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24. Spieltag

02.03.2013 | 15:30 Uhr

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  • SV Werder Bremen
  • 0 : 1
    0 : 1
  • FC Augsburg

04.03.2013 - 21:43 Uhr


"Wir sind im Abstiegskampf"

Bremens Innenverteidiger Sokratis wurde nach der Niederlage gegen den FC Augsburg zum "Man of the match" gekürt - das spendete wenig Trost

Die Norddeutschen stecken nach dem 0:1 gegen die Fuggerstädter im Abstiegskampf

Sokratis (r.) hatte FCA-Toptorjäger Sascha Mölders (l.) weitestgehend im Griff

Bremen - Nach lächeln war Sokratis nicht zumute. Seine Werderaner hatten mit 0:1 gegen Augsburg verloren, das Stimmungsbarometer in den Katakomben des Weserstadions lag jenseits des Gefrierpunktes.
Doch Sokratis sollte lächeln, für das Foto. Schließlich war der griechische Abwehrmann zum "Man of the Match" gewählt worden.

Aber es gab wohl nichts, was Sokratis in diesem Moment weniger bedeutet hätte. Er hatte ganz andere Sorgen, Werder ist auf Rang 13 gerutscht. Statt Richtung Europa müssen die Hanseaten nun das Tabellenende im Blick haben. Im Interview erklärt Sokratis, was bei Werder besser werden muss.

Frage: Das Ergebnis gegen Augsburg war ziemlich enttäuschend. Warum konnten Sie die Partie nicht mehr drehen?

Sokratis: Weil wir sehr schlecht gespielt haben. Das war eines der schlechtesten Spiele, die Werder je gezeigt hat. Ich denke, wir haben nicht 100 Prozent gegeben. In den nächsten Partien müssen wir uns so schnell wie möglich sieben Punkte erkämpfen, um die Saison zu retten.

Frage: Sie zählten noch zu den wenigen Bremern, die sich sehr reingehängt haben. In der Schlussphase hatten sie den Ausgleich auf dem Fuß. Ist das umso frustrierender, dass es am Ende nicht gereicht hat?

Sokratis: Wir hatten auch ziemliches Pech am Ende. Es waren so viele Chancen, aber die gingen nicht rein. Das war schwer für uns und es frustriert. Wir müssen also wohl noch härter arbeiten.

Frage: Ist Werder jetzt im Abstiegskampf drin?

Sokratis: Natürlich. Das einzige Ziel ist jetzt, die Saison irgendwie über die Bühne zu bringen. Wir haben keine Chance mehr auf die Europa League, die Plätze sind neun Punkte weg. Also brauchen wir 34, 35 Punkte, damit ist man in dieser Saison sicher. Wir haben noch sechs Heimspiele, das sollte für uns zu schaffen sein, die Punkte da zu holen.

Frage: Glaubt Ihre Mannschaft noch daran, die Europa League erreichen zu können?

Sokratis: Nein. Und ich habe schon vor drei Wochen aufgehört, daran zu glauben.

Frage: Sie haben gesagt, dass nicht alle Spieler 100 Prozent gegeben haben. Sind Sie von Ihren Teamkollegen enttäuscht?

Sokratis: Nein. Es ist enttäuschend, weil wir gute Spieler haben, aber auch welche, die es noch besser machen könnten. Aber wir arbeiten als Team einfach nicht zusammen. Und jeder weiß, dass es im Fußball wichtiger ist, eine gute Mannschaft zu haben, als gute Spieler zu haben. Man muss zusammen funktionieren. Aber das Problem hat nichts mit dem Trainer zu tun, der macht einen guten Job. Wir Spieler aber müssen härter arbeiten und uns verbessern.

Frage: Aber ist nicht der Trainer verantwortlich, wenn das Team nicht funktioniert?

Sokratis: Wir Spieler sind verantwortlich, wenn wir die Dinge nicht umsetzen, die der Trainer uns vor dem Spiel noch sagt.

Frage: Warum klappt das Zusammenspiel denn nicht?

Sokratis: Es ist schwierig. Ich habe das jetzt schon öfter gesagt: Wir haben keine Erfahrung. Das ist unser Problem in dieser Saison. Wenn wir zurückliegen, dann wissen wir nicht, wie wir das drehen sollen. Wir haben keine Spieler, die in solchen Situationen mal Akzente auf dem Platz setzen. Das ist das Problem.

Frage: War dieses Problem absehbar?

Sokratis: Ich habe nicht erwartet, dass die Saison so laufen wird. Ich habe gedacht, dass jeder 100 oder besser 200 Prozent geben würde. Es ist eine schwierige Situation und jeder hat jetzt etwas dazu zu sagen. Ich will mich schützend vor meine Mannschaft stellen.

Frage: Was muss jetzt passieren bei Werder?

Sokratis: Wir müssen jetzt nach vorne schauen, aktiv werden und jeder muss jetzt 100 Prozent für das Team geben. Aber wir schaffen das auf jeden Fall. Wenn wir in die zweite Liga absteigen, können wir auch aufhören zu spielen.

Aus Bremen berichtet Petra Philippsen

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