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Spieltag & Spielplan

30. Spieltag

11.04.2012 | 20:00 Uhr

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  • TSG 1899 Hoffenheim
  • 4 : 0
    2 : 0
  • Hamburger SV

Bundesliga

11.04.2012 - 22:00 Uhr


Hoffenheim schießt Hamburg ab

Hoffenheims Innenverteidiger Jannik Vestergaard (r.) erzielt an vier Hamburger Verteidigern vorbei das 1:0

Michael Mancienne, David Jarolim und Heiko Westermann (v.l.) sind angesichts der Hoffenheimer Überlegenheit ratlos

Nach tollem Solo erzielt Fabian Johnson (blaues Trikot) mit einem platzierten Schuss das 3:0. HSV-Torwart Jaroslav Drobny (r.) ist geschlagen

Sven Schipplock (Nr. 9) wird von seinen Mitspielern für das Tor zum 4:0 gefeiert

HSV-Kapitän Heiko Westermann sieht im Abstiegskampf harte Zeiten auf den Bundesliga-Dino zukommen

Sinsheim - Der Hamburger SV hat kein Kapital aus den Niederlagen der Konkurrenten im Abstiegskampf geschlagen und muss nach einer indiskutablen Abwehrleistung mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Der noch nie abgestiegene Bundesliga-"Dino" unterlag am 30. Spieltag 0:4 (0:2) bei 1899 Hoffenheim. Damit haben die Hanseaten nach wie vor nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Jannik Vestergaard (17.), Sejad Salihovic per Foulelfmeter (25. ), Fabian Johnson (51.) und Sven Schipplock (59.) trafen gegen den HSV, der noch nie bei den Hoffenheimern gewinnen konnte. Dagegen feierten die Kraichgauer, die weiter auf eine Teilnahme an der Europa League hoffen dürfen, den ersten Heimsieg nach neun vergeblichen Anläufen. Auch Coach Markus Babbel weiß endlich, wie sich ein Erfolg im heimischen Stadion anfühlt.

Arnesen: "Sind sehr enttäuscht"



"Das war eine Katastrophe. Ein 0:4 darf nicht sein, das kann nicht sein. Wir müssen am Wochenende die Antwort geben", sagte HSV-Kapitän Heiko Westermann. Der Hamburger Sportchef Frank Arnesen war bedient: "Hoffenheim hat verdient gewonnen. Wir sind sehr enttäuscht. Wir müssen das jetzt wegstecken. Am Samstag haben wir wieder ein Finale, dann müssen wir eine andere Mannschaft sehen." 1899-Coach Babbel war hochzufrieden: "Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat großen Willen gezeigt und zum richtigen Zeitpunkt eiskalt die Tore gemacht. Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Die Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen bereits nach wenigen Sekunden die erste Chance der Hamburger, bei denen die gesperrten Dennis Aogo und Paolo Guerrero sowie Slobodan Rajkovic und Dennis Diekmeier fehlten. Nach einem Fehler des Hoffenheimer Mittelfeldspielers Tobias Weis scheiterte erst Ivo Ilicevic und dann Jacopo Sala an 1899-Torwart Tom Starke.

Hoffenheim nutzt erste Chance zur Führung



Die Gastgeber, deren Trainer Babbel zwischen 1992 und 1994 insgesamt 60 Bundesliga-Partien für den HSV absolviert hatte und die Raute als Tätowierung auf der Haut trägt, kamen auch im Anschluss nicht richtig in die Partie. Der HSV bestimmte das Geschehen. Die Überlegenheit brachte den Hanseaten aber nichts ein. Die Kraichgauer dagegen nutzten ihre erste Chance zur Führung. Der abgefälschte Schuss Vestergaards im Anschluss an eine Ecke bedeutete das zweite Saisontor für den dänischen Innenverteidiger.

Die Hamburger, deren Coach Thorsten Fink zwischen 1997 und 2000 gemeinsam mit Babbel bei Bayern München spielte, hatten das 0:1 noch nicht richtig verdaut, als sie bereits mit zwei Treffern im Rückstand lagen. Nach einem Foul von Heiko Westermann an Schipplock verwandelte Salihovic den fälligen Strafstoß. Es war das neunte Saisontor des Bosniers.

Bis zur Pause fand der HSV nicht mehr zu seinem guten Spiel der Anfangsphase zurück, die beiden Gegentreffer hatten Wirkung gezeigt. Zu allem Überfluss sah Torwart Jaroslav Drobny auf dem Weg in die Kabine wegen Meckerns die Gelbe Karte.

Johnson mit sehenswertem Solo



Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Fink seinen Stürmerstar Mladen Petric. Diese Maßnahme belebte das Hamburger Offensivspiel. In der 47. Minute traf Gojko Kacar per Kopf die Latte. Das Tor machten aber wieder die Gastgeber. Johnson ließ bei seinem sehenswerten Sololauf gleich mehrere Hamburger alt aussehen und traf zum zweiten Mal in dieser Saison.

Kurz darauf stand die HSV-Abwehr auch beim zweiten Saisontor Schipplocks Pate. Im Anschluss resignierten die Hamburger Profis. Die Angriffsbemühungen wirkten halbherzig, die Hoffenheimer waren bei ihren Kontern meist gefährlicher als die Gäste.

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