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27. Spieltag

24.03.2012 | 15:30 Uhr

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  • FC Bayern München
  • 2 : 1
    1 : 0
  • Hannover 96

24.03.2012 - 21:44 Uhr


"Es gibt nur noch K.o.-Spiele"

Für Bayern Münchens Torjäger Mario Gomez hat jede der verbleibenden Partien Endspielcharakter

Gegen Hannover 96 knipste der 26-Jährige (l., gegen Christian Pander) nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung

Beeindruckende Bilanz: Nach 26 Saisonspielen hat der Nationalspieler (v.) nun 23 Treffer auf seinem Konto

München - Er kam, sah und traf. Nur sieben Minuten war Mario Gomez auf dem Platz, schon passierte es. Der Torjäger des FC Bayern ließ Hannovers Verteidiger Christian Pander mit einer Körpertäuschung im Regen stehen und schob den Ball abgezockt in die lange Ecke.
Damit war der 23. Saisontreffer des 26 Jahre alten Mitelstürmers perfekt, nur Gerd Müller konnte in der Saison 1973/74 zum gleichen Zeitpunkt eine noch bessere Bilanz vorweisen.

Nach dem knappen 2:1-Erfolg über Hannover 96 spricht die Tormaschine des Rekordmeisters im Interview über den Meisterschaftsendspurt, taktische Feinheiten innerhalb der Mannschaft und blickt voraus auf das anstehende Champions League-Spiel gegen Olympique Marseille.

Frage: Herr Gomez, Glückwunsch zum Sieg. Hannover hat dem FC Bayern heute alles abverlangt, oder?

Mario Gomez: Ja, das stimmt. Alles in allem haben wir aber verdient gewonnen. Sicherlich war am Ende etwas Glück dabei, dass Mame Diouf seine Kopfballchance nicht rein macht. Es war ein schwieriges Spiel. Vor allem gegen Ende, als die Hannoveraner plötzlich mit fünf Offensiven gespielt haben. Dann hat die Ordnung nicht mehr gestimmt, weder bei uns noch beim Gegner.

Frage: Hat man Ihren Kollegen die Müdigkeit nach dem 120-Minuten-Pokalfight gegen Borussia Mönchengladbach angemerkt?

Gomez: Nein, finde ich nicht. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben dann allerdings ein wenig nachgelassen. Nach dem Führungstor, das zu diesem Zeitpunkt auch sehr wichtig war, haben wir sehr gut gespielt. Am Ende hatten wir die letzten zehn Minuten zwei Mal Glück.

Frage: Nach dem jetzigen Stand sind es nur noch zwei Punkte auf Borussia Dortmund. Wie groß ist die Hoffnung, dass der BVB nervös wird?

Gomez: Ich weiß nicht, ob sie nervös werden, das ist auch egal. Sie müssen definitiv noch in einem Spiel patzen und gegen uns verlieren. Das ist die Rechnung, die wir alle kennen. Bis zum Saisonende müssen wir alle Spiele gewinnen, es gibt also nur noch K.o.-Spiele. Wenn wir das schaffen, wird es nochmal eng. Wenn nicht, ist die Meisterschaft sowieso gegessen.

Frage: Nun zu Ihrer Person. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihren Vertrag in München verlängern?

Gomez: Ziemlich hoch. In Prozentzahlen lässt sich das aber schwer ausdrücken. Soll ich jetzt sagen: "Zu 76,5 Prozent" oder wie? Ich habe ein gutes Gefühl, und ich glaube, der Verein auch. Wir werden sehen, was passiert.

Frage: Seit dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim spielt David Alaba als linker Außenverteidiger. Hat diese Umstellung die Mannschaft spielerisch voran gebracht?

Gomez: Wir spielen ein wenig stärker und haben seitdem auch gute Ergebnisse erzielt. Es liegt sicherlich an der Formation, aber auch am wieder vorhandenen Selbstbewusstsein. David macht seine Sache überragend für seine noch jungen 19 Jahre. Er ist ein guter Spieler und ein sehr positiver Typ. Ich finde es schön, dass ein junger Spieler in so einer entscheidenden Phase in solch eine Rolle hineinwachsen kann.

Frage: Sprechen Sie sich also prinzipiell für diese Formation aus?

Gomez: Diskussion hin, Diskussion her. Für mich als Stürmer ist es zehn Mal besser, wenn die Außenverteidiger ihren starken Fuß auf ihrer Seite haben. Es ist auch ein Stück weit unberechenbarer, weil wir auf jeder Bahn jeweils einen Spieler haben, der den starken Fuß außen hat und einen, der den starken Fuß innen hat. Ob das ein Modell für die Zukunft ist, muss der Trainer entscheiden.

Frage: Ausblick auf das Viertelfinale in der Champions League am kommenden Mittwoch. Wären Sie im Hexenkessel von Marseille mit einem Unentschieden zufrieden?

Gomez: Nein, wir sind nie mit einem Remis zufrieden. Es wird aber sehr, sehr schwer. Marseille hat zwar nicht den Namen von Real Madrid oder Barcelona, ist aber trotzdem sehr gefährlich. Nicht umsonst hat Olympique Inter Mailand und zuvor Borussia Dortmund rausgehauen. Das ist keine Laufkundschaft, sondern eine wirkliche Hürde, die wir sehr konzentriert angehen müssen.

Aus der Allianz Arena berichtet David Schmidt

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