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Spieltag & Spielplan

25. Spieltag

08.03.2013 | 20:30 Uhr

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  • FC Augsburg
  • 1 : 2
    1 : 1
  • 1. FC Nürnberg

12.03.2013 - 09:25 Uhr


Kein Kapitän, keine Punkte

Die Aufholjagd des FC Augsburg um Sascha Mölders (l.) und Aristide Bance ist nach dem 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg erst einmal gestoppt

Bei den Schwaben wurde vor allem Kapitän Daniel Baier schmerzlich vermisst - der Mittelfeldspieler fehlte gelb-gesperrt

Und so konnte sich die Offensive der Fuggerstädter um Dong-Won Ji (r.) kaum in Szene setzen

Augsburg - Nach dem 1:0-Sieg vor Wochenfrist bei Werder Bremen hatte Trainer Markus Weinzierl noch kämpferisch verkündet: "Jetzt greifen wir Platz 15 an." Doch mittlerweile deutet vieles darauf hin, dass der Traum vom direkten Klassenerhalt für den FC Augsburg geplatzt ist.
Die 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg hat die Franken, die nun zehn Punkte mehr aufweisen, außer Reichweite gebracht. Und immerhin noch sieben Zähler voraus ist der aktuelle Tabellenfünfzehnte, die obendrein mit der deutlich besseren Tordifferenz ausgestattete Düsseldorfer Fortuna. Viel Holz angesichts der Tatsache, dass nur noch neun Spiele zu absolvieren sind.

"Haben nichts zu verlieren"



Für Jan-Ingwer Callsen-Bracker ist die Messe trotzdem noch nicht gelesen. Der Innenverteidiger begab sich nach der Pleite gegen den "Club" auf das Feld der Mathematik, verwies auf die unstrittig noch intakten rechnerischen Möglichkeiten. Jetzt gelte es, sich ganz auf das nächste Duell beim Hamburger SV zu fokussieren. "Da geht es wieder um drei Punkte", sagte der Abwehrspieler. "Vielleicht holen wir beim HSV ja was. Auswärts haben wir schließlich nichts zu verlieren."

Wo er recht hat, hat er recht. Die Hoffnung, den Hanseaten ein Bein stellen zu können, erwächst einmal aus deren Wankelmütigkeit. Aber nicht nur. Befeuert wird die Zuversicht darüber hinaus durch die Rückkehr von Daniel Baier ins Team der Fuggerstädter.

Baier wird schmerzlich vermisst



Der FCA-Kapitän, nun schon in der fünften Saison in Augsburg, hatte sich in Bremen die fünfte Gelbe Karte eingehandelt, sah darin mit Blick auf das Nürnberg-Spiel aber kein Problem. "Die Jungs sind gut drauf", sagte er noch an Ort und Stelle. "Die können es auch packen, wenn ich auf der Tribüne bin." Sechs Tage später sollte sich diese Einschätzung als falsch erweisen. Ohne Baier keine Dreier-Feier - der zwangspausierende Mittelfeldmann fehlte gegen den FCN an allen Ecken und Enden.

Andreas Ottl, als Vertreter in die Startelf beordert, spielte einen soliden Part - mehr aber auch nicht. Und das war zu wenig, um Baier zu ersetzen. Der ist Stratege, laufstark, aggressiv, technisch versiert, kann den überraschenden Pass schlagen und hat Führungsqualitäten. Ein zweiter Spieler, der ähnlich gepolt ist und für die Abräumer-Position vor der Abwehr in Frage kommt, fehlt im Aufgebot.

Dauerbrenner im Mittelfeld



Deshalb hat der 28-Jährige - überspitzt formuliert - den Status "unantastbar". Bis auf eine Ausnahme ging er in den ersten 24. Begegnungen über die volle Distanz. Nur bei der 1:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen musste er vorzeitig vom Feld - nach 68 Minuten, da gelb-rot-gefährdet. Und eine weitere Zahl, die dokumentiert, welch hohe Wertschätzung Baier genießt: 57 Mal in Folge stand zuvor in der Anfangsformation.

Dass in Hamburg - sofern nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt - die Serie fortgesetzt und auf 58 Einsätze von Beginn an ausgedehnt wird, ist weit mehr als nur eine vage Vermutung. Und viele weitere sollten folgen, denn: Anfang des Jahres verlängerte der Dauerbrenner sein ursprünglich bis 2014 datiertes Arbeitspapier vorzeitig bis 2016.

Comeback im hohen Norden



"Daniel Baier ist sportlich, aber auch menschlich eine wichtige Stütze in unserer Mannschaft. Er identifiziert sich nicht nur mit seiner Rolle als Führungsspieler auf dem Platz, sondern auch mit dem FCA und seinen Zielen. Daher freuen wir uns, dass er den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit uns weiter gehen wird", sagte damals Sport-Manager Stefan Reuter.

Da der Vertrag klassenunabhängig Gültigkeit hat, würde der Kapitän auch im Falle des Abstiegs in die 2. Bundesliga Augsburg die Treue halten. Doch so weit soll es nicht kommen. Dazu will Baier seinen Beitrag leisten. Schon am kommenden Samstag im hohen Norden - natürlich von der ersten Minute an.

Aus Augsburg berichtet Reinhart Kruse

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