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Spieltag & Spielplan

3. Spieltag

16.09.2012 | 15:30 Uhr

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  • Sport-Club Freiburg
  • 5 : 3
    2 : 1
  • TSG 1899 Hoffenheim

19.09.2012 - 11:19 Uhr


"Fünf Tore sind natürlich nicht so ganz normal"

Max Kruse erweist sich als Top-Einkauf. Nach drei Bundesligaspielen für die Breisgauer stehen für den Ex-St.-Paulianer zwei Treffer zu Buche

Erfolgsgarant Kruse (r.): Immer, wenn der 24-Jährige trifft, punktet der SC Freiburg. Am 1. Spieltag steuerte er den Treffer zum 1:1 gegen Mainz bei, gegen Hoffenheim trifft er ebenfalls

Freiburg - Das 5:3-Schützenfest des SC Freiburg gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist das bisher torreichste Spiel der Saison. Einer der Torschützen in Reihen des Sport-Club ist Max Kruse, der erst im Sommer vom FC St. Pauli in den Breisgau gewechselt war.
Im Interview spricht der Mittelfeldspieler nicht nur über die verrückte Partie gegen Hoffenheim und seine ersten Wochen in Freiburg. Er erklärt auch, warum der SCF sich auch durch einen frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lässt und wieso körperliche Fitness in der Bundesliga so wichtig ist.

Frage: Hallo, Herr Kruse, das Spiel heute war physisch nicht ganz ohne, oder?

Max Kruse: Natürlich nicht. Wir hatten uns aber auch vorgenommen, dass wir nach 90 Minuten nicht mehr laufen können.

Frage: Gab es irgendwann im Spiel einen Moment des Zweifelns, als wieder der Ausgleich fiel? Oder geht dann der Blick schnell nach vorne?

Kruse: Die Frage war eher, wie viel Zeit uns noch bleiben würde nach dem Hoffenheimer 3:3. Das war ja ungefähr in der 75. Minute

Frage: Genau.

Kruse: Also hatten wir noch eine Viertelstunde Zeit, um noch ein Tor zu machen. Gut, dass wir unsere Chancen genutzt haben.

Frage: Welche Rolle hat heute die Physis gespielt? Man hatte den Eindruck, dass Sie und Ihre Mitspieler am Schluss noch zulegen konnten.

Kruse: Es zeigt sich in solchen Spielen auf jeden Fall, dass wir eine sehr gute Kondition haben. Wir haben in der Vorbereitung akribisch gearbeitet, das zahlt sich gerade in solchen Spielen aus. Heute sind wir 90 Minuten von hinten nach vorne und von vorne nach hinten gerannt. Das macht Fußball aber auch aus.

Frage: Drei, beziehungsweise fünf Gegentreffer - so etwas sehen Trainer eigentlich nicht so gerne, oder?

Kruse: Klar wünschen sich die Trainer weniger Gegentore, aber wenn uns das einmal nicht gelingt, müssen wir eben vorne mehr davon schießen. Das ist uns heute zum Glück ja auch gelungen.

Frage: Hat sich die Mannschaft heute in einen kleinen Rausch gespielt? Fünf Tore an einem Spieltag sind ja nun nicht alltäglich.

Kruse: Nein, das ist natürlich nicht so ganz normal. Aber wir wissen, dass wir vorne Qualität haben. Ob das nun Erik Jendrisek ist, der heute von Anfang an gespielt hat, oder Sebastian Freis, der reinkommt. Beide sind immer für ein Tor gut. Freisi hat heute auch wieder eins gemacht.

Frage: Nach dem sehr frühen Führungstreffer von Hoffenheim in der zweiten Minute hätten bei Ihnen auch die Köpfe runtergehen können. Aber das Gegenteil war der Fall...

Kruse: Ja, natürlich. Wir haben auch gemerkt, dass wir eigentlich von Anfang an gut drin waren in der Partie. Der Trainer hat es ja auch schon mal gesagt: Egal, ob es 1:0 steht oder 0:1, wir müssen immer 100 Prozent geben, um gewinnen zu können. An diese Vorgabe halten wir uns natürlich.

Frage: War das 5:3 heute denn alles in allem ein verdienter Sieg?

Kruse: Das denke ich schon, ja. Im Vordergrund steht, dass wir den ersten Dreier in dieser Saison geholt haben. Und dann, klar, freuen wir uns natürlich auch, dass es das zehnte Heimspiel ohne Niederlage für uns war.

Frage: Wie ist es für Sie persönlich in Freiburg? Sie haben ja fast schon Stammspieler-Status. Damit kann man als Neuzugang ja nicht unbedingt rechnen?

Kruse: Nein, das kann man nicht. Das tue ich aber auch jetzt nicht. Ich muss mich in jedem Training wieder neu bewiesen - egal, ob ich jetzt im Spiel ein Tor geschossen habe oder nicht. Ich versuche trotzdem wieder unter der Woche so zu arbeiten, dass mich der Trainer aufgrund der Trainingseindrücke am Samstag bei Fortuna Düsseldorf aufstellt.

Aufgezeichnet von Christoph Ruf

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