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Spieltag & Spielplan

6. Spieltag

28.09.2012 | 20:30 Uhr

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  • Fortuna Düsseldorf
  • 2 : 2
    0 : 2
  • FC Schalke 04

29.09.2012 - 11:43 Uhr


"Wir grübeln alle noch"

Jermaine Jones (r.) kann den spielerischen Einbruch der Schalker in Düsseldorf in der zweiten Halbzeit nicht verhindern

Dabei beginnt der Freitagabend sehr verheißungsvoll für die "Knappen". Nach 20 Minuten führen die "Königsblauen" durch Tore von Huntelaar (l.) und Matip bereits mit 2:0

Doch der Aufsteiger schlägt durch einen Doppelpack von Dani Schahin (l.) zurück und bleibt somit weiterhin ungeschlagen, auch wenn die Serie ohne Gegentor gerissen ist

Düsseldorf - Ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. 45 Minuten lang dominierte Schalke im Westschlager bei Fortuna Düsseldorf nach Belieben und führte mit 2:0.
Dann verpassten die "Knappen" zwei, drei Mal die Entscheidung, Fortuna fand zurück ins Spiel und holte am Ende nicht einmal unverdient ein 2:2-Unentschieden. Schalkes "Kampfschwein" Jermaine Jones haderte nach dem Spiel im Gespräch mit bundesliga.de über die vielen vergebenen Chancen.

bundesliga.de: Herr Jones, wir stehen hier nach dem Schalker 2:2 in Düsseldorf und fragen uns, wie Schalke die 2:0-Pausenführung noch verspielen konnte. Wie bewerten Sie das Spiel?

Jermaine Jones: In der ersten Halbzeit haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind durch die beiden Tore klar in Führung gegangen. Und wir grübeln alle noch darüber nach, was in der zweiten Halbzeit genau passiert ist. Wir hatten genug Torchancen, die wir nicht genutzt haben. Damit bauen wir den Gegner auf. Dann macht die Fortuna aus einer misslungenen Ecke ein Knietor und kommt zurück ins Spiel. Es wurde dann für uns schwer. Wir dürfen uns aber nicht in so eine Situation hineinmanövrieren. Wir müssen viel ruhiger bleiben. Die Gegentore dürfen uns nicht so leicht das Genick brechen.

bundesliga.de: Hat sich Schalke zur Halbzeit zu sicher gefühlt? Man hatte den Eindruck, dass die Konzentration im zweiten Durchgang etwas nachließ, gute Chancen wurden leichtfertig vergeben.

Jones: Ich denke nicht, dass es die Konzentration war. Wir hatten direkt nach der Pause wieder gute Torchancen. Aber wir haben sie nicht genutzt. Und im Fußball ist es eben so: Wenn Du vorne die Tore nicht machst, wirst Du hinten bestraft. Dann fällt auch der Ball vom Knie ins Tor. Danach wurde es schwierig, weil die Fans gekommen sind und ihre Mannschaft gepusht haben. Und bei einem Konter kommt eine gute Flanke, er (Düsseldorfs Stürmer Dani Schahin, die Red.) trifft den Ball überragend. Die zwei Tore von Düsseldorf waren schwerer als unsere fünf klaren Chancen. Fortuna macht die Tore, wir haben die Chancen liegen lassen.

bundesliga.de: Wie sauer sind Sie nach so einem Spiel?

Jones: Die ganze Mannschaft ist sauer. Wir haben zwei Punkte verschenkt. Wir sind nicht zufrieden mit diesem einen Punkt. Wir sind als Favorit nach Düsseldorf gefahren, haben es in der ersten Halbzeit bewiesen und richtig gut gespielt. Und dann geben wir alles aus der Hand. Wir fahren mit einem Unentschieden nach Hause, Düsseldorf feiert. Wir sind nicht zufrieden.

bundesliga.de: Wie ordnen Sie den Saisonstart mit elf Punkten aus sechs Bundesliga-Spielen ein?

Jones: Wir sind eigentlich ganz gut in die Bundesliga gestartet und haben bis auf die Heimniederlage gegen die Bayern gut gespielt. In dem Spiel wurden uns jetzt nicht unbedingt die Grenzen aufgezeigt, aber man hat gesehen, dass die Bayern wieder oben mitspielen werden. Dann haben wir gegen Mainz eine gute Reaktion gezeigt und klar 3:0 gewonnen. Wir wollten gegen die Fortuna das zeigen, was wir auch gegen Mainz gezeigt haben. Der Anfang war gut, die zweite Halbzeit das Schlechteste, was wir bis jetzt in dieser Saison gesehen haben.

bundesliga.de: Hat das Auswirkungen auf die Champions-League-Partie gegen Montpellier?

Jones: Nein. Es ist positiv, dass es jetzt gleich weiter geht. Wir müssen das Düsseldorf-Spiel so schnell wie möglich abhaken. Dann konzentrieren wir uns auf die Champions League. Wir müssen aus dem Spiel lernen, weil solche Fehler in der Champions League eiskalt ausgenutzt werden und man noch härter bestraft wird.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski

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