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3. Spieltag

16.09.2012 | 17:30 Uhr

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  • Eintracht Frankfurt
  • 3 : 2
    2 : 1
  • Hamburger SV

18.09.2012 - 10:55 Uhr


"Ich bin froh, wieder hier zu sein"

In seinem ersten Pflichtspiel für den Hamburger SV nach seiner Rückkehr wusste Rafael van der Vaart (M.) zu überzeugen

An der Niederlage für die "Rothosen" konnte aber auch der Niederländer nichts ändern

Hamburg - Das erste Mal schoss Rafael van der Vaart schon nach zwei Minuten und 28 Sekunden auf das gegnerische Tor. Keine Frage: Der Mann setzte gleich in seinem ersten Einsatz nach der Rückkehr von den Tottenham Hotspurts die Akzente beim Hamburger SV. Für HSV-Manager Frank Arnesen war der 29 Jahre alte Holländer "bester Mann auf dem Platz".
Dennoch verloren die "Rothosen" das turbulente Spiel bei der Frankfurter Eintracht mit 2:3 und bleiben auch nach drei Spieltagen ohne Punkt im Tabellenkeller der Bundesliga. Van der Vaart aber spielte, als sei er nie weg gewesen und war an allen gefährlichen Aktionen der Hamburger beteiligt. Er bereitete beide Tore der Norddeutschen vor, Westermanns 1:2 (45.) mit einem Eckball und Sons 2:3 (63.) mit energischem Einsatz und schönem Pass.

Van der Vaart zeigte in jeder Sekunde des Spiels, dass er den Hoffnungen der Fans gerecht werden kann. Nach der Partie sprach der Hamburger Hoffnungsträger über seine Gefühle bei seiner Rückkehr in die Bundesliga und die Situation beim HSV.

Frage: War das eine unnötige Niederlage?

Rafael van der Vaart: Ja, unnötig, aber auch so, dass man sagt: Wie kann man so ein Spiel so anfangen? Das ist ein Alptraum in den ersten 20 Minuten. Man sieht, wenn man Angst hat, kriegt man Gegentore. Nach 20 Minuten haben wir dann so gespielt: Jetzt ist alles egal. Und dann haben wir plötzlich zwei Chancen und unser Spiel ist besser geworden.

Frage: Warum hat der HSV den Start so verpennt?

Van der Vaart: Das hat alles mit Vertrauen zu tun. Wenn es nicht da ist, trifft man immer die falsche Entscheidung. Aber nach der Roten Karte haben wir alles gegeben und die Leute haben einen anderen HSV gesehen.

Frage: Wie war die Premiere in der Bundesliga nach vier Jahren in England für Sie unabhängig vom Ergebnis?

Van der Vaart: Ich bin froh wieder hier zu sein, in Hamburg, beim HSV und in der Liga. Die Stadien sind immer voll, die Leute sind nett. Aber natürlich ist es noch eine harte Arbeit mit dem HSV.

Frage: Hätte das Team ohne die Rote Karte für Petr Jiracek (grobes Foulspiel kurz vor dem Pausenpfiff; Anmerkung der Redaktion) eine bessere Chance gehabt, das Spiel in der zweiten Halbzeit noch zu drehen?

Van der Vaart: Ich glaube schon, dass wir zu elft eine bessere Chance gehabt hätten, das Spiel zu drehen. Ich will aber nicht meckern.

Frage: Sie haben von Angst in der Anfangsphase gesprochen. Wie kann man das ändern?

Van der Vaart: Keine Angst haben!

Frage: Und Sie persönlich, wie können Sie Einfluss nehmen?

Van der Vaart: Man muss auch die positiven Sachen sagen, wie wir nach den zwei Gegentoren gespielt haben, das war einfach gut. Da müssen wir weitermachen.

Frage: Gibt es für das nächste Spiel gegen Dortmund überhaupt Hoffnung?

Van der Vaart: Wir dürfen nicht so spielen wie in den ersten 20 Minuten, sonst kriegt man gleich drei Tore. Aber wie wir danach gespielt haben war gut. Ich denke das Vertrauen ist noch da.

Frage: Hat der HSV gespielt wie ein Abstiegskandidat?

Van der Vaart: Gespielt wie Abstiegskandidat? Das ist nach drei Spieltagen noch zu früh, um das zu sagen. Aber wir haben noch einen langen Weg zu gehen.

Aufgezeichnet von Tobias Schächter

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