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8. Spieltag

20.10.2012 | 15:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 1 : 2
    0 : 1
  • FC Schalke 04

21.10.2012 - 13:03 Uhr


"Das Ding nehme ich auf meine Kappe"

Jürgen Klopp lässt seine Borussia zu Beginn des Derbys hinten mit einer Dreierkette agieren

Der BVB-Coach räumt im Interview selbstkritisch ein, dass seine Taktik nicht aufging

Mehr als der Anschlusstreffer von Robert Lewandowski (M.) springt für Dortmund in diesem 81. Revierderby in der Bundesliga nicht heraus

Klopp fordert eine deutliche Leistungssteigerung im nächsten Pflichtspiel - gegen Real Madrid am Mittwoch

Dortmund - Hinten mit einer Dreierkette? Die Aufstellung von Borussia Dortmund beim Anpfiff des Revierderbys sorgte für Verwunderung. Nach einer halben Stunde stellte Jürgen Klopp die Formation zwar um, das umkämpfte Duell gegen den FC Schalke 04 ging dennoch verloren. Im Interview räumt Klopp selbstkritisch ein, dass er sich mit seiner Taktik verzockt hat, analysiert den bitteren Dämpfer und fordert eine deutliche Steigerung am Mittwoch gegen Real Madrid in der Champions League.
Frage: Jürgen Klopp, was schmerzt mehr, die 1:2-Niederlage gegen den Erzrivalen Schalke 04 oder der Verlust von drei wichtigen Punkten von Borussia Dortmund?

Jürgen Klopp: Der Stachel sitzt natürlich tiefer als sonst, aber der Vorteil auch bei diesem Spiel ist: Wir haben auch nur drei Punkte verloren. Dass wir jetzt nur zwölf Punkte auf dem Konto haben, darüber sind wir nicht besonders glücklich. Aber wir lassen uns durch die Tabellensituation nicht zusätzlich Druck machen.

Frage: Ihre Mannschaft ist überhaupt nicht ins Spiel gekommen, hat zu keinem Zeitpunkt den Faden gefunden. Was ist schief gelaufen?

Klopp: Wir haben kein gutes Spiel gemacht, das muss man leider sagen. Wir haben viele Fehlpässe gespielt, hatten zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, es wirkte alles ein wenig wild. Durch die Umstellungen in der Mannschaft wollte ich ihr eigentlich Sicherheit geben.

Frage: Sie haben nach dem Ausfall von Blaszczykowski, Schmelzer, Götze und Gündogan ihr bewährtes System mit einer Vierer-Abwehrkette und einer Sturmspitze aufgeben, was ihrer Mannschaft offensichtlich nicht behagt hat. Die Automatismen haben nicht gegriffen...

Klopp: Das Ding nehme ich auf meine Kappe. Wir konnten den Linksverteidiger nicht stellen, und die rechte Seite in der Offensive ist uns quasi weggebrochen. Ich wollte mit der Systemumstellung der Mannschaft nur helfen, unsere Situation zu regeln, ich bin ja nicht behämmert. Das hat jedoch nicht gezogen. Das kommt vor, das muss man im Laufe des Abends akzeptieren lernen. Auch das gehört dazu.

Frage: Wo sehen Sie die Gründe für den holprigen Saisonstart der Borussia?

Klopp: Wir sind in der Lage, viel besser zu spielen. Wir haben in den letzten Wochen schon richtig guten Fußball gespielt, teilweise besser als in der letzten Saison. Heute haben wir es zu wenig getan. Und das lag nicht allein an den Vieren, die nicht da waren. Und außerdem: In der letzten Saison sind wir auf Schalke auch nicht die Besseren gewesen - haben aber 2:1 gewonnen.

Frage: Am Mittwoch steht in der Champions League das Gruppenspiel gegen Real Madrid auf dem Programm. Was muss Ihre Mannschaft besser machen?

Klopp: Alles! Wir müssen das hier abhaken und das nächste Mal einfach wieder das zeigen, was wir können. Jakub Blaszczykowski wird nicht dabei sein, ob die anderen Drei wieder zur Verfügung stehen, weiß ich derzeit noch nicht. Jeder Tag kann helfen.

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