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3. Spieltag

23.08.2013 | 20:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 1 : 0
    0 : 0
  • SV Werder Bremen

24.08.2013 - 12:10 Uhr


"Unsere beste Zeit kommt noch"

In der 55. Minute ist es um Werder Bremen geschehen: Robert Lewandowski (l.) trifft zum 1:0 für Dortmund

Bremens Innenverteidiger Sebastian Prödl (l.) kommt gegen den BVB-Angreifer zu spät

Der Pole darf sein zweites Saisontor bejubeln

Und sich im Anschluss an die Partie den verdienten Zuspruch von Trainer Jürgen Klopp (l.) abholen

Dortmund - Marco Reus dribbelte, flankte, passte, verbuchte die meisten Torschüsse auf seinem Konto - aber das Bremer Abwehrbollwerk konnte am Ende doch nur der Torjäger vom Dienst überwinden. Robert Lewandowski sicherte dem BVB mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg erst den perfekten Saisonstart und drohte der Konkurrenz danach für die Zukunft mit einer noch besseren Borussia.
Der polnische Stürmer machte in der Partie wieder einmal den Unterschied aus. Mit seinem zweiten Saisontor belohnte er die Dortmunder für ein dominantes Offensivspektakel, dem es nur an der nötigen Effektivität und Effizienz fehlte. 32 Torschüsse feuerte der BVB auf das Tor von Werders Sebastian Mielitz ab - aber nur Lewandowski war erfolgreich.

Mit seinem Treffer bescherte der Angreifer seinen Mitspielern zwei trainingsfreie Tage und sicherte der Borussia zumindest bis Samstagnachmittag die Tabellenführung. Für den Polen ist das aber eher eine Momentaufnahme - wichtiger ist Lewandowski künftig mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor, wie er im Interview nach dem Spiel deutlich machte.

Frage: Robert Lewandowski, haben Sie sich schon bei Marco Reus bedankt? Sein Pass zum Tor war Maßarbeit.

Robert Lewandowski: Das war einfach klasse vorbereitet von Marco. Ich musste nur noch den Fuß hinhalten und konnte den Ball locker ins Tor schießen. Das Zusammenspiel war richtig gut in dieser Szene.

Frage: Und Sie konnten nach Ihrem Treffer mal wieder ausgiebig vor der Südtribüne mit den BVB-Fans jubeln.

Lewandowski: Ich habe mich natürlich über mein Tor gefreut. Aber wir hätten in diesem Spiel drei oder vier Tore schießen müssen. Wir hatten noch viele gute Chancen, aus denen wir mehr hätten machen können. Daran müssen wir jetzt arbeiten.

Frage: Sind Sie nicht richtig zufrieden?

Lewandowski: Wir sind zufrieden, aber wir können noch besser spielen. Wir haben bis zum gegnerischen Strafraum gut gespielt, aber dann hat manchmal der letzte Pass gefehlt oder war zu genau. Das können wir besser machen. Wenn wir diese Bälle noch besser ausspielen, dann gewinnen wir so ein Spiel auch mit 3:0 oder 4:0. So war es nur ein Tor, das ist ein bisschen schade.

Frage: Immerhin hat das eine Tor dem BVB zum Saisonstart den dritten Sieg in Serie eingebracht.

Lewandowski: Was am Ende zählt, sind natürlich die drei Punkte. Mehr Tore sind gut, aber wichtiger war der Sieg. Aber ich weiß auch, dass wir beim nächsten Mal noch besser spielen sollten. Wir müssen im Abschluss konsequenter sein. Hätten wir das gegen Bremen gemacht und das Spiel 4:0 gewonnen, würde es gar nichts geben, was man Negatives sagen kann.

Frage: Wie haben Sie Ihr Zusammenspiel mit Henrikh Mkhitaryan empfunden, der hinter Ihnen für Druck gesorgt hat und auch immer wieder in die Spitze gegangen ist?

Lewandowski: Es ist ganz normal, dass es ein bisschen Zeit braucht, wenn ein neuer Spieler in die Mannschaft kommt. Aber sowohl Henrikh Mkhitaryan als auch Pierre-Emerick Aubameyang sind sehr gute Spieler, die uns offensiv einiges an Qualität geben. Das ist Fußballverständnis auf hohem Niveau. Ich denke, mit jedem weiteren Einsatz werden sie noch besser und damit wird auch unser gesamtes Spiel noch besser. Unsere beste Zeit kommt noch.

Frage: Der Trainer hat der Mannschaft nach dem Sieg zwei Tage frei gegeben. Was machen Sie?

Lewandowski: Oh, das bleibt mein Geheimnis. Nein, das war nur ein kleiner Spaß. Ich werde es ganz ruhig angehen lassen über das Wochenende. Danach wartet schließlich eine lange, intensive Woche auf uns. Wir werden schon am Montag wieder zweimal trainieren. Da bin ich ganz froh, dass ich jetzt ein bisschen ausspannen kann. Da wir erst nächste Woche Sonntag wieder spielen, haben wir neun Tage Zeit und können auch nach den freien Tagen alles in Ruhe aufarbeiten und uns ordentlich auf Frankfurt vorbereiten.

Frage: Lassen sich die freien Tage mit der Tabellenführung eigentlich noch besser genießen?

Lewandowski: Natürlich ist es schön für uns, wenn wir unsere Spiele gewinnen wie jetzt gegen Bremen und dann ganz in Ruhe abwarten können, was der Rest der Bundesliga macht. Aber eine größere Bedeutung hat die Tabellenführung zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir haben noch so viele Spiele vor uns bis zum Saisonende. Für uns war es einfach wichtig, gut in die neue Spielzeit zu starten. Das ist uns mit neun Punkten auf jeden Fall gelungen.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

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