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27. Spieltag

24.03.2012 | 15:30 Uhr

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  • Sport-Club Freiburg
  • 2 : 0
    2 : 0
  • 1. FC Kaiserslautern

26.03.2012 - 17:02 Uhr


"Das war die Macht der Gewohnheit"

Julian Schuster (r., gegen Lauterns Pierre de Wit) ist wieder da. Nach seiner Knieverletzung spielte er erstmals wieder über die volle Distanz

Der Mittelfeldspieler ist eigentlich Freiburgs Kapitän. Warum er die Binde dennoch nicht trug, verrät er im Interview

Freiburg - Wer ist Freiburgs Kapitän? Obwohl Julian Schuster wieder mit dabei war, trug auch beim Sieg über den FCK Cedrick Makiadi die Binde. Doch viel wichtiger: Mit beeindruckenden zehn Punkten aus den letzten vier Spielen zeigt die Formkurve der Freiburger steil nach oben.
Nach dem 2:0-Erfolg im Abstiegsduell gegen Kaiserslautern erklärt Schuster, warum er nicht die Binde trug. Er bewertet außerdem Karim Guedes Versetzung in die Offensive und spricht über das baldige Wiedersehen mit einigen Leverkusenern.

Frage: Herr Schuster, streckenweise sah das heute nach einem ungefährdeten Sieg aus. Täuscht der Eindruck?

Julian Schuster: Der Eindruck täuscht, das Spiel war ziemlich umkämpft. Es war auch deshalb unglaublich schwierig, weil jeder von uns erwartet hat, dass wir heute gewinnen. Wir Spieler wussten ja auch alle, dass das heute ein unheimlich wichtiges Spiel wird.

Frage: Dann gingen Sie früh in Führung, es bleib dann aber beim 2:0, das schon in der 15. Minute fiel.

Schuster: In der zweiten Halbzeit waren wir in vielen Szenen ein bisschen zu unsauber. Da hätten wir die ein oder andere Situation besser ausspielen müssen. Positiv war allerdings die Organisation auf dem Platz. Lautern hatte auch nur eine hundertprozentige Situation, sonst standen wir sehr stabil.

Frage: Dass Ihr Team gewonnen hat, war das schon die halbe Miete auf dem Weg zum Klassenerhalt? Der SC belegt nun Rang 13.

Schuster: Auf keinen Fall, bisher haben wir doch noch gar nichts erreicht. Das war ein wichtiger Schritt, aber mehr nicht. Dazu fehlen noch ein paar Schritte. Es darf jetzt keiner den Fehler machen zu denken, wir wären jetzt schon weiter.

Frage: Sie standen heute zum ersten Mal seit Ihrer Verletzung wieder in der Starformation. Und dann gleich auf Ihrer Lieblingsposition, der Sechs.

Schuster: Ja, das war schön, aber darum geht es nicht.

Frage: Wie haben Sie das mit der Kapitänsbinde geregelt? Die trug heute wieder Cedrick Makiadi, obwohl Sie als gewählter Mannschaftsführer in der Anfangself waren.

Schuster: Das stand einfach falsch auf dem Spielberichtsbogen, wahrscheinlich die Macht der Gewohnheit. Dann konnte man das offenbar nicht mehr ändern. Aber das ist nun wirklich nebensächlich.

Frage: Sie sagen, Sie hätten noch nichts erreicht - aber der SC hat mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen nicht gerade wenig zu Stande gebracht.

Schuster: Das ist ja auch positiv und sorgt bei uns für ein gewisses Selbstvertrauen, aber wir dürfen jetzt eben kein bisschen nachlassen. Aber klar: Wir sind auf einem guten Weg.

Frage: Woran liegt das?

Schuster: Wir haben wieder unheimlich viel gearbeitet und uns dadurch eine gute Ausgangssituation erarbeitet. Wir schauen jetzt aber auch nicht öfter auf die Tabelle als in den letzten Wochen und Monaten.

Frage: Es klappt ja auch vieles: Karim Guede hat wohl schon lange nicht mehr offensiv gespielt, heute macht er gleich ein Tor.

Schuster: Wir müssen halt einfach manchmal variieren, allein schon aufgrund der Verletzungen. Aber Karim hat das heute prima gemacht, das ist natürlich wie gemalt, wenn man dann gleich ein Tor schießt. Das tut uns als Mannschaft gut. Jeder ist wichtig im Kader.

Frage: Nächste Woche geht es nach Leverkusen, wo mit Daniel Schwaab und Ömer Toprak zwei ehemalige Freiburger spielen und der Ex-Trainer Robin Dutt die Bank sitzt. Ein besonderes Spiel?

Schuster: Nein, aber eines, bei dem ich mich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen freue.

Aufgezeichnet von Christoph Ruf

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