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34. Spieltag

05.05.2012 | 15:30 Uhr

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  • Hannover 96
  • 2 : 1
    1 : 1
  • 1. FC Kaiserslautern

08.05.2012 - 09:37 Uhr


"Froh, dass es vorbei ist"

Lauterns Coach Krassimir Balakov nach der Partie: "Wir haben viel Arbeit vor uns"

Als Tabellenletzter steigen die Pfälzer aus der Bundesliga ab

Der FCK verabschiedet sich mit einer 2:1-Niederlage aus der Bundesliga (l., Jan Schlaudraff gegen Julian Derstroff)

Hannover - Obwohl der Abstieg schon seit Wochen feststand, ließen die Spieler des 1. FC Kaiserslautern Gastgeber Hannover noch einmal um die erneute Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation zittern. Erst in der 71. Minute mussten sich die "Roten Teufel" den wild anrennenden 96ern ergeben. Didier Ya Konan traf zum 2:1-Endstand.
"Wir haben heute sehr gut dagegengehalten", war Torschütze Pierre de Witt sichtlich stolz auf seine Mannschaft. "Jeder in der Liga hat gesehen, dass wir uns nicht haben gehen lassen!" Das sieht auch Mathias Abel so. "Die letzten Wochen waren nicht einfach. Leider haben wir erst in den letzten Wochen gezeigt, was wir können und bewiesen, dass wir Charakter haben."

Dank an die Fans



"Wir haben auf drei Punkte gespielt", verriet der Kapitän. Das Team habe sich "in Ehre und Stolz verletzt gefühlt" und sich geschworen, sich "anständig zu verabschieden". Abschließend zollte Abel den Anhängern noch ein besonderes Lob. "Sie haben uns im Großen und Ganzen toll begleitet. Ich wünsche den Fans den Wiederaufstieg."

"Ich bin froh, dass die Saison vorbei ist. Es war nicht leicht, sich zu motivieren, wenn der Abstieg schon feststeht", war Florian Dick erleichtert. "Jetzt müssen wir körperlich regenerieren. Und ganz wichtig ist es, den Kopf freizubekommen, denn Selbstvertrauen gibt so eine Saison nicht." Wichtig sei es, zu klären, "wie der Weg weitergeht - und mit wem", hofft der 27-Jährige auf einen zeitnahen Abschluss der Planungen für die kommende Saison.

"Es liegt viel Arbeit vor uns"



Doch so einfach scheint das nicht zu sein. "Einige Spieler haben Verträge. Das können wir nicht ignorieren. Andere wollen wir gerne halten. Wir haben viel Arbeit vor uns. Das ist klar", stellte Krassimir Balakov fest. "ich hoffe, dass bis zum Trainingsauftakt alles klar ist." Der Coach hatte die Mannschaft im Vergleich zum 2:1 in Berlin und dem 2:5 gegen Dortmund an den vergangenen Wochenenden erneut auf einigen Positionen verändert.

"Ich habe in den letzten Wochen natürlich einiges ausprobiert", so der Bulgare. Offensichtlich zu seiner Zufriedenheit. In Hannover habe sein Team "gut mitgehalten. Wir waren sehr diszipliniert", analysierte der 46-Jährige.

"Mannschaft hat versagt"



Das sei nicht immer so gewesen. "Wenn man so klar abgestiegen ist, kann man nicht sagen, dass wir einen guten Eindruck hinterlassen haben. Mit der Spielzeit können wir nicht zufrieden sein. Insgesamt hat die Mannschaft versagt", ging Balakov mit seinen Spielern auf Nachfrage von bundesliga.de, ob der aktuelle Kader seinen Erwartungen für den kampfbetonten Zweitliga-Fußball entspricht, hart ins Gericht.

Einen Wunsch nach bestimmten Spielern oder der Neubesetzungen für bestimmte Positionen wollte der Trainer nicht äußern. "Wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und gemeinsam entscheiden." "Der Letzte macht das Licht aus" verkündeten vor Abpfiff der Partie in Hannover die Anhänger der "Roten Teufel" ironisch in großen Lettern. Eine ganze Region hofft, dass beim viermaligen Deutschen Meister die richtigen Entscheidungen getroffen werden, damit über dem Betzenberg bald wieder das Licht der Bundesliga erstrahlt.

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs

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