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17. Spieltag

16.12.2012 | 17:30 Uhr

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  • SV Werder Bremen
  • 1 : 1
    0 : 0
  • 1. FC Nürnberg

19.12.2012 - 09:41 Uhr


"Wir sind kein hoffnungsloser Fall"

Trotz fehlender Konstanz in den Leistungen sieht Sebastian Prödl (l.) bei Werder Bremen eine sehr gute Entwicklung

Der Österreicher trägt seit viereinhalb Jahren das Werder-Trikot

Im Sommer 2008 wechselte Prödl (l.) von Sturm Graz an die Weser

Bremen - Richtig viel bekam Sebastian Prödl am Sonntagabend im letzten Bundesliga-Spiel der Hinrunde nicht zu tun. Der 1. FC Nürnberg tauchte in Bremen nur selten vor dem Werder-Tor auf, so dass der österreichische Innenverteidiger eigentlich einen ruhigen Abend verlebte.
Am Ende hieß es aber dennoch "nur" 1:1. Prödl sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit Selbstkritik. "Es geht ja nicht nur um die Offensive. In der Abwehr wollen wir ebenfalls über 90 Minuten gut stehen. Wenn wir dann ein Gegentor mit einer Chance bekommen, ist das schon ein Tor zuviel", sagte der 25-Jährige im Interview mit bundesliga.de. Prödl sprach auch über die schwankenden Leistungen der Bremer, die Lehren der Hinrunde und die Ziele für die Rückrunde.

bundesliga.de: Herr Prödl, Werder hat mal wieder viel investiert, am Ende reichte es nur zu einem Remis. Da war mehr drin, oder?

Sebastian Prödl: Da gibt es keine zwei Meinungen. Wir sind das Spiel von Beginn an sehr konzentriert angefangen, haben Nürnberg sofort unter Druck gesetzt und haben nichts zugelassen. Dabei sind wir nicht jedes Risiko eingegangen. Wir müssen uns einfach mal belohnen und den Sack frühzeitig zumachen, damit wir so eine Partie auch mal routiniert nach Hause bringen. Aber das gelingt uns derzeit einfach nicht.

bundesliga.de: Fehlt der talentierten Offensive die Erfahrung oder ist das ab und an einfach nur Pech vorm Tor?

Prödl: Das Pech kommt natürlich immer dazu, wenn man mehrere Chancen nicht nutzt. Aber es geht ja nicht nur um die Offensive. In der Abwehr wollen wir ebenfalls über 90 Minuten gut stehen. Wenn wir dann ein Gegentor mit einer Chance bekommen, ist das schon ein Tor zuviel.

bundesliga.de: So wie gegen Nürnberg.

Prödl: Ja, das ist schade. Denn in der Bundesliga kann es schnell gehen. Wie beim Tor der Nürnberger. Das trifft einen dann wie der Schlag. Und dieser Verlauf spiegelt unsere Leistungen im gesamten Herbst wider. Wir waren einfach nicht konsequent genug, um unser Spiel über die vollen 90 Minuten durchzuziehen. Andererseits macht mir das auch große Hoffnungen, dass wir früher oder später mehr Punkte einfahren, wenn wir das abstellen.

bundesliga.de: So derbe Niederlagen wie beim 1:4 in Frankfurt und auch 1:4 gegen Leverkusen sind da kein Rückschlag?

Prödl: Wir waren bei diesen Niederlagen ja nicht die schlechtere Mannschaft. Wir sind nach den Rückständen immer wieder angerannt, nur haben wir halt die Tore nicht gemacht. Wir gehen jetzt in die Winterpause und versuchen, ein wenig abzuschalten. Dann halten wir uns die Fehler aus dem Herbst vor Augen und werden daran arbeiten.

bundesliga.de: Was muss in der Rückrunde besser werden?

Prödl: In allen Mannschaftsteilen fehlt nicht mehr viel, vielleicht nur ein Bruchteil, um mehr Punkte einzufahren. Dazu spielen wir in meinen Augen auch einen wesentlich attraktiveren Fußball als in der vergangenen Saison. Aber wir sind ja auch kein hoffnungsloser Fall. Wir gehen unseren Weg weiter und haben eine sehr gute Entwicklung genommen. Wenn wir diese konsequent verfeinern, bin ich überzeugt, dass wir in der Rückrunde mehr Punkte holen.

Das Gespräch führte Michael Reis

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