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33. Spieltag

28.04.2012 | 15:30 Uhr

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  • Bayer 04 Leverkusen
  • 1 : 0
    0 : 0
  • Hannover 96

29.04.2012 - 21:04 Uhr


Volle Konzentration

Hannovers Coach Mirko Slomka kassiert mit seinem Team in Leverkusen die zehnte Saisonpleite

96 zeigte eine ansprechende Leistung (l., Carlitos mit Bastian Oczipka), verlor aber durch ein Tor von Stefan Kießling

Lars Stindl und seine Hannoveraner steht vor dem letzten Spieltag auf Platz 7, der zur Europa-League-Qulifikation berechtigen würde

Leverkusen - Hannover 96 bleibt trotz der 0:1-Niederlage in Leverkusen aussichtsreich im Rennen im Kampf um die Europa-League-Plätze. Allerdings geht es für die Niedersachsen "nur" noch um Platz 7. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen den Absteiger 1. FC Kaiserslautern wäre das erneute Erreichen des internationalen Geschäfts perfekt.
Doch einfach wird die Aufgabe selbst gegen den Tabellenletzten nicht. Denn Hannover geht nach einer strapaziösen Saison mit bereits 49 Pflichtspielen ganz offensichtlich auf dem Zahnfleisch. Der Akku scheint fast leer zu sein. Die sportliche Bilanz der letzten Wochen in der Bundesliga gibt eher Anlass zur Sorge.

Immer noch Chancen auf Europa



Seit drei Spielen hat 96 das Tor nicht mehr getroffen, in den letzten elf Bundesliga-Spielen gab es bei nur drei Siegen sechs Niederlagen, alle Auswärtsspiele wurden in diesem Zeitraum verloren. In fremden Stadien holte Hannover nur elf Punkte und damit den zweitschlechtesten Wert aller 18 Bundesligisten. Dass die Elf von Mirko Slomka dennoch gute Chancen auf Europa hat, verdankt sie einzig und allein ihrer beeindruckenden Heimstärke. Im eigenen Stadion sind die Niedersachsen als einziges Bundesliga-Team unbesiegt.

In der BayArena präsentierte sich Hannover 96 als gleichwertiger Gegner, dem nur ein treffsicherer Torjäger vom Kaliber des Leverkusener Mittelstürmer Stefan Kießling fehlte, dem nach einem Pressschlag etwas glücklich das Tor des Tages gelang. So fuhren die Norddeutschen ohne Punkte aber mit einer großen Portion Zuversicht wieder nach Hause.

Kind optimistisch



"Wenn die Mannschaft so auftritt wie in Leverkusen, denke ich, dass wir eine gute Chance haben, unser Ziel mit einem Sieg gegen Kaiserslautern auch aus eigener Kraft zu erreichen", sagte Hannovers Boss Martin Kind nach dem Spiel. "Die Spieler haben mir eben deutlich das Signal gegeben, dass wir das schaffen."

Die Konstellation ist immer noch günstig. Auf dem Papier könnte die letzte Aufgabe nicht einfacher sein, als ein Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht der Tabelle austragen zu dürfen. Dazu noch wartet auf den härtesten Konkurrenten der Hannoveraner eine hohe Hürde. Der VfL Wolfsburg muss beim heimstarken VfB Stuttgart antreten, der sich selbst noch Chancen auf Platz 5 ausrechnet.

"Um uns Europa zu verdienen, müssen wir das Spiel gegen Kaiserslautern gewinnen", fordert Hannovers Verteidiger Emanuel Pogatetz. "Ansonsten hätten wir es auch nicht verdient, in Europa zu spielen. Aber ich bin sehr optimistisch, dass wir das schaffen."

"Die AWD-Arena rocken"



Nicht ganz so zuversichtlich schaute Jan Schlaudraff aus der Wäsche. "Der FCK ist ein sehr schwieriger Gegner, der zuletzt auswärts gewonnen und nichts zu verlieren hat", warnt der 28-Jährige. "Es wird darauf ankommen, dass wir mit aller Macht versuchen müssen, dieses Heimspiel zu gewinnen, egal wie. Dafür brauchen wir die komplette und unbedingte Unterstützung der Fans."

Gelingt dies, hätte Hannover 96 Außergewöhnliches geleistet und den Überraschungscoup des Vorjahres bestätigt. Schon in dieser Saison hat sich die Slomka-Elf mit großartigen Auftritten in der Bundesliga und der Europa League mit dem Erreichen des Viertelfinales gleichermaßen viele neue Freunde gewonnen und für eine Wachablösung im Norden gesorgt.

Damit es am letzten Spieltag nicht doch noch schiefgeht und 96 eine böse Überraschung erlebt, muss die Mannschaft "am nächsten Samstag 90 Minuten die AWD-Arena rocken", wie Mirko Slomka markig fordert. Die ganze Konzentration muss diesem finalen Spiel gelten. Alles andere muss hinten anstehen.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski

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