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20. Spieltag

02.02.2013 | 15:30 Uhr

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  • FC Schalke 04
  • 1 : 2
    0 : 0
  • Greuther Fürth

03.02.2013 - 18:53 Uhr


"Einmaliges Erlebnis"

Fürths Gerald Asamoah (r., gegen Klaas-Jan Huntelaar) absolvierte 279 Bundesliga-Spiele für Schalke

"Ich habe ja schon viel erlebt, aber das war wirklich einmalig", sagt Asamoah, der bei seiner Auswechslung mit Applaus von den Schalker Fans verabschiedet wurde

Der Last-Minute-Treffer von Nikola Djurdjic (r.) erlöste die Fürther nach zuvor 17 sieglosen Spielen

Gelsenkirchen - Durch den 2:1-Sieg in letzter Minute beim FC Schalke 04 hat Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth nach 17 sieglosen Spielen in Folge wieder ein Lebenszeichen abgegeben. Zwei Schalker "Legenden" standen dabei im Mittelpunkt.
Trainer Mike Büskens, der 17 Jahre lang für "Königsblau" als Spieler und Trainer aktiv war, genießt auf Schalke Kultstatus. "Ich freue mich für die Mannschaft, das tut der Seele gut", sagte der "Eurofighter" nach dem Überraschungscoup an alter Wirkungsstätte.

Auch Ex-Schalke-Stürmer Gerald Asamoah, der vor dem Spiel und bei seiner Auswechslung in der 84. Minute vom Schalker Publikum gefeiert wurde, konnte sein Glück über den herzlichen Empfang und den Last-Minute-Sieg seiner "Kleeblätter" kaum fassen.

Frage: Glückwunsch zum Überraschungssieg auf Schalke. Haben Sie immer noch Gänsehaut?

Gerald Asamoah: Es ist schon geil. Keiner hat damit gerechnet, dass wir hier etwas mitnehmen. Sogar für uns Spieler war es schwer daran zu glauben. Das Spiel zuvor gegen Mainz war unser Tiefpunkt. Wir haben uns einfach gesagt, dass es schlimmer eigentlich nicht werden kann.

Frage: Mit welcher Einstellung ist Ihre Mannschaft dann ins Spiel gegangen?

Asamoah: Wir haben uns gesagt: wir spielen auf Schalke, lasst uns das genießen. Man hat gesehen, wenn man etwas genießt, dann springt auch etwas dabei heraus. Ich habe vorher gesagt, dass wir bald mal einen dreckigen Sieg brauchen, der uns wieder Aufschwung gibt. Jetzt war es endlich soweit.

Frage: Beide Teams haben am Ende auf Sieg gespielt.

Asamoah: Wir wären auch mit einem Punkt zufrieden gewesen. Am Ende hatten wir natürlich auch Glück beim Pfostenschuss von Schalke. Trotzdem haben wir weiter nach vorne gespielt und nehmen drei Punkte mit. Das ist der Hammer.

Frage: Sie sind an Ihrer alten Wirkungsstätte unter Standing Ovations des Schalker Publikums ausgewechselt worden. War dies noch einmal ein Highlight in Ihrer langen Karriere?

Asamoah: Ich habe ja schon viel erlebt, aber das war wirklich einmalig. Das hätte ich nie gedacht. Als ich das letzte Mal mit St. Pauli hier war, war ich leider gesperrt. Dann kommt man hierhin, hat Monate lang kein Spiel gewonnen, holt drei Punkte auf Schalke und wird trotzdem von den Schalker Fans gefeiert. Daran sieht man, dass sie mich nicht vergessen haben und meine Arbeit von damals immer noch honorieren.

Frage: Wie war es vor dem Spiel für Sie?

Asamoah: Ich war schon nervös, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Dann wurde ich auch noch von Beginn an aufgestellt. Ich wurde so nett empfangen und wusste gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Dann habe ich mich nur auf mich konzentriert und wollte einfach ein gutes Spiel machen, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein.

Frage: Gibt ein Sieg gegen Schalke noch mehr Selbstvertrauen, als gegen vermeintlich kleinere Gegner?

Asamoah: Jeder Sieg gibt Selbstvertrauen. Bei einem Champions-League-Teilnehmer zu gewinnen, gibt aber bestimmt noch einen extra Schub. Wir haben gemerkt, dass wir noch etwas bewegen können. Jetzt müssen wir zuhause gegen Wolfsburg nachlegen.

Frage: Wie wichtig ist der Sieg für Trainer Mike Büskens?

Asamoah: Für mich war eine Trainerdiskussion ohnehin überflüssig, weil ich weiß, was der Trainer für den Verein tut. Deshalb freue ich mich besonders für ihn, dass wir ausgerechnet auf Schalke wieder gewonnen haben.

Frage: Was ist nun möglich?

Asamoah: Vieles. Wir wissen nun, dass wir wieder gewinnen können. Nun müssen wir vor allem auch in den Heimspielen punkten, dann ist noch einiges möglich.

Frage: Sie selbst sind noch ohne Tor in der Saison. Wann ändert sich das?

Asamoah: Wenn ich kein Tor schieße und wir nicht absteigen, würde ich das sofort unterschreiben (lacht). Natürlich wird ein Stürmer an Toren gemessen, aber ich war ja nie ein echter Torjäger. Deshalb mache ich mir darüber keine Gedanken.

Frage: Sie kennen das Umfeld. Was wird nun auf Schalke passieren?

Asamoah: Ich kann mir vorstellen, was nun auf Schalke los ist. Bei den hohen Erwartungen darf man eigentlich nicht gegen den Tabellenletzten verlieren. Das dürfte noch mehr Unruhe geben. Wichtig wird es sein, dass alle zusammenhalten, dann kommt die Mannschaft da auch wieder raus.

Frage: War es Ihr letztes Spiel auf Schalke?

Asamoah: Wenn wir drin bleiben, glaube ich schon, dass ich nochmal zurückkomme.

Aus Gelsenkirchen berichtet Markus Hoffmann

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