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19. Spieltag

27.01.2013 | 15:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 3 : 2
    1 : 1
  • SV Werder Bremen

Bundesliga

27.01.2013 - 17:28 Uhr


HSV ringt Werder in Überzahl nieder

Das Spiel im Video

Vereins-Ikonen beim Nordderby unter sich: Werders Coach Thomas Schaaf (l.) begrüßt HSV-Legende Uwe Seeler

Werder erwischt den besseren Start. Assani Lukimya (l.) köpft per Hinterkopf das 1:0 für Werder

Für den Kongolesen (v.) ist es das erste Bundesliga-Tor mit dem ersten Torschuss überhaupt

Einzelleistung: Heung Min Son lässt sich nicht zwei Mal bitten und erzielt nach einem tollen Dribbling aus spitzem Winkel den Ausgleich für den HSV

Nachdem Rudnevs und Aogo die Weichen für Hamburg stellen, müht sich Bremen um Mehmet Ekici (Foto) und kommt noch auf 3:2 durch Sokratis heran. Dabei bleibt es aber

Hamburg - Der Hamburger SV hat seinen Dauerrivalen Werder Bremen in einem Fußball-Krimi niedergekämpft und die Krise an der Weser verschärft. Der Dino setzte sich im 98. Nordderby mit 3:2 (1:1) durch und beendete damit Werders Serie von drei Siegen in Folge gegen den ungeliebten Nachbarn. Während den HSV nach dem 19. Spieltag nur ein Zähler von Schalke 04 und damit von einem Europapokal-Platz trennt, steckt Werder im unteren Mittelfeld fest. Die Grün-Weißen bleiben Tabellenzwölfter - und die gesteckten Ziele rücken in immer weitere Ferne.
Zunächst brachte Assani Lukimya (9.) die Gäste vor 54.758 Zuschauern in Hamburg in Führung, bevor Südkoreaner Heung-Min Son (23.) mit einem Traumtor zum Ausgleich traf. Direkt nach dem Wiederanpfiff markierte Dennis Aogo (46.) die erneute HSV-Führung und in der 53. Minute erzielte Artjoms Rudnevs seinen achten Saisontreffer zum 3:1. Doch Sokratis (54.) verkürzte im Gegenzug. In der Schlussphase sahen die Bremer Clemens Fritz (80.) wegen Foulspiels und Marko Arnautovic (90.+1) wegen unsportlichen Verhaltens jeweils eine Gelb-Rote Karte.

"Sieg wichtig für die Region"



"Das war ein echtes Derby. Da haben zwei Mannschaften gespielt, die sich beweisen wollten. Wir sind nicht gut aus der Halbzeit gekommen, haben uns jedoch wieder gefangen, aber unsere Möglichkeiten nicht nutzen können. Ingsgesamt haben wir ein gutes Spiel gemacht", meinte Werder-Coach Thomas Schaaf.

Sein Hamburger Kollege Thorsten Fink resümierte: "Ich weiß wie wichtig dieser Sieg für die Region ist. Wir haben gelernt mit Rückschlägen umzugehen und haben uns nach dem 0:1 wieder ins Spiel zurückgekämpft."

Son knackt das Werder-Bollwerk



Zweikampfstark, dominant und mit viel Zug zum Tor: Der HSV machte von Beginn an klar, dass er die bittere Serie gegen den ungeliebten Nachbarn unbedingt beenden wollte. Rafael van der Vaart deutete schon nach einer Minute an, dass sich die Hausherren viel vorgenommen hatten. Der HSV-Regisseur brachte Stürmer Artjoms Rudnevs in Schussposition, doch der Lette schoss knapp über das Tor. Acht Minuten später bekamen die Hausherren jedoch die kalte Dusche. Lukimya ließ Nationaltorhüter Adler keine Abwehrmöglichkeit mit seinem artistischen Kopfball.

Werder war nach dem 0:5 beim Rückrundenstart gegen Dortmund, der zweithöchsten Heimniederlage der Vereinsgeschichte, ohne großes Selbstvertrauen nach Hamburg gereist. Nach der Führung brannte die Elf von Schaaf zwar auch kein fußballerisches Feuerwerk ab, präsentierte sich aber defensiv als stabil. Erst Son knackte das Bollwerk der Bremen mit seiner herausragenden Einzelaktion.

Werder am Ende nur noch zu Neunt



Nach dem Ausgleich waren die Hausherren, die zuletzt drei Heimspiele in Folge gewonnen hatten, klar tonangebend, ohne sich dabei jedoch eine Vielzahl an Chancen herauszuspielen. Werder stand weiter tief und setzte auf Konter.

Nach der Pause entwickelte sich ein echter Krimi. Beinahe jeder Schuss war ein Treffer. Der HSV zog erst mit dem frisch getankten Selbstvertrauen davon, doch dann patzte plötzlich Adler, der bei den Hamburgern eine überragende Saison spielt. Beide Mannschaften kämpften nun um jeden Meter und gaben keinen Zweikampf verloren.

In der 62. Minute hatte de Bruyne die große Chance zum Ausgleich, nachdem ihn der gerade eingewechselte Marko Arnautovic mustergültig bedient hatte. Doch der Kopfball des Belgiers war ebenso harmlos wie der Abschluss von Mehmet Ekici kurze Zeit später.

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