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8. Spieltag

20.10.2012 | 18:30 Uhr

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  • SV Werder Bremen
  • 4 : 0
    2 : 0
  • Borussia M'gladbach

22.10.2012 - 13:19 Uhr


"Die Situation kann gefährlich werden"

In 157 Bundesligaspielen erzielte Filip Daems (M.) zehn Tore. Gegen Bremen konnte er sich kaum einmal offensiv zeigen

Viel Einsatz, kein Ertrag: Daems (l.) im Zweikampf gegen Bremens Flügelflitzer Eljero Elia

Bremen - Zwei Drittel der Gegentore der gesamten Vorsaison hat Borussia Mönchengladbach bereits kassiert - 16 Stück. Auch bei der 0:4-Klatsche in Bremen setzte es wieder vier Nackenschläge für die einst so sichere Gladbacher Defensive. Auch der "Mr. Zuverlässig" beim VfL, Kapitän Filip Daems, konnte diese nicht verhindern.
"Das Gesamtpaket stimmt bei uns derzeit noch nicht. Wenn wir in Rückstand geraten, wollen wir zu schnell das Tor machen, sind mit vielen Spielern vor dem Ball, vergessen dann aber die Verteidigung", analysiert der Belgier im bundesliga.de-Interview. Außerdem blickt er auf die nächsten Aufgaben in der Europa League und in Hannover voraus.

bundesliga.de: Herr Daems, nach dem Sieg gegen Frankfurt haben die Fans mit einer widererstarkten Borussia gerechnet. Warum ist das nicht eingetroffen?

Filip Daems: Wir haben auch gedacht, dass wir wieder zu unserem Spiel finden. Aber leider kassieren wir momentan einfach zu viele Gegentore. Wir waren in Bremen die ersten 30 Minuten zwar recht gut im Spiel, aber am Ende mussten wir ja fast froh sein, dass es nur beim 0:4 geblieben ist. Da sind wir auseinandergefallen.

bundesliga.de: In der vergangenen Saison hat Borussia Mönchengladbach insgesamt nur 24 Gegentreffer hinnehmen müssen, jetzt sind es nach acht Spieltagen schon 16. Wie kommt so etwas?

Daems: Das zeigt doch wieder einmal, dass die letzte Saison überhaupt nicht mehr zählt. Wir fangen wieder von vorne an. Das Gesamtpaket stimmt bei uns derzeit noch nicht. Wenn wir in Rückstand geraten, wollen wir zu schnell das Tor machen, sind mit vielen Spielern vor dem Ball, vergessen dann aber die Verteidigung.

bundesliga.de: Trainer Lucien Favre hat Euch gleich nach dem Schlusspfiff in die Kabine zitiert. Wurde es lauter?

Daems: Es ist doch völlig normal, dass ein Trainer der Mannschaft nach so einem schwachen Auftritt etwas zu sagen hat. Aber was dort gesagt wurde, bleibt in der Kabine.

bundesliga.de: Torwart Marc-Andre ter Stegen hat bemängelt, dass der letzte Schritt und Biss derzeit fehlt. Stimmen Sie ihm zu?

Daems: Das mag schon sein. Wenn wir in der Vorwärtsbewegung den Ball verlieren, bleiben wir zu häufig einfach nur stehen. Dann gerät man schnell in Unterzahl. Und das ist schwierig.

bundesliga.de: Kann dieser Leistungseinbruch nach einer so tollen Vorsaison immer mal passieren?

Daems: Dass man mal eine schlechte Phase erwischt, sicherlich. Aber dass man zwei Auswärtsspiele hintereinander mit 0:5 und 0:4 verliert, das nicht.

bundesliga.de: Schon am Donnerstag geht es in der Europa League weiter...

Daems: ... und das ist auch gut so. Wir haben da etwas gutzumachen.

bundesliga.de: Danach müssen Sie in der Bundesliga wieder auswärts ran. Bei den starken Hannoveranern. Auch nicht ganz einfach.

Daems: Wir müssen uns bewusst sein, dass die Situation in der Bundesliga für uns gefährlich werden kann. Deshalb müssen wir so schnell wie möglich unsere Fehler abstellen. Dann werden wir auch wieder Erfolg haben.

Das Gespräch führte Michael Reis

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