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19. Spieltag

26.01.2013 | 15:30 Uhr

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  • FC Augsburg
  • 0 : 0
    0 : 0
  • FC Schalke 04

29.01.2013 - 17:18 Uhr


Die Hoffnung lebt wieder

Augsburg war Schalke nicht nur in dieser Szene (Dong-Won Ji, l., gegen Klaas-Jan Huntelaar) über. Der FCA hätte den Sieg verdient gehabt

Dass Augbsurg wieder an die Rettung glaubt, liegt auch an den Neuzugängen. Andre Hahn (2.v.l.) überzeugt ebenso wie...

...Keeper Alex Manninger (r., gegen Benedikt Höwedes). Der Routinier hat seine Chance genutzt

Augsburg - Als nach der desaströsen Hinrunde die Verantwortlichen versicherten, man habe sich noch längst nicht in das Schicksal Abstieg gefügt, fragte sich Fußball-Augsburg verwundert: Worauf beruht diese Zuversicht? Ist es Zweckoptimismus, sind es Durchhalteparolen? Die Mannschaft hatte in 17 Partien gerade mal neun Punkte gesammelt und zwölf Tore erzielt. Sie lag ganze zehn Zähler hinter dem definitiv rettenden Platz 15. Dem Team dennoch ein Happy-End zuzutrauen, deutete auf ein geradezu krasses Verkennen der Fakten hin. Oder auf die Vereinsbrille.
Und jetzt? Zwei Partien in der zweiten Halbserie reichten dem Team um Ersatzkapitän Daniel Baier, die Hoffnungen der Anhänger zu reanimieren. Wäre jetzt Saisonschluss, böte sich dem FCA immerhin die Chance, via Zusatzschicht den Verbleib in der Bundesliga zu sichern.

Dank des 0:0 daheim gegen Schalke 04 und des 3:2 in Düsseldorf in der Vorwoche wurde 1899 Hoffenheim vom Relegationsrang 16 verdrängt. Kaum einer im Kreis der Sympathisanten hätte das in dieser kurzen Zeit für möglich gehalten.

Weinzierl zieht die Zügel an



Was ist passiert in Augsburg? Die reichlich verunsichert wirkenden Profis kommen jetzt ebenso selbstbewusst wie erfolgreich daher. Sicher nicht unwichtig: Chefcoach Markus Weinzierl hat die Zügel angezogen. Waren disziplinarische Verstöße zunächst mit Geldstrafen geahndet worden, werden nun die Übeltäter vom Mannschaftstraining suspendiert. Erstes Opfer: Mohamed "Mo" Amsif. Weil er sich verspätet zum Laktattest eingefunden hatte, musste der Torhüter Runden drehen.

Zunächst die Nummer eins als Vertreter des verletzten Simon Jentzsch, muss der 23-Jährige nun die Bank drücken. Zum Verhängnis wurde Amsif allerdings nicht sein lässiger Umgang mit der zeitlichen Vorgabe, sondern seinerseits eine Blessur. Eine Verhärtung der Gesäßmuskulatur hinderte ihn daran, im Pokal gegen den FC Bayern seinen Job auszuüben. Deshalb erhielt der erst im vergangenen November verpflichtete Alexander Manninger eine Chance. Und der 35-jährige Routinier nutze diese - trotz der 0:2-Niederlage. Auch gegen Düsseldorf und Schalke erwies sich der ehemalige österreichische Nationalkeeper als starker Rückhalt.

Manninger, Philp, Ji, Hahn: starke Neuzugänge



Wie Manninger feierte auch Ronny Philp im Cup-Duell mit den Münchnern sein Debüt im FCA-Trikot - und konnte ebenfalls auf Anhieb überzeugen. Was nicht unbedingt zu erwarten war. Schließlich hatte der vor Saisonbeginn mit einer Sprunggelenksverletzung aus Regensburg gekommene Rechtsverteidiger eine lange Pause hinter sich und bisher nur in Liga drei Erfahrung gesammelt. In den ersten beiden Rückrundenspielen bestätigte der offensivfreudige Abwehrmann, dass er eine Bereicherung ist.

Gleiches gilt für Winterzugang Dong-Won Ji. Der Stürmer kam auf Leihbasis vom englischen Premier-League-Club AFC Sunderland und harmoniert bestens mit seinem koreanischen Landsmann Ja-Cheol Koo und verleiht dem Angriffsspiel sichtlich mehr Qualität. Das erhofft man sich auch von Andre Hahn. Der ebenfalls erst unlängst beim Drittligisten Offenbacher Kickers losgeeiste Linksaußen deutete bei seinen Kurzeinsätzen in Düsseldorf und gegen Schalke an, weshalb sein neuer Club bereit war, Ablöse für ihn zu bezahlen.

Wichtigste Verpflichtung nicht auf dem Rasen



Die wichtigste Verpflichtung aber ist wohl die, die nicht direkt in den Kampf um die zum Klassenerhalt erforderlichen Punkte eingreifen kann. Nachdem Manfred Paula und dessen Nachfolger Jürgen Rollmann jeweils nur ein kurzes Gastspiel auf dem Manager-Posten gegeben hatten, ist dem Verein in Stefan Reuter ein dicker Fisch in Netz gegangen. Mit seiner Fachkompetenz hat der Weltmeister von 1990 maßgeblich zum Stimmungsumschwung beigetragen.

Aus Augsburg berichtet Reinhart Kruse

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