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4. Spieltag

31.08.2013 | 15:30 Uhr

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  • Borussia M'gladbach
  • 4 : 1
    1 : 0
  • SV Werder Bremen

01.09.2013 - 14:06 Uhr


Wiedergeburt der "Fantastischen Vier"

Das neue Gladbacher Offensiv-Quartett harmoniert bereits prächtig (© Imago)

Zehn Tore haben die Fohlen in dieser Saison erzielt - sechs davon gehen auf das Konto von Juan Arango, Raffael (2.v.r.), Max Kruse (r.) und Patrick Herrmann

"Perfekt ist die Abstimmung noch nicht, doch das Zusammenspiel mit den Neuen läuft immer besser", sagt Herrmann (u.)

Mönchengladbach - Wenn Borussia Mönchengladbach spielt, ist wie beim 4:1-Erfolg über Werder Bremen großes Spektakel und munteres Toreschießen garantiert. In den bisherigen vier Partien der Fohlen fielen 18 Treffer, zehn für die Borussia, acht für die Gegner. Während Trainer Lucien Favre die Flut an Gegentoren gar nicht schmecken wird, goutieren die Fans die neue Offensivausrichtung der Gladbacher.
Im vergangenen Jahr nahm Borussia Mönchengladbach viel Geld in die Hand, um die Abgänge von drei Leistungsträgern zu kompensieren. Der durchschlagende, ganz große Erfolg blieb erst einmal aus. Vor allem Luuk de Jong, Nachfolger des frisch zum Fußballer des Jahres 2012 gewählten Marco Reus, konnte die hohen Erwartungen nur selten erfüllen. Der Niederländer ist aktuell nur noch Bankdrücker und stand bei seinen beiden Kurzeinsätzen insgesamt nur zehn Minuten auf dem Platz.

Neues Trio schlägt ein



In dieser Saison bewiesen Borussias Sportdirektor Max Eberl und Trainer Lucien Favre ein glücklicheres Händchen. Alle drei Neuen - Christoph Kramer, Raffael und Max Kruse - sind auf Anhieb echte Verstärkungen, wurden Stammspieler und für vergleichsweise günstige Ablösesummen verpflichtet.

Die beiden Offensivspieler Raffael und Kruse schlugen so gut ein, dass am Niederrhein schon wieder von den "Fantastischen Vier" in Borussias "Abteilung Attacke" die Rede ist. So wurde vor zwei Jahren das Offensiv-Quartett mit Juan Arango, Mike Hanke, Marco Reus und Patrick Herrmann genannt. Hanke und Reus verdienen inzwischen in Freiburg bzw. Dortmund ihr Geld. Es sieht so aus, als könnten ihre Nachfolger Raffael und Kruse in ihre Fußstapfen treten.

Während Arango und Herrmann sich wieder ihrer früheren Bestform nähern, bringen die Neuen ihre Qualitäten schon sehr gut ein. Raffael glänzt als Vorlagengeber und tut das, was Lucien Favre so sehr an ihm schätzt. "Er macht auf dem Platz viel richtig. Er spielt einfach. Und es ist nicht einfach, einfach zu spielen", lobt Favre.

Kruse: "Ich habe noch Luft nach oben"



Arango, Raffael, Kruse und Herrmann haben in dieser noch jungen Saison alle schon getroffen und sechs der zehn Tore markiert. Das Zusammenspiel klappt schon sehr beachtlich, auch wenn die Protagonisten selbst noch eher tiefstapeln. "Perfekt ist die Abstimmung noch nicht, doch das Zusammenspiel mit den Neuen läuft immer besser", sagt Patrick Herrmann.

Selbstkritisch zeigte sich auch Max Kruse, der in den Kader der Nationalmannschaft berufen wurde, nach dem Sieg gegen Bremen. "Ich musste mich ein bisschen in das Spiel reinwühlen, nachdem ich in der ersten Halbzeit ein paar leichtfertige Ballverluste hatte", meinte der 25-Jährige. "Umso schöner war, dass ich dann ein Tor schießen konnte. Aber ich habe noch Luft nach oben."

Offensivere Ausrichtung



Die Gladbacher Offensive profitiert in dieser Saison wieder von einer etwas risikoreicheren Ausrichtung von Lucien Favre. Die Außenverteidiger Filip Daems und Tony Jantschke stehen etwas höher und versuchen die Außenstürmer zu unterstützen und Überzahlsituationen zu schaffen. Gegen Bremen funktionierte das hervorragend, gegen Leverkusen eine Woche zuvor, als die Werkself die Borussia beim 4:2 clever auskonterte, eher nicht.

Es fehlt den Gladbachern noch etwas an der Balance, was aber auch gerade in den Auswärtsspielen in München und Leverkusen der Tatsache geschuldet war, dass die Fohlen dort auf absolute Topmannschaften getroffen sind. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Borussia beim nächsten Gastspiel in Hoffenheim gegen einen Gegner schlägt, der ähnlich offensiv ausgerichtet ist, wie die Elf vom Niederrhein selbst.

Aus Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski

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