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31. Spieltag

27.04.2013 | 18:30 Uhr

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  • Fortuna Düsseldorf
  • 1 : 2
    0 : 1
  • Borussia Dortmund

28.04.2013 - 16:45 Uhr


BVB: Nach Pflichtsieg folgt volle Konzentration auf Madrid

Torschütze Nuri Sahin (Nummer 18) hat gegen Düsseldorf die meisten Ballkontakte aller Spieler (90)

Robert Lewandowski (l., gegen Leon Balogun) trifft zuvor in zwölf Bundesliga-Spiele in Folge, im 13. bleibt der Pole torlos

Dafür jubelt ein Landsmann: Jakub Blaszczykowski (M.) erzielt sein elftes Saisontor

Düsseldorf - Borussia Dortmund eilt in der Bundesliga weiter von Sieg zu Sieg. Der etwas glückliche 2:1-Auswärtserfolg bei Fortuna Düsseldorf war bereits der sechste "Dreier" in Folge. Damit fehlen der Borussia nur noch zwei Punkte zur Vizemeisterschaft.
Jürgen Klopp hatte fleißig rotiert. Von der Startelf der 4:1-Sternstunde gegen Real Madrid vom vergangenen Mittwoch war nur noch Mats Hummels übrig geblieben. Alle anderen zehn Positionen waren neu besetzt. Gegen den Abstiegskandidaten reichte es dennoch.

Ein Traumtor von Nuri Sahin vor dem Seitenwechsel brachte den BVB auf die Siegerstraße. Danach sorgten die nur eine Minute zuvor eingewechselten Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski mit einer schönen Kombination für die Vorentscheidung. "Kuba" traf in der 70. Minute zum 2:0. Die Düsseldorfer Aufholjagd kam anschließend zu spät.

Lewandowskis Torserie reißt



Der Sieg in Düsseldorf brachte den "Schwarz-Gelben" die Erkenntnis, dass auch die zweite Garnitur genügend Klasse besitzt, um die Kellerkinder der Bundesliga zu bezwingen. Nach dem FC Augsburg vor einigen Wochen erwischte es nun auch Fortuna Düsseldorf. Robert Lewandowski genügte der 20-Minuten-Kurzeinsatz dagegen nicht, um seine Torserie weiter auszubauen. Nach zwölf Spielen mit mindestens einem eigenen Treffer zuvor ging der Pole diesmal leer aus. Er wird es verschmerzen können.

Nach der gewissenhaften Erledigung der Pflichtaufgabe gilt bei den Westfalen nun die ganze Konzentration dem Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid am kommenden Dienstag. Mit großem Selbstvertrauen und einem stattlichen Polster dank des 4:1 im Hinspiel reist der BVB-Tross in die spanische Hauptstadt. Allerdings auch mit einer gehörigen Portion Respekt.

Kehl erwartet "heiße Kiste"



"Das wird am Dienstag eine ganz heiße Kiste", warnt der Dortmunder Kapitän Sebastian Kehl. "Wir sehen uns auf keinen Fall schon beim Finale in London. Wir wissen, dass uns eine heiße Schlacht erwartet. Madrid wird versuchen, ein frühes Tor zu schießen, um Unruhe in unser Spiel zu bringen. Wir müssen sehr konzentriert sein und einen ähnlichen Fußball spielen wie am Mittwoch, obgleich Madrid stärker auftreten wird als letzte Woche." Dennoch schätzt Kehl die Chancen aufs Weiterkommen auf 60 Prozent ein.

In seiner ruhmreichen Vergangenheit haben die "Königlichen" im eigenen Stadion schon so manches Mal noch einen Gegner zerlegt, der mit einem scheinbar komfortablen Vorsprung angereist war. Drei Tore hat Real Madrid im Bernabeu-Stadion schon öfter wettgemacht, ein Mal sogar einen Vier-Tore-Rückstand. Das war 1985 gegen Borussia Mönchengladbach, das nach einem 5:1-Heimsieg in Madrid mit 0:4 unter die Räder kam und doch noch ausschied.

Mit Mut und Vorfreude ins Finale



Doch die Dortmunder sind nicht Mönchengladbach. Sie haben in der Gruppenphase Gegner und Stadion kennengelernt und dem Spiel damals beim 2:2 ihren Stempel aufgedrückt. Der BVB hat keines seiner elf Champions-League-Spiele verloren, ist in der Bundesliga längst wieder in der Spur und verfügt mit Robert Lewandowski über einen Stürmer, der Real im Hinspiel mit seinen vier Toren beinahe im Alleingang erledigte.

"Wir haben die Qualität, um im entscheidenden Moment einen Konter vernünftig mit einem Tor abzuschließen und damit ein bisschen Ruhe reinzubringen", ist sich Kehl sicher. Kevin Großkreutz pflichtet bei. "Wir dürfen uns in Madrid nicht hinten reinstellen, sondern müssen mitspielen und unseren Fußball spielen. Dann können wir weiterkommen", glaubt der gebürtige Dortmunder.

"Wir können in Madrid bestehen und wollen da gewinnen", setzt Julian Schieber sogar noch einen drauf. Aber selbst gegen eine 0:2-Niederlage hätte in Dortmund sicher niemand etwas einzuwenden. Dann stünde der BVB als erster Teilnehmer des Endspiels von Wembley fest. Das klingt doch gut.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski

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