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Spieltag & Spielplan

7. Spieltag

07.10.2012 | 17:30 Uhr

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  • VfB Stuttgart
  • 2 : 2
    1 : 1
  • Bayer 04 Leverkusen

08.10.2012 - 09:41 Uhr


Der stete Kampf um den letzten Tick

Stefan Kießlings (l.) Saisontore drei und vier reichen in Stuttgart nur zu einem Punkt für Bayer 04

Steigerungspotential vorhanden: Linksaußen Andre Schürrle (r., gegen Gotoku Sakai) wird nach nur 32 Ballkontakten und ohne Torschuss in der 77. Spielminute ausgewechselt

Sein Pendant auf der rechten Offensivseite überzeugt: Karim Bellarabi gibt nach Kießling die meisten Torschüsse ab (vier) und läuft starke 12,68 Kilometer

Stuttgart - Stark gespielt, und dennoch nur einen Punkt geholt. Der Leverkusener Auftritt beim 2:2 in Stuttgart hat gezeigt, dass in der Mannschaft viele Stärken verborgen liegen. Doch es gibt auch Schwächen - wie die Protagonisten nach der Partie im Schwäbischen unisono bestätigten.
Ganz gelassen kommt Rudi Völler als erster Leverkusener Verantwortlicher aus dem Kabinentrakt der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena. Natürlich sei es ärgerlich, einen derzeit "angeschlagenen Boxer" wie den VfB Stuttgart nicht zu Boden befördert zu haben, gibt der Sportdirektor am Sonntagabend unumwunden zu. Auf der anderen Seite sieht Völler aber auch eine positive Entwicklung: "Wir haben jetzt unseren Rhythmus in der Meisterschaft gefunden. Wir waren die reifere Mannschaft." Und weiter: "Mit den letzten beiden Wochen sind wir nicht unzufrieden und können auch mit dem 2:2 leben."

Kießling trifft doppelt



Die auch in Stuttgart sehr spielstarken Rheinländer haben die letzten sechs Partien nicht verloren und sowohl in der Bundesliga als auch international in der Europa League überzeugt. Am Ende steht in der Bundesliga derzeit Tabellenrang 6 mit elf Punkten auf der Habenseite - eine Position, die als durchaus optimal für den großen Angriff auf die Spitze zu werten ist.

In Stuttgart präsentierte sich Bayer von der ersten Minute an spritzig, technisch beschlagen und schnell in den Aktionen. So war es auch kein Zufall, dass Torjäger Stefan Kießling die schnelle Führung erzielte, später markierte Kießling mit seinem zweiten Treffer noch den Ausgleich. Nach vorne top, aber immer wieder auch mit Flüchtigkeitsfehlern, die einen Sieg im Schwabenland letztlich unmöglich machten. Eine nervige Mixtur, wie auch der eine der beiden Bayer-Trainer, Sascha Lewandowski, zugab: "Es ist ärgerlich, dass wir nach den 1:0 nicht weiter Fußball gespielt haben. Wir hatten bis zur Pause sehr viele Ballverluste und haben dadurch Stuttgart ins Spiel geholt."

Bayer mit Leistungssteigerung im zweiten Durchgang



Während die ersten 45 Minuten noch sehr fehlerhaft waren, zeigte Bayer in der zweiten Halbzeit, zu was es in der Lage ist. Offensiv in der Abwehrarbeit, mit aggressivem Pressing, dazu eine beeindruckende Laufarbeit - fertig war das Erfolgsrezept, das den Stuttgartern ordentlich den Appetit verdarb. So konnten die Schwaben von Glück reden, das 2:2 über die Zeit gerettet zu haben. Diesen Eindruck hatte auch Doppel-Torschütze Kießling: "In der zweiten Hälfte haben wir es dann richtig gut gemacht, sind früh draufgegangen. Nach dem 2:2 hatten wir den Siegtreffer eher auf dem Fuß als der VfB, wurden aber nicht belohnt."

So fuhren die Leverkusener trotz des mageren Zählers mit einem zwiespältigen Gefühl nach Hause. In Leverkusen ist es beinahe Tradition, dass nur ganz wenig fehlt für eine absolute Spitzenmannschaft. Auch in dieser Saison ist es wie oft zuvor: Es ist der Kampf um den letzten Tick. Spieler wie Sidney Sam, Andre Schürrle, der beim VfB bärenstarke Karim Bellarabi oder auch Kießling gehören offensiv zur der Creme de la Creme der Bundesliga. Nun gilt es für das Trainer-Gespann Lewandowski und Hyypiä, die letzten Prozent heraus zu kitzeln. Das Potenzial dazu ist da - das hat der Auftritt in Stuttgart gezeigt.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

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