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29. Spieltag

13.04.2013 | 15:30 Uhr

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  • 1. FSV Mainz 05
  • 1 : 2
    0 : 0
  • Hamburger SV

14.04.2013 - 17:04 Uhr


"Das schlechteste Saisonspiel"

Die Enttäuschung war Adam Szalai (M.) und seinen Kollegen nach der 1:2-Niederlage gegen den HSV deutlich anzusehen. Die Europapokalplätze sind in weite Ferne gerückt

Trainer Thomas Tuchel war mit dem Spiel seiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden: "Wir haben in allen Kategorien ein enttäuschendes Spiel abgeliefert"

Jan Kirchhoff (M.) gewann zwar 90 Prozent seiner Zweikämpfe, konnte den Treffer zum 1:0 durch Heung-Min Son (r.) aber nicht verhindern. Mit einem Muskelfaserriss in der linken Wade wird der 22-Jährige nun länger ausfallen

Mainz - Thomas Tuchel ist kein Trainer, der sich hinter Phrasen versteckt. Ist er unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, dann sagt er das auch. So wie am Samstag, nachdem Mainz 05 zuhause 1:2 gegen den Hamburger SV verloren hatte. "Wenn man besondere Ziele hat, sollte man auch in der Lage sein, besondere Leistungen zu bringen", haderte Tuchel nach der bitteren Niederlage. Das mögliche Erreichen eines Platzes in der Abschlusstabelle, der zur Teilnahme an der Europa-League berechtigt, ist nach diesem Misserfolg eher unwahrscheinlich geworden.
Aber noch mehr als über das Ergebnis ärgerte sich Tuchel über die "enttäuschende Leistung" seiner Mannschaft. "Das war ein krasser Ausreißer nach unten. Wir haben in allen Kategorien ein enttäuschendes Spiel abgeliefert", bilanzierte der Mainzer Trainer. Stimmten zuletzt die Ergebnisse mit vielen Unentschieden nicht mit dem betriebenen Aufwand der Mainzer Spieler in den Spielen überein, so war der Sieg des HSV an diesem Tag verdient. Und so bleibt in der Statistik nur ein Sieg aus den letzten zehn Begegnungen stehen für die 05er – das bedeutet Rang neun mit 39 Punkten.

Kirchhoff erneut verletzt



Zudem verletzte sich Jan Kirchhoff nach seiner Einwechslung wieder einmal und wird mit einem Muskelfaserriss in der linken Wade länger ausfallen. Kirchoff hatte mit 90 Prozent gewonnener Zweikämpfe die beste Bilanz des Tuchel-Teams. Vor allem im Angriffsbereich mit Szalai, Ivanschitz, Müller und Risse lag die Quote bei den gewonnen Zweikämpfen bei nur 30 Prozent.

"Das ist unsere beste Tackling-Reihe. Aber wenn du so wenige Zweikämpfe gewinnst, stellt sich die Frage nach dem Sinn des Ganzen", kritisierte Tuchel. Manager Christian Heidel erkannte: "Das war vielleicht unser schlechtestes Saisonspiel. Man hat das Gefühl, dass uns am Ende die Luft ausgeht. Wir sind keine Überfliegermannschaft, die alle in uns sehen." Es ist nach den langen Ausfällen im Saisonverlauf von Bungert, Choupo-Moting, Zabavnik und immer wieder Kirchhoff augenfällig, dass dem kleinen Kader nun die Substanz zum Saisonende hin zu fehlen scheint.

Individuelle Fehler führen zu Gegentoren



Auch bisher konstant gut spielende Leistungsträger wie Baumgartlinger oder Soto im Mittelfeld hatten gegen den HSV zu viele Ballverluste.
Zwei leichtfertige Fehlpässe führten zu den beiden Gegentoren von Son (Baumgartlinger 61., Pospech 82.). Der junge Shawn Parker brachte nach seiner Einwechslung frischen Wind und erzielte den zu späten Anschlusstreffer (86.).

Bei aller Kritik will Tuchel die schwache Leistung aber nicht als Trend interpretieren. Und auch sein Kapitän Nikolce Noveski erklärte: "Diese Leistung ist untypisch für uns." Nun folgt das Auswärtsspiel beim Champions-League-Halbfinalisten Borussia Dortmund. "Jeder weiß, dass es nicht leicht ist, dort zu bestehen", sagt Noveski. Aber eine dritte Niederlage in Serie wollen die Mainzer dann doch vermeiden am nächsten Wochenende. Schließlich wollen sie sich eine eigentlich gute Runde am Ende nicht verderben und sich und die Fans mit einem unguten Gefühl in die Sommerpause schicken.

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter

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