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32. Spieltag

04.05.2013 | 15:30 Uhr

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  • VfB Stuttgart
  • 0 : 2
    0 : 0
  • Greuther Fürth

06.05.2013 - 17:12 Uhr


"Eine Frage der Grundeinstellung"

Beim 2:0-Sieg in Stuttgart war für Fürth-Kapitän Mergim Mavraj (r., mit Ilir Azemi) "ein bisschen Glück dabei"

Trainer Frank Kramer attestiert der Albaner eine detailgenaue und strukturierte Arbeitsweise

Seit 2011 steht der 1,89 Meter große Innenverteidiger beim "Kleeblatt" unter Vertrag

Stuttgart - Nach dem 2:0 Sieg der SpVgg Greuther Fürth beim VfB Stuttgart hat sich Kapitän Mergim Mavraj den Fragen der Journalisten gestellt.
Im Interview erklärt der Verteidiger, warum der Erfolg auch mit Glück zu tun hatte und warum das "Kleeblatt" alle vier Saisonsiege auf fremdem Platz errungen hat.

Frage: Herr Mavraj, in der ersten Halbzeit hat man gesehen, warum die SpVgg absteigt, in der zweiten hätte ihr kaum ein Zuschauer die Bundesliga-Tauglichkeit abgesprochen. Woran lag das?

Mergim Mavraj: Stimmt schon. Wir haben in der ersten Hälfte kaum Bälle im Sturm gehalten, im Mittelfeld hatten wir so gut wie keine Spielkontrolle, eigentlich haben wir jeden Ball postwendend zurückbekommen und waren in der letzten Reihe permanent unter Druck.

Frage: So viel zum ersten Durchgang ...

Mavraj: Jeder im Stadion dachte doch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir das erste Gegentor bekommen, da hatten wir natürlich auch Glück. In der zweiten Halbzeit waren die Stuttgarter dann aber auch nicht mehr ganz so konsequent. Dann fiel das erste Tor, das alles hat es für uns natürlich leichter gemacht. Stuttgart hat dann nicht mehr wirklich gezeigt, dass sie das Tor unbedingt machen wollten. Das kam uns natürlich auch zugute.

Frage: Es lief also gut ...

Mavraj: Man darf nicht vergessen, dass uns die Rote Karte in die Karten gespielt hat. Wir hatten dann Räume zu kontern, viele dieser 50:50-Bälle sind bei uns gelandet. Und klar: Heute hatten wir auch in ein paar Situationen ein bisschen Glück, das hatten wir ja nun wirklich nicht immer in dieser Saison.

Frage: Was macht Frank Kramer anders als seine Vorgänger auf dem Trainerstuhl?

Mavraj: Jeder Trainer hat seine eigenen Methoden, seine eigene Ansprache und seinen eigenen Stil. Er ist jedenfalls ein Vertreter der jungen Trainergeneration, sehr detailliert, sehr strukturiert. Das ist auch genau richtig für die jungen Spieler, wenn sie die richtigen Werkzeuge an die Hand bekommen. Klar ist aber auch, dass der ganze Verein und alle Spieler noch sehr viel dazulernen müssen.

Frage: Kramer hat einen Umbruch eingeleitet. Mit Thomas Pledl stand heute der nächste Youngster in der Startformation.

Mavraj: Der Nachwuchs ist natürlich ein großes Thema in Fürth. Aber ohne die Leuchttürme, die Führungspersönlichkeiten auf dem Platz, egal, wo sie stehen, geht es auf keinen Fall - egal, ob in der Bundesliga oder in der Bezirksklasse. Man kann von jungen Spielern einfach nicht erwarten, dass sie von Anfang an Führungspersönlichkeiten sind.

Frage: Wie schätzen Sie denn den Sieg ein? Bedeutet so ein Dreier angesichts des Tabellenstandes noch etwas?

Mavraj: Bundesliga-Siege sind immer etwas besonderes, auch wenn wir keine Möglichkeit mehr haben, drin zu haben.

Frage: Und warum gelang euch das vier Mal auswärts und kein einziges Mal bei einem Spiel im Ronhof?

Mavraj: Ich glaube, das ist eine Frage der Grundeinstellung. Es ist für kleine Teams wie uns, für jeden Aufsteiger, einfacher zu verteidigen und punktuell Nadelstiche zu setzen. Damit tun wir uns einfach leichter. Wir haben oft genug angegriffen, selbst das Spiel gemacht - auch zuhause. Und dann haben wir verloren.

Frage: Noch ein Wort zu Ihrer persönlichen Situation. Sieht man Sie auch in der kommenden Situation in einem Trikot mit dem "Kleeblatt" auf der Brust?

Mavraj: Ich habe immer gesagt, dass ich mich hier sehr wohl fühle und dass ich mich der Aufgabe voll und ganz verschrieben habe. Man hat ja selbst etwas verschuldet, wenn man mit seiner Mannschaft absteigt. Und wenn man etwas verbockt hat, will man natürlich dafür geradestehen.

Aus Stuttgart berichtet Christoph Ruf

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