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18. Spieltag

18.01.2013 | 20:30 Uhr

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  • FC Schalke 04
  • 5 : 4
    1 : 0
  • Hannover 96

Bundesliga

18.01.2013 - 22:28 Uhr


Schalke macht mit Torfestival ersten Schritt nach vorn

Das Spiel im Video

Nach sechs sieglosen Spielen macht der FC Schalke 04 mit einem furiosen 5:4 über Hannover 96 einen Schritt in Richtung internationale Ränge

Die "Königsblauen" um Ciprian Marica (l.) sind in der Anfangsphase klar spielbestimmend, die neuformierte Abwehr der "Roten" um Johan Djourou muss sich erst sammeln

Die Niedersachsen arbeiten sich aber nach und nach ins Spiel und gestalten die erste Hälfte ausgeglichen - bis Jefferson Farfan zuschlägt (44.)

Und direkt nach dem Seitenwechsel ist dann auch Julian Draxler (r.) zur richtigen Zeit am richtigen Ort - 2:0 (49.)!

Aber die Gäste stecken nicht auf und erzielen durch einen Doppelschlag von Sergio da Silva Pinto (55.) und Szabolcs Huszti (59.) den Ausgleich

Nun sind die "Knappen" wieder an der Reihe: Marco Höger (r.) erhöht auf 3:2, ehe...

...kurz darauf auch Marica trifft (67.) - Ron-Robert Zieler kann da nichts machen

Damit nicht genug: In der 88. Minute krönt Lewis Holtby seine Leistung mit dem 5:3 - aber Mame Diouf setzt dem Ganzen per Fallrückzieher zum 5:4 die Krone auf (90.+2)! Jens Keller feiert damit einen gelungenen Einstand bei S04

Gelsenkirchen - Mit einem Torfestival in einem verrückten Spiel hat Schalke 04 einen Schritt aus dem Mittelmaß gemacht und die angekündigte Aufholjagd eingeläutet. Beim Punktspieldebüt des neuen Trainers Jens Keller bezwangen die "Königsblauen" zum Rückrundenstart Hannover 96 mit 5:4 (1:0) und stoppten damit die Negativserie von sechs Spielen ohne Dreier.
Jefferson Farfan (44.), Julian Daxler (49.), Marco Höger (64.), Ciprian Marica (67.) und Lewis Holty (88.) bescherten Keller, der kurz vor Weihnachten Huub Stevens als Chefcoach abgelöst hatte, das erste Erfolgserlebnis. Zwischenzeitlich hatten der Ex-Schalker Sergio da Silva Pinto (55.) und Szabolcs Huszti (59.) für den 2:2-Ausgleich der Niedersachsen gesorgt. Huszti verkürzte im torreichsten Spiel der Saison noch einmal per Volleyschuss (68.), Mame Diouf (90.+2) setzte per Fallrückzieher den Schlusspunkt.

Holtby ragt heraus



"Für die Zuschauer war es heute ein Spektakel, es hat richtig Spaß gemacht", sagte Keller: "Für mich als Trainer war es aber nicht so angenehm. Nach dem 2:0 habe ich gedacht, das Ding ist durch." Der überragende Holty sagte: "Das steht irgendwann mal in den Geschichtsbüchern." Hannovers Jan Schlaudraff ärgerte sich: "Wir kriegen die Tore zu einfach."

Neun Tore in einem Spiel hatte es zuletzt im Mai 2011 bei St. Pauli - Bayern München (1:8) gegeben. Alleine acht Tore nach der Pause hat die Bundesliga dagegen schon seit über 30 Jahren nicht mehr erlebt - zuletzt im November 1982 bei Dortmunds 11:1 gegen Bielefeld.

Mit dem ersten Bundesliga-Sieg seit 69 Tagen (2:1 gegen Werder Bremen am 10. November 2012) verbesserten sich die stark ersatzgeschwächten Schalker vorerst auf den 5. Platz und unterstrichen ihre Ansprüche auf einen Europapokalplatz. Von einer neuen Taktik, die Keller angekündigt hatte, war aber wenig zu sehen. Abwehrschwächen auf beiden Seiten begünstigten die sechs Treffer in der zweiten Hälfte.

Schalkes Neuzugang Raffael, zunächst bis zum Saisonende vom ukrainischen Vizemeister Dynamo Kiev ausgeliehen, wurde in der 90. Minute eingewechselt. Der Ex-Berliner hatte erst ein Mal mit der Mannschaft trainiert. Holtby, der am Saisonende zum englischen Premier-League-Club Tottenham Hotspur wechselt, leistete zum 2:0 und 3:2 die Vorarbeit, ehe er schließlich auch noch selbst traf.

Schalke beginnt furios



In den ersten Minuten attackierten die Gastgeber vor 60.811 Zuschauern früh und setzten Hannover unter Druck. In dieser Phase sprangen fast im Minutentakt die ersten Torchancen heraus: Einen Kopfball von Marco Höger lenkte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler über die Latte (3.), ein weiterer Kopfball von Julian Draxler strich über das Tor (4.), und Ciprian Marica schloss eine sehenswerte Kombination über Draxler und Holtby mit einem Schuss über das Ziel ab (6.).

Nach dem fulminanten Start erlahmte der Schalker Angriffsschwung, die Niedersachsen beruhigten die Partie. Gefährlich vor das Tor kamen beide Mannschaften fortan nur selten. Bis Farfan kurz vor der Pause nach einem langen Einwurf von Christian Fuchs, den Hannovers Abwehrchef Mario Eggimann per Kopf verlängerte, die Führung erzielte.

"Knappen" ersatzgeschwächt



Gleich nach dem Seitenwechsel kam der Ball etwas glücklich zu Holtby, der klug Draxler einsetzte. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Innerhalb von vier Minuten gaben die Schalker ihre Führung aus der Hand. Anders als zum Ende der Hinrunde meldeten sie sich danach aber zurück.

Keller musste nicht nur die verletzten Ibrahim Afellay und Kyriakos Papadopoulos, sondern auch die gesperrten Klaas-Jan Huntelaar und Jermaine Jones ersetzen. Der Ex-Schalker Mirko Slomka stellte seine Arsenal-Leihgabe Johan Djourou gleich in die Abwehrzentrale. Der Brasilianer Franca gehörte noch nicht zum Kader.

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