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Spieltag & Spielplan

8. Spieltag

20.10.2012 | 18:30 Uhr

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  • SV Werder Bremen
  • 4 : 0
    2 : 0
  • Borussia M'gladbach

21.10.2012 - 18:55 Uhr


Hurra, sie treffen noch

Der fleißige Stürmer Nils Petersen (M.) erzielt gegen Gladbach seinen zweiten Saisontreffer

Marko Arnautovic (r.) trifft ebenfalls und bereitet das Tor von Niclas Füllkrug mustergültig vor

Den Schlusspunkt setzt Zlatko Junuzovic, der auch die Defensivarbeit seiner Mannschaft lobt

Das deutliche 4:0 gegen die "Fohlen" ist Bremens höchster Sieg seit zweieinhalb Jahren - am 10. April 2010 gab es zuhause gegen Freiburg ebenfalls ein 4:0

Bremen - Bis zum 8. Spieltag sah die Torschützenstatistik bei Werder Bremen für die Offensivabteilung recht trist aus. Von den Stürmern hatten in den ersten sieben Partien lediglich Nils Petersen und Joseph Akpala je einmal getroffen. Die Mittelfeldspieler Kevin de Bruyne und Aaron Hunt führten die interne Rangliste mit je drei Toren an. Doch beim 4:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach zeigten die "grün-weißen" Angreifer endlich was in ihnen steckt - drei Treffer gingen auf ihr Konto.
Den Anfang machte Bayern-Leihgabe Petersen mit einem Kopfballtor nach einer Ecke von de Bruyne. Eigentlich soweit nicht ungewöhnlich, wäre unter der Woche nicht das Sondertraining mit Trainer Thomas Schaaf gewesen.

"Es ist schon kurios, dass ich gefühlte 300 Mal auf das Tor geschossen, aber heute mit dem Kopf getroffen habe", sagte Petersen, der durch die Extra-Schicht wieder "Sicherheit und ein gutes Gefühl" zurückbekommen hat.

Überglücklicher Arnautovic als Vorsänger



Richtig aus dem Häuschen war nach Spielschluss Marko Arnautovic. Der Österreicher, der in dieser Saison schon heftige Kritik einstecken musste, lieferte eines seiner besten Spiele im Trikot mit dem geschwungenen "W" auf der Brust und traf nach einem Zuckeranspiel von Hunt zum zwischenzeitlichen 2:0.

"Das war mein erstes Tor in dieser Saison, darauf habe ich sehr lange gewartet. Ich hoffe der Knoten ist jetzt geplatzt und es geht so weiter", meinte Arnautovic. Dem oft gescholtenen Stürmer wurde noch ein ganz besonderes Privileg zu teil. Er durfte auf dem Zaun vor der Ostkurve mit dem Megafon das "Andre-Wiedener-Lied" anstimmen, bei dem die Fans durch gemeinsames Hüpfen nach links und rechts die Siege ihrer Mannschaft feiern. "Das war das erste Mal, dass ich bei den Fans war. Aber da feiern alle mit. Schließlich haben wir als Mannschaft gewonnen", so Arnautovic.

Dass sich mit Niclas Füllkrug ein weiterer Stürmer - nach mustergültiger Vorarbeit von Arnautovic - in die Torschützenliste eintrug, rundete den guten Gesamteindruck der Bremer Offensive ab.

Lerneffekt aus dem Stuttgart-Spiel



Aber auch die Abwehr stand dieses Mal sicher und ließ nur wenige echte Torchancen der Borussia zu. Und das, obwohl das letzte Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zur Halbzeit noch in den Köpfen herumschwirrte. "Da haben wir auch 2:0 geführt und den Vorsprung verspielt. Wir haben das angesprochen, aber nur, um uns zu verdeutlichen, dass so etwas nicht noch einmal passieren darf", gab Petersen Inhalte der Halbzeitansprache in der Kabine preis.

Warum die Defensive gegen die "Fohlen" so gut funktionierte, erklärte Zlatko Junuzovic, Torschütze zum 4:0-Endstand: "Wir haben einiges besprochen, haben Videoanalysen gemacht und an unserer Rückwärtsbewegung gearbeitet." Thomas Schaaf pflichtete seinen Spielern bei. "Im Gegensatz zum Stuttgart-Spiel haben wir nicht versucht, nach der Pause plötzlich andere Dinge auszuprobieren. Das Team war von der ersten bis zur letzten Minute im Spiel und hat sich mit vier richtig schönen Treffern belohnt", lobte er.

Allofs hat "keine Angst vor einem Rückfall" - Hunt ist hungrig



Die Bremer haben sich also von den Nackenschlägen der vergangenen Wochen, mit dem Tiefpunkt beim 1:3 in Augsburg, erholt. Doch wie viel sind die drei Punkte gegen Gladbach wert, wenn am kommenden Spieltag in Fürth nicht nachgelegt wird?

Sportchef Klaus Allofs sieht dem Auftritt seiner Mannschaft im Süden gelassen entgegen: "Angst vor einem Rückfall habe ich nicht. Ich sehe es so: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir das in Fürth besser lösen als in Augsburg, hat sich erhöht."

Aaron Hunt, der den verletzten Clemens Fritz als Kapitän vertrat, gab die Marschroute deutlicher vor. "Wenn wir uns in der Tabelle oben festsetzen wollen, dann müssen wir in Fürth gewinnen", meinte Hunt. Sollten sich die Stürmer erneut so treffsicher zeigen, ist ein Sieg auf jeden Fall drin.

Aus Bremen berichtet Michael Reis

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