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29. Spieltag

13.04.2013 | 15:30 Uhr

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  • 1. FSV Mainz 05
  • 1 : 2
    0 : 0
  • Hamburger SV

14.04.2013 - 17:25 Uhr


Nicht zu überschwänglich, bitte!

Es geht doch! HSV-Trainer THorsten Fink ist mit seinem Team wieder auf Europapokal-Kurs

Der Koreaner Heung Min Son (2.v.l.) war mit seinem Doppelpack der entscheidende Mann

Rafael van der Vaart trug erstmals die Kapitänsbinde beim HSV

Mainz - Heung-Min Son blieb nach seinen zwei Toren sehr zurückhaltend: "Nächste Woche geht es weiter gegen Düsseldorf", sagte der Stürmer des Hamburger SV und gab damit das bescheidene Motto für den Saisonendspurt aus: Nur nicht überbewerten wollen sie beim HSV den so wichtigen 2:1-Auswärtssieg beim FSV Mainz 05 nach zuletzt drei Niederlagen in Serie.
Aber erleichtert waren sie natürlich schon, die Spieler und die Offiziellen beim Hamburger SV. Son sagte nach seinen Saisontreffern zehn und elf: "Für mich ist das ein Traum, die zwei Tore sind natürlich etwas Besonderes. Sie waren für mich und die Mannschaft wichtig - gerade nach den Niederlagen und der schweren Zeit zuletzt." Son nutzte seine beiden Chancen eiskalt wie ein erfahrener Torjäger; zwei Mal profitierte der Südkoreaner dabei von haarsträubenden Ballverlusten der Mainzer (Baumgartlinger, 61.; Pospech, 82.).

"Bis zum Schluss durchziehen"



Nun haben die Hamburger 41 Punkte und sehen auf Rang acht plötzlich wieder eine Perspektive für eine Europa-League-Teilnahme. "Aber wir wollen den Sieg nicht so überschwänglich feiern. Auch wenn es ein Schritt nach vorne war. Heute hat die Ausstrahlung gestimmt", meinte Trainer Thorsten Fink zurückhaltend. Zu oft schon stand der HSV in der Vergangenheit vielversprechend da – um dann nur wieder abzustürzen. Manager Frank Arnesen fordert für die restlichen fünf Spieltage: "Jetzt müssen wir dranbleiben und das bis zum Schluss durchziehen."

Trainer Fink hatte ja vergangene Woche einen Wechsel auf dem Kapitänsamt vollzogen. Heiko Westermann wollte in dieser Funktion in der nächsten Saison nicht weitermachen. Fink zog den Wechsel vor und übergab die Binde Rafael van der Vaart. "Man weiß nie, ob man so einen Wechsel zum richtigen Zeitpunkt macht", sagte Fink. Für Heiko Westermann schien die Maßnahme aber eher eine Erleichterung zu sein, er lieferte in Mainz eine starke Partie ab. "Heiko war der Turm in der Schlacht", lobte der Trainer seinen Innenverteidiger. Als van der Vaart kurz vor Schlusspfiff bei seiner Auswechslung die Binde an Westermann wieder übergab, wertete Fink dies so: "Die Mannschaft lebt, wir haben gute Charaktere."

Fink lobt die Offensive



Die Einstellung und die Ausstrahlung stimmten also bei den Hamburgern. Aber Trainer Fink hatte auch taktisch und personell einiges richtig gemacht. Petr Jiracek spielte erstmals nach langer Verletzung vor Marcel Jansen im linken Mittelfeld und Rafael van der Vaart zentral hinter der einzigen Spitze Heung-Min Son. Der HSV griff die Mainzer früh an und setzte den Gegner schon beim Spielaufbau stark unter Druck.

Fink lobte aber vor allem auch, dass seine Elf den Fokus nicht nur auf die Defensive legte, sondern auch auf die Offensive. "Wir setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne und waren effizient", analysierte Fink.

Marcel Jansen meinte: "So müssen wir weiter machen. Jeder muss auch nach hinten so mitarbeiten wie in Mainz. Darauf müssen wir uns konzentrieren und dürfen uns nicht von anderen Dingen bekloppt machen lassen." Wie schon Doppeltorschütze Son sagte: Gegen Düsseldorf geht es nächstes Wochenende weiter. Der HSV will endlich Konstanz in seine Formkurve bringen.

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter

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