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22. Spieltag

16.02.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 1 : 0
    1 : 0
  • Borussia M'gladbach

19.02.2013 - 18:21 Uhr


"Blick für Realität nicht verlieren"

Borussia Mönchengladbach um Abwehrchef Martin Stranzl (l.) hat mit dem 0:1 beim Hamburger SV die sechste Saisonniederlage kassiert und bleibt damit vorerst im Mittelfeld der Tabelle

Während sich die "Fohlen" in der Offensive kaum in Szene setzen konnten, Patrick Herrmann (l.) und Co. sich immer wieder verzettelten...

...genügte den Hanseaten ein genialer Distanzschuss von Regisseur Rafael van der Vaart (r.) zum Dreier

Hamburg - Martin Stranzl ist in der Winterpause 2011 zu Borussia Mönchengladbach gewechselt und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die "Fohlen" damals nicht den Gang in die 2. Bundesliga antreten mussten. In der folgenden Spielzeit erlebte der Österreicher dann den Höhenflug mit, der die Elf vom Niederrhein gar in die Qualifikation zur Champions League katapultierte.
In der aktuellen Saison läuft es für die "Fohlen" aber nicht mehr ganz so gut. Für Stranzl ist das jedoch nicht verwunderlich. "Wir dürfen nicht vergessen, was wir für ein junges Team sind und welche Spieler wir dazubekommen haben. Ich vergesse das auch immer wieder und will viel mehr und schneller den nächsten Entwicklungsschritt machen. Da muss man aufpassen, dass man den Blick für die Realität nicht verliert", sagte der Abwehrroutinier im Interview mit bundesliga.de.

Stranzl sprach auch über die bittere 0:1-Niederlage beim Hamburger SV, die Doppelbelastung aus Europa League und Bundesliga sowie die anstehende Partie gegen Borussia Dortmund.

bundesliga.de: Herr Stranzl, trauern Sie der knappen Niederlage von Hamburg noch nach?

Stranzl: Ich glaube schon, dass wir zumindest einen Punkt verdient gehabt hätten. Wir haben viele Konterchancen gefahren. Und von denen hätten wir eine auch verwerten müssen. In der Defensive haben wir wenig zugelassen, bis auf ein paar Distanzschüsse. Einer davon ging leider rein. Insofern wäre ein Remis sicherlich gerecht gewesen.

bundesliga.de: Steckte Ihnen die Belastung aus dem Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom noch in den Knochen? Immerhin lagen nur rund 40 Stunden zwischen Ab- und Anpfiff.

Stranzl: Es ging schon. Aber das lag auch daran, dass wir fünf neue, frische Spieler in der Startelf hatten. Da konnten wir das kompensieren.

bundesliga.de: Die Borussia hat in der Bundesliga aus drei Spielen nur einen Punkt geholt. Dennoch liegt sie in Schlagdistanz zu den Europapokal-Plätzen. Lässt sich die kleine Talfahrt da einfacher verschmerzen?

Stranzl: Nein, überhaupt nicht. Für uns war beim HSV viel wichtiger, dass wir trotz der Doppelbelastung eine gute Leistung abgeliefert haben. Das müssen wir für die anstehenden Partien mitnehmen. Wir müssen als Mannschaft gut verteidigen und dann die Konter konsequenter fahren.

bundesliga.de: Ausgerechnet jetzt kommt Borussia Dortmund zu Besuch. Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die Partie?

Stranzl: Wir dürfen nicht vergessen, was wir für ein junges Team sind und welche Spieler wir dazubekommen haben. Ich vergesse das auch immer wieder und will viel mehr und schneller den nächsten Entwicklungsschritt machen. Da muss man aufpassen, dass man den Blick für die Realität nicht verliert. Die vergangene Saison lief perfekt, aber nach dem Umbruch müssen wir unsere Leistung erst einmal stabilisieren. Das Ziel ist natürlich wieder das europäische Geschäft. Aber wie man sieht, ist das sehr schwierig zu erreichen.

bundesliga.de: Zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison hatte Gladbach 16 Zähler mehr auf dem Konto. Sind Sie aufgrund der von Ihnen genannten Gründe dennoch mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Stranzl: Zufrieden sollte man nie sein. Es hätten schon ein paar Punkte mehr sein können - aber auch ein paar weniger. Wir müssen die Mannschaft weiterentwickeln, dass Spieler wie zum Beispiel Amin (Younes, Anm. d. Red.) ihre Erfahrungen sammeln, sei es in der Bundesliga oder im Europapokal. Das ist für diese Youngster nicht einfach. Von daher, und da wiederhole ich mich, sollten wir die Situation immer sachlich, nüchtern betrachten.

Das Gespräch führte Michael Reis

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