannt, weil Ibisevic Torhüter Trapp behindert hatte.
teaser-image

Spieler des Spiels: Stefan Aigner

Stefan Aigner bereitete das Frankfurter Tor vor, wurde auch sonst immer wieder torgefährlich. Er war an fünf Torschüssen beteiligt (Frankfurter Bestwert), verpasste in der 65. Minute nur knapp einen Treffer, als er aus spitzem Winkel verzog. Der agile Aigner legte auch die meisten Sprints aller Frankfurter hin (32).

Twitter

Tabelle
Tippspiel
Tabellenrechner

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH