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29. Spieltag

13.04.2013 | 15:30 Uhr

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  • VfL Wolfsburg
  • 2 : 2
    1 : 1
  • TSG 1899 Hoffenheim

15.04.2013 - 14:11 Uhr


Naldo fordert vor Pokal-Duell mit Bayern Lockerheit

Frust bei Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking (l.) und Verteidiger Naldo nach dem Remis gegen Hoffenheim

In der 86. Minute rettet Naldo den "Wölfen" immerhin einen Punkt...

...und feiert das Tor anschließend mit dem Vorlagengeber Ricardo Rodriguez

Wolfsburg - Wie die Zeit vergeht. In der Saison 2008/09 wurde die TSG 1899 Hoffenheim als Aufsteiger überraschend Herbstmeister, die Meisterschaft aber feierte der VfL Wolfsburg, der sich nach der Winterpause sensationell von Rang 9 auf 1 vorarbeitete.
Nur vier Jahre später trafen die Teams im Abstiegskampf in der Volkswagen Arena aufeinander. Die Fans beider Teams freuten sich auf Tore, denn nie fielen weniger als drei, wenn diese Mannschaften aufeinanderstießen (Schnitt 3,95) und auf Wolfsburger Seite hoffte nach fünf Heimspielen ohne Sieg endlich mal wieder auf einen "Dreier". Aber selbst gegen das schwächste Auswärts-Team der Liga war den Niedersachsen kein Erfolgserlebnis vergönnt.

Hecking beorderte Rodriguez

Wenigstens Naldo behielt kühlen Kopf und nickte einen Eckstoß von Ricardo Rodriguez kurz vor Abpfiff des jungen Schiedsrichters Daniel Siebert (28 Jahre) zum 2:2-Endstand in die Maschen. Nicht nur für die Gastgeber ein Teilerfolg, sondern auch für den Brasilianer, der sein insgesamt fünftes Aufeinandertreffen gegen Hoffenheim im Trikot von Bremen und Wolfsburg nicht verlor.

"Das hab' ich doch gut gemacht", freute sich Dieter Hecking. Der Wölfe-Coach hatte Rodriguez anstelle des schon bereiten Spielmachers Diego zur Ausführung des Eckstoßes beordert.

Hecking: "Das war unbefriedigend"

Es sollte die einzige Freude des Trainers bleiben. "Das war unbefriedigend", so das Fazit des Trainers, der im Winter aus Nürnberg in die Autostadt gekommen war. "Das war zum wiederholten Mal, dass wir nach einer 1:0-Führung nicht nachgesetzt und nur versucht haben, das 1:0 zu verteidigen. Das ist zu wenig. Dass wir es besser können, haben wir nach dem Rückstand gezeigt."

Mit drei Siegen, sechs Remis und drei Niederlagen und Platz 9 in der Rückrundentabelle kann Hecking zumindest auf eine ausgeglichene Bilanz seiner Trainertätigkeit verweisen.

Gut 100 Tage im Amt

"Schon als ich im Januar angefangen habe, habe ich gesagt, dass der Erfolg nicht im Hau-Ruck-Verfahren kommen wird", so seine Bilanz nach gut 100 Tagen im Amt gegenüber bundesliga.de. "Wir gehen Schritt für Schritt und werden uns stetig verbessern."

Auch wenn das Spiel gegen die Kraichgauer nicht nur in den Augen von Klaus Allofs eher ein Rückschritt war. "Wir haben so gut wie alles falsch gemacht", analysierte der Geschäftsführer Sport die Partie. "Wenn wir hätten schnell spielen müssen, haben wir das Tempo rausgenommen und umgekehrt", sagte Allofs.

Naldo: "Jeder hat sich versteckt"

Woran es liegt, weiß niemand zu sagen. "Ich habe keine Erklärung", so Naldo. "Nach dem 1:1-Ausgleich haben wir gespielt, als ob das Spiel schon vorbei sei. Jeder hat sich versteckt. Keiner wollte den Ball haben. Das 2:2 ist definitiv zu wenig", ärgerte sich der Abwehrchef und beobachtete einen "Heimkomplex". Dabei habe Wolfsburg "so viele erfahrene Spieler".

Auch Alexander Madlung war ratlos. "Wir müssen es einfach mal schaffen, eine Führung ins Ziel zu bringen, aber man hat das Gefühl, dass wir nicht wissen, wie wir nach einer Führung weiter nach vorne spielen sollen", kritisierte der Innenverteidiger und forderte: "Wir müssen unsere Verkrampftheit ablegen."

Am besten schon am Dienstag. Da muss der VfL im Halbfinale des DFB-Pokals zum FC Bayern München. "Das ist für uns das vorgezogene Finale", sagte Madlung. "Da müssen wir alles rausholen."

Hoffen auf ein Pokal-Wunder

Kampflos wolle man sich auf jeden Fall nicht der "Übermannschaft in Europa" ergeben, sagte Hecking. "Wenn wir nicht an ein Weiterkommen glauben, dann könnten wir ja gleich zuhause bleiben."

Und Naldo unterstützt seinen Coach. "Auswärts sind wir einfach besser", lautet die Hoffnung des 30-Jährigen. "Vielleicht schaffen wir ja in München ein Wunder. Aber nur 20 starke Minuten, wie wir sie heute gezeigt haben, genügen dafür nicht."

Am besten, man schaut sich zur Motivation noch einmal eines der großen Spiele aus dem Meister-Jahr 2009 an. Am 26. Spieltag besiegte der VfL Verfolger Bayern München klar mit 5:1 und machte damit einen entscheidenden Schritt zur Meisterschaft.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

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