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Spieltag & Spielplan

16. Spieltag

07.12.2012 | 20:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 2 : 0
    1 : 0
  • TSG 1899 Hoffenheim

12.12.2012 - 10:31 Uhr


Reisemeister HSV

Der HSV zu Gast in Brasilien: Die Hamburger traten zur Stadioneinweihung von Gremio Porto Alegre an

Das Spiel war die Neuauflage des Weltpokalfinals von 1983. Artjoms Rudnevs (l.) spielte von Beginn an

Ansonsten bot HSV-Coach Thorsten Fink viele Reservisten auf

Rudnevs (2.v.r.) hatte Hamburg am Freitag noch zu drei Punkten gegen Hoffenheim geschossen

Hamburg - Es ist keine fünf Monate her, da spielte der Hamburger SV bei einem Einladungsturnier im fernen Südkorea. Und das mitten in der Saisonvorbereitung. Im Fanlager waren die Meinungen zu diesem Trip ob der möglichen Reisestrapazen gespalten. Nun setzten die "Rothosen" noch einen drauf: Nur eine Stunde nach dem Abpfiff der Partie gegen Hoffenheim am Freitag machte sich der HSV-Tross auf nach Brasilien und kehrte schon am Dienstagmorgen wieder zurück.
Gremio Porto Alegre wollte zur Stadioneinweihung das Weltpokalfinale von 1983 nachspielen. Das Ergebnis, ein erneutes 2:1 für die Brasilianer, war bei diesem großen Showspektakel fast nur Nebensache. Für die Verantwortlichen der Hanseaten ging es auch darum, "die Marke Bundesliga gut zu verkaufen", sagte Marketing-Vorstand Joachim Hilke.

"Anderes Klima, langer Flug, schwere Beine"



Dennoch: Wenige Tage vor dem Jahresabschluss bei Bayer Leverkusen machen sich die Anhänger sorgen, ob die Reise der Fitness ihrer Idole zuträglich war. Trainer Thorsten Fink zog in der "Hamburger Morgenpost" sein Fazit.

"Ich bin zufrieden, die Einstellung der Mannschaft war trotz der Niederlage absolut top. Wir hatten ein anderes Klima, den langen Flug, schwere Beine - unter diesen Umständen war das wirklich sehr gut", meinte Fink.

Der 45-Jährige konnte und wollte der Belastung also nicht widersprechen, sah aber einen anderen positiven Aspekt in der Brasilien-Reise: "Die Spieler haben sich wieder ein Stück besser kennengelernt."

Champions League in Sichtweite



Überhaupt stellte er eine tolle Entwicklung der Mannschaft fest. "Als ich vor 14 Monaten begann, dachte der eine oder andere, er wäre schon wer. Jetzt haben alle begriffen, dass der HSV ein Team ist", erklärte Fink.

Die Zahlen belegen das deutlich. Nach dem Stotterstart liegt der HSV auf Rang 7 nur drei Punkte hinter einen Champions-League-Platz. Das europäische Geschäft ist nach dem 2:0 über 1899 Hoffenheim greifbar. Fink drückt aber ein wenig auf die Euphoriebremse.

"Es ist so: Wir haben die Chance, es zu erreichen! Aber wir wollen es nicht als Ziel ausgeben. Warum auch? Unser Ziel war ein gesicherter Mittelfeldplatz. Das sollten wir beibehalten", meinte er.

Prüfstein Bayer



Am Samstag in Leverkusen stehen die Hamburger erneut auf dem Prüfstand. Man darf gespannt sein, ob die kurze Zeit der Erholung bis dahin reicht, um die müden Hamburger Beine wieder frisch zu bekommen.

Marketing-Vorstand Hilke nimmt dem Brasilien-Trip als mögliche Ausrede für einen schwachen Auftritt auf jeden Fall schon einmal den Wind aus den Segeln. "Andere Clubs reisen fast wöchentlich durch Europa." So auch Leverkusen...

Aus Hamburg berichtet Michael Reis

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