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21. Spieltag

09.02.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hannover 96
  • 1 : 0
    1 : 0
  • TSG 1899 Hoffenheim

12.02.2013 - 11:14 Uhr


Einfach nicht einfach genug

Keine Punkte in Hannover: David Abraham (M.) und 1899 Hoffenheim bleiben tief im Tabellenkeller

Trainer Marco Kurz, der bis jetzt erst einen Sieg mit Hoffenheim eingefahren hat, fehlte die "Einfachheit"

Wir hatten uns so viel vorgenommen und uns geschworen, alles zu geben und zur Not in die Kabine zu kriechen", sagte Kapitän Andreas Beck (h., gegen Szabolcs Huszti)

Hannover - "Es hat die Mannschaft gewonnen, die einfacher gespielt hat. Und das war Hannover", lautete die erste Analyse von Marco Kurz nach der 0:1-Niederlage seiner Hoffenheimer in der niedersächsischen Landeshauptstadt.
"Mir hat allgemein die Klarheit gefehlt, das einfache Spiel", fuhr der 1899-Coach fort - und da war es wieder, das Wörtchen "einfach", um das scheinbar keiner der Hoffenheimer herumkam.

Schwere Vorwürfe von Polanski



Auch in Eugen Polanskis Spielanalyse fehlte es nicht: "Wir haben die einfachen Dinge total vergessen. Wir wollten zaubern, statt einfach nur mal den nächsten Mann anzuspielen. Ich bin sprachlos", sagte der Pole. War er dann aber doch nicht. Der Neuzugang aus Mainz ging mit seinen Kollegen hart ins Gericht.

"Wir hatten uns für die Rückrunde vorgenommen, offensiv zu spielen, egal ob zuhause oder auswärts." Von einer Auswärtsphobie wollte der Nationalspieler nichts wissen, obwohl die Hoffenheimer auf ihren Reisen gerade mal vier Punkte einspielen konnten - so wenig wie kein anderes Team der Liga.

"Wir haben uns versprochen, dass jeder für jeden rennt. Einige betrifft das aber offensichtlich nicht", ärgerte sich der 26-Jährige und fordert: "Wir müssen einige Dinge ansprechen."

Acht Punkte zum rettenden Ufer



Unterstützung erhielt Polanski von seinem Kapitän. "Wir hatten uns so viel vorgenommen und uns geschworen, alles zu geben und zur Not in die Kabine zu kriechen", verriet Andreas Beck. "Hannover hat uns bestimmt nicht vor unlösbare Aufgaben gestellt. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir alle an unsere Grenzen gegangen sind. Mit der Leistung hat man keine Punkte verdient."

Bereits acht Punkte trennen die Hoffenheimer, die vor Saisonbeginn noch mit der Champions League geliebäugelt hatten, von Fortuna Düsseldorf auf Rang 15. Für Beck in der momentane Situation unerreichbar weit.

"Hannover war schlagbar"



Nur ein Punkt trennt die Hoffenheimer vom FC Augsburg auf dem direkten Abstiegsplatz 15, der erneut punktete. Gegen den VfB Stuttgart, der im neuen Jahr gar noch ohne jeglichen Punkt ist, soll für 1899 auf jeden Fall ein Dreier her.

Dafür wollen die Kraichgauer an die Leistung im zweiten baden-württembergischen Derby vom 20. Spieltag anknüpfen. "Gegenüber dem Freiburg-Spiel war das ein Rückschritt. Wir standen zu weit auseinander", stellte Andreas Müller fest. "Hannover war mit Sicherheit schlagbar. Wir müssen uns an unsere eigene Nase fassen."
"Zielstrebigkeit und Einfachheit haben gefehlt", meinte auch der Sportdirektor: "Der beste Fußball ist der einfache Fußball." Wenn es doch nur so einfach wäre.

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs

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