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3. Spieltag

24.08.2013 | 15:30 Uhr

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  • 1899 Hoffenheim
  • 3 : 3
    2 : 2
  • Sport-Club Freiburg

25.08.2013 - 16:37 Uhr


Mit Moral zum Aufwärtstrend

Oliver Sorg (l.) schießt zum zwischenzeitlichen Ausgleich für Freiburg im Derby in Hoffenheim ein

Am Ende kämpfen die Freiburger im Kraichgau mit nur noch neun Spielern um den Punktgewinn. Dieser Einsatz am Limit verursacht einen Krampf bei Matthias Ginter (l.)

Zu viel Unruhe: Nach dem Spiel beklagt der Freiburger Coach Christian Streich (M.) eine unruhige Vorbereitung - in Hoffenheim sorgt er jedoch selbst für zu viel Unruhe und wird auf die Tribüne geschickt

Sinsheim - Es gab ja auch viel Positives, so sei es ja nicht gewesen, erklärt Christian Streich. Das turbulente 3:3 bei der TSG 1899 Hoffenheim hatte nicht nur den Trainer des SC Freiburg emotional sehr mitgenommen, aber am Ende resümierte er: "Wir haben zwei Mal einen Rückstand aufgeholt und drei Tore geschossen. Das ist doch was."
Und immerhin durften sich die Freiburger im badischen Nachbarschaftskämpfle auch über ihren ersten Punkt in dieser Saison freuen. Dieser zählbare Erfolg und den für die "Moral" rechnete SC-Präsident Fritz Keller am Ende zu einem klaren "Aufwärtstrend" zusammen.

Wobei natürlich auch zwei Platzverweise für die Zugänge Francis Coquelin (41., in dessen Folge Trainer Streich auf die Tribüne verbannt wurde) und Admir Mehmedi (90.) ebenso nicht unerwähnt bleiben dürfen, wie der Umstand, dass die Freiburger trotz einer 3:2-Führung den Sieg nicht über die Zeit retten konnten.

Am Limit für einen Punkt



Deswegen sprach Oliver Sorg auch von einem lachenden und einem weinenden Auge in der Analyse der Ereignisse und des Ergebnisses. Der linke Außenverteidiger hatte selbst ein Tor geschossen, aber auch zwei des Gegners verschuldet. Kraft, sich über alles aufzuregen, habe er nach diesem intensiven Hin und Her nicht mehr, teilte Sorg mit.

Mit tatsächlich letzten Energiereserven retteten die Freiburger den Punkt über den Schlusspfiff. Wie Sorg ging es vielen SC-Profis. Matthias Ginter beispielsweise plagte sich am Ende mit Krämpfen, dessen Innenverteidigerkollegen Fallou Diagne musste nach einem Schlag aufs Knie verletzt ausgewechselt werden. Dieser erste Punktgewinn der Runde war wirklich schwer erkämpft.

Platzverweise erschweren Integration



Für Freiburgs Trainer Christian Streich kommt das nicht überraschend. Einem jungen Spieler wie Ginter fehle einfach die Zeit zur Regeneration. "Wann sollen sich die Jungs den erholen", fragt er. Ginter zum Beispiel spiele schon anderthalb Jahre ohne Pause durch: Bundesliga, U 21-EM, wieder Bundesliga - da sind Krämpfe selbst schon in Ligaspiel drei vielleicht tatsächlich normal bei einem erst 19-jährigen Talent.

Die ohnehin zeitaufwendige Gewöhnung an höhere Trainings- und Spielanforderungen beispielsweise der Zugänge Coquelin und Mehmedi wird wegen deren Platzverweise nun weiter erschwert. Mike Hanke musste verletzungsbedingt schon in Hoffenheim passen.

Streich: "Vorbereitung war unruhig"



Die Freiburger Mannschaft ist noch nicht eingespielt. Wie auch? Viele neue Spieler kamen, weil viele Stammspieler den Klub verließen. "Die Vorbereitung war unruhig in dieser Saison und eine Woche kürzer wie in der vergangenen", erklärt Streich.

Jammern will er darüber nicht, es ist nun mal ein Fakt. Aber nun steigt der Spielrhythmus für diese neue Mannschaft im Findungsprozess sehr schnell. Bevor am kommenden Freitag die Europa-League-Gruppenphase für den Teilnehmer SC Freiburg ausgelost wird, empfangen die Südbadener am Dienstag den Deutschen Meister FC Bayern München zur vorgezogenen Partie des vierten Spieltages.

Streich will Bayern Paroli bieten



Präsident Fritz Keller weiß: "Die Bayern sind eine andere Welt. Wir werden aber versuchen, sauber aufzutreten. Und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist vielleicht ein Punkt drin." Die Frage ist, wie schnell die Freiburger nach dem Kraftakt gegen Hoffenheim regenerieren werden.

Um dem Rekordmeister Paroli bieten zu können, müssen sie wieder an ihre Leistungsgrenze gehen. "Wir wollen versuchen, die Bayern zu beschäftigen und es ihnen schwer zu machen", fordert Trainer Streich: "Wir wollen laufen, arbeiten und die Räume schließen. Und dann noch selbst Fußball spielen, wenn wir den Ball haben. Ich weiß nicht, ob es klappt. Aber wir erhoffen es uns."

Aus Sinsheim berichtet Tobias Schächter

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