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1. Spieltag

09.08.2013 | 20:30 Uhr

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  • FC Bayern München
  • 3 : 1
    2 : 1
  • Borussia M'gladbach

10.08.2013 - 14:22 Uhr


Kruse: "Wir standen uns selbst im Weg"

Max Kruse (r., gegen Jan Kirchhoff) feierte am Freitagabend sein Bundesligadebüt für Gladbach

Der Borussen-Stürmer hatte zahlreiche Chancen und brachte die FCB-Abwehr um Philipp Lahm mehrfach in Bedrängnis

Gladbachs Keeper Marc-Andre ter Stegen hielt den Strafstoß von Thomas Müller - anschließend hatte er gegen David Alaba keine Chance

München - Max Kruse war bei der 1:3-Niederlage von Borussia Mönchengladbach beim FC Bayern so etwas wie der tragische Held der "Fohlen". Der Neuzugang, der im Sommer vom SC Freiburg an den Niederrhein gewechselt war, erarbeitete sich in seinem ersten Bundesligaspiel zahlreiche Torchancen, scheiterte aber an Manuel Neuer oder er fand die Lücke nicht. Im Interview mit bundesliga.de spricht der Nationalspieler über den Auftritt in der Allianz Arena, den kommenden Gegner Hannover und die Nationalelf.
bundesliga.de: Herr Kruse, die Borussia hat beim amtierenden Meister zwar 1:3 verloren, dabei aber gute Ansätze gezeigt. Wie ist Ihre Stimmungslage nach dem ersten Bundesligaspiel im neuen Trikot?

Max Kruse: Als Stürmer wird man ja vor allem an seinen Toren gemessen und ich hätte heute zwei, drei machen können. Dann würde es mit deutlich besser gehen, weil wir dann sicher auch etwas mitgenommen hätten. Wir haben über die 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemaacht, standen uns aber selbst im Weg. Natürlich kannst du gegen die Bayern nicht so gut stehen, dass sie keine Torchance bekommen. Aber wenn das hier ein bisschen anders läuft, dann machen wir sogar das 2:2.

bundesliga.de: Sie sprachen es an - Chancen dazu gab es mehr als genug...

Kruse: Definitiv. Zwei Chancen habe ich, zwei Mal schießen wir uns selbst an. Heute kam alles ein bisschen zusammen, und die zwei Elfmeter haben uns dann natürlich das Genick gebrochen.

bundesliga.de: In der Schlussphase hatten Sie noch eine große Möglichkeit, als sie auf Manuel Neuer zuliefen, es aber verpassten, aufs Bayern-Tor zu schießen. Was war da los?

Kruse: Richtig, das haben Sie gut beobachtet (lacht). Ich sehe, dass Luuk (de Jong. d.R.) den Kopfball gewinnt und laufe durch. Dann versuche ich vor Kirchhoff zu kommen, dass er mich eventuell umhauen muss. ich kriege den Ball aber nicht so weit vor und Neuer kommt gut raus. Dann habe ich es ein bisschen verpasst abzuschließen. Aber zu diesem Zeitpunkt war es nicht mehr so entscheidend.

bundesliga.de: Was nimmt man mit aus diesen 90 Minuten, die relativ unglücklich gelaufen sind? Stärkt es das Selbstvertrauen, wenn man merkt, dass man in München mithalten kann?

Kruse: Das bleibt abzuwarten. Ich denke, dass hat man nicht nur heute, sondern auch schon in der Vorbereitung gesehen, dass wir Qualität in der Mannschaft besitzen. Wir haben heute bewiesen, dass wir fußballerisch mithalten können, haben nicht nur lange Bälle geschlagen und versucht, die Bayern zuzstellen. Das hat eigentlich ganz gut geklappt, waren nur zwei Mal sehr unaufmerksam. Dann ist es schwer, noch einmal zurückzukommen. ich denke, man kann uns aber heute keinen Vorwurf machen, wir haben alles versucht.

bundesliga.de: Nach dem Pokal-Aus gegen Darmstadt und der Niederlage in München geht es nun am kommenden Samstag gegen Hannover. Steht die Borussia schon unter Druck?

Kruse: Vielleicht kommt der Druck von Außen ein bisschen, weil wir zwei Mal verloren haben. Aber gegen die Bayern hat wahrscheinlich keiner mit einem Sieg gerechnet. Jetzt haben wir das zweite Spiel - und natürlich wünscht sich jeder einen Heimsieg. Wir brauchen uns aber keinen Druck machen, sondern müssen das Ganze sehen und so gut wie möglich durch die Saison kommen.

bundesliga.de: Was muss gegen Hannover besser laufen?

Kruse: Im Moment habe ich noch nicht die Gedanken für Hannover, dazu beschäftige ich mich noch zu sehr mit dem heutigen Spiel. Wir wissen aber, dass Hannover ein spielstarker Gegner ist, der seine Stärken im Spiel nach vorne hat,. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass wir genügend Qualitäten haben, um den Heimsieg einzufahren.

bundesliga.de: Am kommenden Mittwoch trifft die deutsche Nationalmannschaft in Kaiserslautern auf Paraguay - ohne Sie. Sind Sie enttäuscht, dass Bundestrainer Joachim Löw Sie nicht nominiert hat? Oder freut es Sie, dass er Sie lobend erwähnt hat und Ihnen Chancen für die WM 2014 einräumt?

Kruse: Ich habe mich nur auf das Spiel konzentriert und weiß nicht, was der Bundestrainer gesagt hat. Natürlich hätte ich mich über eine Nominierung gefreut, wusste aber, dass viele Spieler aus Dortmund, Bayern und Madrid zurückkommen, die bei der USA-Reise fehlten. Und dass wir in Deutschland eine außergewöhnliche Mannschaft haben, brauche ich keinem zu erzählen. Es ist schwer, da reinzukommen. Ich versuche, in der Liga mein Bestes zu geben - und was dann kommt, bleibt abzuwarten.

Das Gespräch führte Johannes Fischer

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