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33. Spieltag

11.05.2013 | 15:30 Uhr

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  • TSG 1899 Hoffenheim
  • 1 : 4
    0 : 2
  • Hamburger SV

13.05.2013 - 17:46 Uhr


Hoffen auf ein Fußballwunder

Für Kevin Volland fiel die 1:4-Niederlage gegen den HSV "etwas zu hoch" aus

Nach dem Spiel herrschte bei der Mannschaft große Enttäuschung. Ein Sieg am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund ist nun Pflicht, will das Team die Klasse noch halten

"Wenn wir in Dortmund so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Hamburg, können wir auch dort gewinnen", erklärte Sejad Salihovic nach dem Spiel

Sinsheim - Kevin Volland hatte mal wieder ein gutes Spiel gemacht. Der Stürmer von 1899 Hoffenheim erzielte seinen sechsten Saisontreffer und war bester Spieler seiner Elf. Am Ende aber hatte die TSG dieses so wichtige Spiel gegen den Hamburger SV mit 1:4 verloren. "Ein bisschen zu hoch", wie Volland fand. Aber das war kein Trost.
Statt der Wende nach dem 0:2 zur Pause, vergaben die Hoffenheimer in ihren beiden Drangphasen kurz nach Wiederanpfiff bis zum 0:3 durch Jiracek (60.) und nach Vollands Anschlusstreffer (61.) leichtfertig beste Torchancen.

Fußballwunder nötig



Die Enttäuschung war Volland anzumerken als er eher pflichtschuldig sagte: "Die Ausgangsposition hat sich nicht verändert." Doch genau das war ja eigentlich das Ziel gewesen gegen den HSV. Jetzt braucht der Tabellenvorletzte aber tatsächlich ein sogenanntes Fußballwunder am letzten Spieltag beim Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund, um den Abstieg doch noch zu vermeiden.

Mit einem Sieg gegen den HSV wären die Hoffenheimer auf den 15. Platz gesprungen, die beiden Niederlagen der Mitkonkurrenten FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf machten die eigene nur noch bitterer. Weiter sind beide Clubs zwei Punkte vor den Hoffenheimern platziert und mit Spielen zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth (Augsburg) und bei Hannover 96 (Düsseldorf) scheinen beide auch einfachere Aufgaben vor sich zu haben als die TSG.

Schwache erste Halbzeit



Dass die Hoffenheimer dieses so wichtige Spiel verloren, lag zum einen an den disziplinierten und effektiven Hamburgern. Zum anderen aber auch an einer ganz schwachen eigenen ersten Halbzeit. Überraschend bot Trainer Markus Gisdol zum ersten Mal den 17 Jahre alten Innenverteidiger Niklas Süle für den gesperrten Jannik Vestergaard auf.

Besonders zu Beginn der Partie war dem Debütanten die Nervosität anzumerken, er steigerte sich im Verlauf des Spiels und hatte mit 83 Prozent gewonnenen Zweikämpfen in diesem Bereich auch den besten Wert aller Spieler. Dennoch: Gisdol wurde gegen den HSV für seinen Mut, junge Spieler zu bringen, nicht belohnt. Auch der 22 Jahre alte Linksverteidiger Stefan Thesker - in seinem erst dritten Einsatz von Beginn an - wirkte verunsichert. Und Edeljoker Sven Schipplock, der vergangene Woche in Bremen nach seiner Einwechslung noch zwei Tore erzielt hatte, blieb diesmal von Anfang an im Sturm 90 Minuten lang blass. Fabian Johnson blieb 45 Minuten auf der Bank, erst mit der Einwechslung des US-Nationalspielers für den angeschlagenen Weis wurde das Spiel der Hoffenheimer besser.

"Es ist noch nicht vorbei"



Gisdol analysierte: "Wir waren heute insgesamt als Mannschaft nicht gut auf dem Platz und haben mannschaftliche Fehler gemacht, die wir sonst nicht machen. Und im Abschluss hat uns heute vielleicht der Nachdruck gefehlt. Manchmal gibt es solche Tage, da will der Ball nicht rein." Trotzig aber versprach Gisdol: "Wir werden uns jetzt auf unsere letzte Chance in Dortmund konzentrieren." Mittelfeldspieler Sejad Salihovic war auch wegen der anderen Ergebnisse besonders "enttäuscht". Aber er sagt auch: "Man kann in einem Spiel jede Mannschaft schlagen."

Es passte zu diesem vermaledeiten Tag, dass Abwehrspieler David Abraham nach der Partie ins Krankenhaus gebracht wurde. Wegen Schwindelgefühlen war der Abwehrspieler zehn Minuten vor dem Abpfiff auf den Rasen gesunken. Nach einer Behandlungspause spielte der Argentinier dann aber weiter. Auch Kevin Volland hat noch Hoffnung: "Wenn wir in Dortmund so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Hamburg, können wir auch dort gewinnen. In der Liga kann jeder jeden schlagen." Und: "Wir müssen in Dortmund gewinnen, egal wie. Es ist noch nicht vorbei."

Aus Sinsheim berichtet Tobias Schächter

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