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Spieltag & Spielplan

29. Spieltag

07.04.2012 | 15:30 Uhr

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  • Sport-Club Freiburg
  • 2 : 2
    0 : 2
  • 1. FC Nürnberg

08.04.2012 - 19:22 Uhr


Remis mit zwei Gewinnern

Jubel im Breisgau: Cedrick Makiadi (r.) erzielt das 2:2

SCF-Coach Christian Streich ist zufrieden: "Wir haben uns den Punkt verdient"

Daniel Didavi (r.) markiert zuvor das 0:1 für den "Club"

Freiburg - Nach dem hart umkämpften 2:2 zwischen dem SC Freiburg und dem 1. FC Nürnberg zeigen sich Spieler und Trainer beider Teams zufrieden. Für die Franken endete eine Negativserie mit vier Niederlagen in Folge. Hingegen konnte der SC die wohl schwächste Partie unter der Ägide von Christian Streich noch drehen.
"In der ersten Halbzeit haben wir insgesamt nicht gut gespielt, obwohl wir gewusst haben, was auf uns zukommt", gab SC-Coach Christian Streich zu, "im zweiten Durchgang haben wir dann Fußball gespielt und uns den Punkt verdient."

Diagne mit Fehlpässen zur Unzeit



Tatsächlich hätte in der Pause kaum einer der 24.500 Zuschauer mehr einen Pfifferling auf den SC Freiburg gesetzt. Die Vorgabe von Nürnbergs Coach Dieter Hecking - frühes Stören des gegnerischen Spielaufbaus - erwies sich schnell als probates Mittel gegen eine unsichere SC-Defensive, in der vor allem Fallou Diagne einige Fehlpässe zur Unzeit produzierte.

In der achten Minute landete einer davon bei Nürnbergs Mittelfeldmann Daniel Didavi, der mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss das 0:1 erzielte. "Ein toller Schuss", wie der Freiburger Trainer fand, der auch unumwunden die Nürnberger Überlegenheit im ersten Durchgang eingestand. Mit dem 0:2-Pausenstand - Tomas Pekhart hatte zwischenzeitlich auf 0:2 erhöht - war der SC jedenfalls gut bedient. Den Unglücksraben Diagne ließ sein Trainer trotz dessen unglücklicher ersten Hälfte im zweiten Durchgang bewusst auf dem Feld - und wurde dafür mit einer ordentlichen Leistung seines Innenverteidigers in den zweiten 45 Minuten belohnt.

"Wir alle dürfen Fehler machen", erläuterte Streich, "und erst recht ein Spieler, der erst 22 Jahre alt ist." Zumal dann, wenn es am Schluss doch noch zu einem Punktgewinn nach Toren von Daniel Caligiuri (53.) und Cedrick Makiadi (79.) reicht. "Mit dem einen Punkt können wir wohl zufrieden sein, wenn man den Spielverlauf berücksichtigt", fand der Torschütze. Und Johannes Flum ergänzte: "Das war eine gut stehende Nürnberger Mannschaft. Dennoch müssen wir uns ankreiden lassen, dass wir die erste Hälfte verschlafen haben."

Positive Aspekte überwiegen



Auf Nürnberger Seite interpretierte man das Spielgeschehen ähnlich versöhnlich. Der Ärger über die aus der Hand gegebene Führung wurde von der Freude über den Punktgewinn nach zuletzt vier Niederlagen in Folge aufgewogen. "Das war ein Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten", fand auch Nürnbergs Verteidiger Per Nilsson, "aber nach einer 2:0-Führung muss man einfach gewinnen."

Eine Erklärung, warum sein Team im zweiten Durchgang dermaßen offensichtlich den Freiburgern die Kontrolle über das Spiel gestattete, hatte auch der Schwede nicht parat. Doch auch er fand, dass alles in allem die positiven Aspekte überwogen: "Wir hatten uns vor dem Spiel vorgenommen, die Freiburger nicht an uns vorbeiziehen zu lassen. Und das ist uns immerhin gelungen."

Schuster erleidet Nasenbein- und Mittelgesichtsfraktur



Auch FCN-Kapitän Raphael Schäfer wollte nichts von einer Krise wissen: "Ein Negativtrend ist etwas ganz anderes." Zumal man zumindest auf der ersten Hälfte aufbauen könne: "Da haben wir das Spiel klar dominiert und haben die Freiburger nicht einmal in die Zweikämpfe kommen lassen." Und Torschütze Daniel Didavi wagte ebenfalls den Blick nach vorne: "Im Abstiegskampf zählt jeder einzelne Punkt und vielleicht ist der gegen Freiburg am Ende noch eine Menge wert. Jetzt müssen wir sehen, dass wir in den nächsten Spielen weiter punkten."

Am kommenden Mittwoch ist die Gelegenheit dazu: Dann erwartet der "Club" Schalke 04. Bereits einen Tag vorher muss der SC Freiburg im Berliner Olympiastadion ran - ohne die beiden "Sechser" Makiadi (5. Gelbe Karte) und Julian Schuster, der sich nach einem Zusammenprall mit Tomas Pekhart eine Nasenbein- und Mittelgesichtsfraktur zugezogen hat und in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Christoph Ruf

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