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12. Spieltag

17.11.2012 | 18:30 Uhr

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  • Bayer 04 Leverkusen
  • 2 : 0
    1 : 0
  • FC Schalke 04

19.11.2012 - 14:59 Uhr


Ein gebrauchter Tag für Schalke

Für den FC Schalke 04 gab es bei der 0:2-Niederlage im Topspiel am Samstag bei Bayer Leverkusen nichts zu holen

Negativer Höhepunkt für die "Knappen" war die Gelb-Rote Karte gegen Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos (l.)

Bis Mittwoch muss sich S04 wieder aufgerappelt haben, damit die Stevens-Elf in der Champions League ihre gute Ausgangsposition zur Qualifikation für das Achtelfinale nutzt

Leverkusen - Der FC Schalke 04 hat die große Chance verpasst, zwei Punkte auf Spitzenreiter Bayern München gutzumachen. Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung verloren die "Knappen" mit 0:2 in Leverkusen und waren mit diesem Ergebnis letztlich noch gut bedient. Gelingt S04 nicht eine deutliche Leistungssteigerung, wird die Mannschaft am kommenden Mittwoch in der Champions League gegen Olympiakos Piräus erhebliche Probleme bekommen.
Bayern München hatte durch das 1:1 in Nürnberg die Steilvorlage geliefert, doch Schalke war nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Im Gegenteil. Nach der Niederlage in der BayArena ist das Verfolgerfeld weiter zusammengerückt. Die Gelsenkirchener tun gut daran, ihren Fokus ganz auf die Teams zu richten, die noch hinter ihnen platziert sind.

Probleme gegen direkte Konkurrenten



Satte acht Punkte beträgt nun der Rückstand Schalkes auf den Tabellenführer, nur noch zwei Zähler trennt die Elf von Huub Stevens dagegen von Bayer Leverkusen, das auf Platz 5 rangiert. Wie schon in der Vorsaison patzen die "Königsblauen" bevorzugt in den Duellen mit der unmittelbaren Konkurrenz. In diesem Jahr gingen zwei der drei direkten Vergleichen klar verloren. Gegen die Bayern und die Rheinländer gab's nichts zu holen, das Derby in Dortmund wurde aber immerhin gewonnen.

"Uns hat die geistige Frische gefehlt", ärgerte sich Schalkes Sportdirektor Horst Heldt. "So kommt ein solches Ergebnis zustande. Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten verloren, das ist ärgerlich. Was über uns in der Tabelle passiert, ist nicht so wichtig." Die Schalker, so scheint es, schätzen die Lage durchaus realistisch ein. Wie ein Titelkandidat präsentierten sie sich in Leverkusen nicht. Vor allem im Aufbauspiel hagelte es teilweise haarsträubende Abspielfehler.

"Nicht alles schwarz malen"



Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes redete Klartext. "Es war ein desolates Spiel von uns. Aber trotz des schlechten Spiels in Leverkusen haben wir bislang eine gute Saison gespielt. Fakt ist, dass wir nach wie vor Zweiter sind. Deshalb muss man jetzt nicht alles schwarz malen", befand der 24-Jährige. Vom "schlechtesten Saisonspiel" sprach Teamkollege Klaas-Jan Huntelaar.

Relativ gelassen ging Schalke-Trainer Huub Stevens mit der Niederlage seiner Mannschaft um. Der Niederländer war sogar zu Scherzen aufgelegt. "Ich hätte heute neun Spieler auswechseln können. Kyriakos Papadopoulos wäre nicht dabei gewesen. Er hat sich dann selbst vom Feld genommen", kommentierte Stevens die Leistung seiner Truppe und den Platzverweis seines kantigen Innenverteidigers.

Konzentration auf Piräus



Es war ein gebrauchter Tag für Schalke, den es nun schnell abzuhaken gilt. Denn am Mittwoch geht es in der Champions League bereits um alles. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) hätte Schalke sich bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Bei einer Niederlage droht dagegen der "Abstieg" in die Europa League.

"Gegen Piräus müssen wir viel besser agieren als in Leverkusen, sonst haben wir keine Chance", weiß Huub Stevens. Die Vorbereitung wird ihm dabei einfacher fallen als vor dem Spiel in Leverkusen, als ihm 14 Spieler fehlten, die auf Länderspielreisen waren.

Diesmal kann der Coach seine komplette Truppe einige Tage auf die schwere Aufgabe gegen die Griechen einstellen. Danach steht dann in der Bundesliga am kommenden Samstag das nächste Topspiel gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt an. Zum Verschnaufen bleibt einfach keine Zeit.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski

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