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15. Spieltag

30.11.2012 | 20:30 Uhr

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  • Fortuna Düsseldorf
  • 4 : 0
    2 : 0
  • Eintracht Frankfurt

02.12.2012 - 17:19 Uhr


Die Weichen sind gestellt

Sieben Punkte aus drei Spielen: Fortuna Düsseldorf hat eine perfekte Englische Woche hinter sich

Der Mann der Stunde: Stürmer Stefan Reisinger (l.) hat in den vergangenen drei Spielen immer getroffen

Die Rheinländer haben sich im Abstiegskampf Luft verschafft. "Wir müssen weiter über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen. Da sind wir auf einem guten Weg", sagte Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen (r.)

Düsseldorf - Viel besser hätte diese Englische Woche für Fortuna Düsseldorf nicht laufen können. Mit einem deutlichen 4:0-Heimerfolg gegen Eintracht Frankfurt konnte der Aufsteiger seine starken Vorstellungen aus den Spielen gegen den Hamburger SV (2:0) und bei Borussia Dortmund (1:1) bestätigen.
Mit bereits 18 Punkten aus 15 Spielen auf der Habenseite und einem kleinen Polster auf die Abstiegsränge geht die Fortuna optimistisch in die beiden letzten Punktspiele des Jahres 2012.

Kruses Ausfall weggesteckt



Es ist schon erstaunlich, zu welchen Leistungen die Düsseldorfer Notelf in der Lage ist und wie sie immer wieder neue Rückschläge wegsteckt. Konnte unter der Woche in Dortmund noch das Fehlen von drei Stammkräften der Viererkette kompensiert werden, so blieb die Elf von Trainer Norbert Meier auch gegen Eintracht Frankfurt unbeeindruckt vom kurzfristigen Ausfall von Robbie Kruse.

Der australische Shootingstar, der an den letzten fünf Fortuna-Toren direkt beteiligt war, fiel wegen muskulärer Probleme aus. Auch diese vermeintliche Schwächung nahmen die Rheinländer hin. "Nach dem vielen Hickhack mit den vielen Verletzten darf uns nichts mehr schockieren", meinte Kapitän Andreas Lambertz mit einer Portion Galgenhumor. "Was wir in den Tagen alles überlegt haben, wie wir umstellen, wer wo spielen kann. Da macht uns dann diese Verletzung von Robbie auch nichts mehr."

Nando Rafael sprang ein und machte im Sturm als Torschütze einen genauso guten Job, wie ihn auch in der Defensive Leon Balogun als rechter Außenverteidiger und der etatmäßige Mittelfeldspieler Adam Bodzek in der Innenverteidigung an der Seite von Fernandez Juanan erledigten.

Ungeahnte Stärken in der Offensive



Vor allem Balogun zeigte nicht nur wegen zweier Assists, dass er absolut kein Notnagel ist und sich der eigentlich gesetzte Tobias Levels künftig strecken muss, um sich seine Position wieder zurückzuerkämpfen. Wie schon in Dortmund ließ die Abwehr wenig zu. Schon zum siebten Mal in dieser Saison blieb die Fortuna ohne Gegentor, der zweitbeste Wert in der Bundesliga nach den zehn "weißen Westen" der Bayern.

Das Bollwerk der Düsseldorfer steht wieder fast so gut wie in den ersten Wochen der Saison. Und im Angriff offenbart die Fortuna auf einmal ungeahnte Stärken. Stefan Reisinger gelang in den letzten drei Spielen stets "sein" Tor, diesmal nach einem beherzten Alleingang ähnlich spektakulär wie vor Wochenfrist gegen den HSV.

"Eine solche Serie hat Stefan Reisinger zuletzt vor vielen Jahren in der Bayernliga hingelegt", lachte Fortunas Sportchef Wolf Werner nach dem Spiel. Der 31-jährige Routinier selbst gab sich selbstbewusst. "Wer es nicht versucht, kann keine Tore schießen", meinte der aus Freiburg gekommene Stürmer.

"Dürfen uns nicht blenden lassen"



"Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition und jetzt auch das nötige Selbstvertrauen", hat Reisinger erkannt. "Wir lassen den Ball besser zirkulieren. Aber wir dürfen uns nicht ausruhen und dürfen uns nicht von dem Ergebnis blenden lassen."

Daran tun sie gut, denn trotz der jüngsten Erfolge gibt es für die "Rot-Weißen" keinen Grund abzuheben. Im Tabellenkeller liegen die Teams noch dicht beieinander. Es kann auch schnell wieder in die andere Richtung gehen. Doch es gibt auch keinerlei Anzeichen dafür, dass die guten Resultate der Mannschaft zu Kopf steigen könnten.

Guter Geist in der Truppe



"Wir müssen weiter über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen. Da sind wir auf einem guten Weg", sagt Axel Bellinghausen. "Das muss unser Faustpfand sein. Uns war auch von vorneherein klar, dass es schwer wird und dass wir nicht durch die Bundesliga reisen und den Etablierten zeigen, wie Fußball gespielt wird. Für uns war wichtig, dass wir Gas geben, dass einer für den anderen da ist. Wir haben einen guten Geist in der Truppe. Jeder hat Bock darauf, Teil dieser Mannschaft zu sein."

Im Dezember stehen noch drei Aufgaben an. In der Bundesliga reist Fortuna am kommenden Samstag zum 1. FC Nürnberg, danach gastiert Hannover 96 in der Esprit Arena. Und kurz vor Weihnachten steht auch die reizvolle Partie im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Kickers Offenbach auf dem Programm. Es könnte ein richtig guter Monat für Düsseldorf werden. Die Weichen sind gestellt.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski

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