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6. Spieltag

29.09.2012 | 18:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 5 : 0
    2 : 0
  • Borussia M'gladbach

02.10.2012 - 10:02 Uhr


"Fünf Gegentore in Dortmund - mehr Warnung geht nicht mehr"

Nach dem schwachen Saisonstart von Borussia Mönchengladbach warnt Rechtsverteidiger Tony Jantschke (r.) davor, die Nerven zu verlieren

"Es ist erst der sechste Spieltag und noch nichts passiert, aber wir müssen die Probleme thematisieren", findet der 22-Jährige

Jantschke (l.) kickt seit 2008 für die "Fohlen" und hat seitdem 59 Bundesligaspiele absolviert

Mönchengladbach - Bei Borussia Mönchengladbach ist die Stimmung nach der deutlichen 0:5-Niederlage beim BVB gedrückt.
Tony Jantschke appelliert aber gerade jetzt an seine Mitspieler, selbstbewusst zu bleiben. Ein Gespräch über Erwartungen, Fehler und Perspektiven.

Frage: Herr Jantschke, wie ordnen Sie die Lage nach sechs Spielen ein?

Tony Jantschke: Kritisch! Wir sind in einer richtig kritischen Phase. Aber es bringt jetzt nichts, wenn wir uns zerfleischen. Wir müssen den Kopf oben behalten und weitermachen. Es ist erst der sechste Spieltag und noch nichts passiert - aber wir müssen darüber sprechen und die Probleme thematisieren.

Frage: Im letzten Jahr hatte Gladbach noch eine sichere Abwehr, jetzt gibt es vor allem defensiv massive Probleme. Lässt sich das nur mit dem Abgang von Dante erklären?

Jantschke: Es war auch in der vergangenen Saison nicht nur die Innenverteidigung, die unsere gute Defensive ausgemacht hat. Abwehrarbeit fängt vorne an. Dass es nicht klappt, liegt an allen Spielern - egal, ob in Sturm, Mittelfeld oder Abwehr. Die Lücken sind zu groß und dadurch sieht jeder Einzelne schlecht aus. Im Vorjahr war es unser großes Plus, dass wir sehr eng gestanden haben und jeder für jeden noch ein paar Meter mitgemacht hat. So haben wir auch mal den einen oder anderen Fehler kompensiert. Das gelingt uns im Moment leider nicht. Aber daran müssen wir schnellstens arbeiten und das abstellen. Mit so vielen Gegentoren gewinnst du keine Spiele.

Frage: Hätten Sie vor dieser Saison gedacht, dass es so schwierig werden könnte?

Jantschke: Wir wussten alle, dass es nicht leicht wird. Das haben wir immer betont, auch wenn uns manch einer dafür belächelt hat. Die Erwartungen sind nach der tollen letzten Saison gestiegen und wir werden immer noch an dieser Spielzeit gemessen.

Frage: Ist der personelle Umbruch insgesamt das größte Problem der Borussia?

Jantschke: Das denke ich nicht unbedingt. Es sind ja auch noch genügend Spieler aus dem Vorjahr da. Wir sind in dieser Situation alle gefordert. Immer alles damit zu erklären, dass wir nicht eingespielt sind, reicht nicht. Fakt ist, dass wir einfach besser spielen müssen.

Frage: Ordnen Sie die deutliche Niederlage in Dortmund noch als Warnschuss ein?

Jantschke: Die Warnschüsse haben wir in den Spielen zuvor schon bekommen. Gegen Hamburg oder Leverkusen hätten wir ähnlich viele Gegentore kassieren können wie jetzt in Dortmund. Das waren eigentlich genug Warnschüsse. Jetzt fünf Gegentore in Dortmund - mehr Warnung geht nicht mehr! Wir müssen es jetzt endlich begreifen und wieder kompakt stehen. Aber trotzdem dürfen wir uns wie schon gesagt nicht zerfleischen. Das wäre das Schlimmste, was wir jetzt machen könnten.

Frage: Wie kann man diese Kompaktheit zurückholen?

Jantschke: Über das Training! Trainieren können wir allerdings auch nicht wirklich viel, weil wir auch viele Spiele haben. Wir müssen unsere Fehler analysieren und ansprechen. Und dann müssen wir es als Mannschaft insgesamt besser machen. Und wir müssen begreifen, dass wir nicht alles nur fußballerisch lösen können.

Frage: Wie groß ist die inzwischen die Verunsicherung in der Mannschaft?

Jantschke: Dass man nicht vor Selbstbewusstsein strotzt, wenn man einen Schuss nach dem anderen kassiert, das ist doch klar. Aber trotzdem noch einmal: Wir müssen die Köpfe oben behalten!

Frage: Als nächstes steht am Donnerstag das Spiel in der Europa League gegen Fenerbahce an. Mit welchem Gefühl gehen Sie jetzt in dieses Spiel?

Jantschke: Wir haben in der vergangenen Saison lange darauf hingearbeitet, international spielen zu dürfen. Natürlich wollen wir jetzt auch in diesem Wettbewerb Erfolg haben. Die Bundesliga ist unser Tagesgeschäft, und da müssen wir ganz schnell die Kurve bekommen. Aber Fenerbahce ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Und da müssen wir einfach wieder besser spielen als zuletzt.

Frage: Gibt es vor den beiden Heimspielen gegen Fenerbahce und dann am Sonntag gegen Frankfurt auch positive Ansätze?

Jantschke: Man hat gegen den BVB in der ersten halben Stunde gesehen, dass wir die Aufgabe recht gut gelöst haben. Wir haben mitgespielt und hatten Torchancen. Aber am Ende reicht es eben nicht, wenn du dann einbrichst. Wir müssen unser Spiel über 90 Minuten durchdrücken. Das fehlt uns zurzeit.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

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