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27. Spieltag

23.03.2012 | 20:30 Uhr

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  • VfL Wolfsburg
  • 2 : 1
    0 : 0
  • Hamburger SV

25.03.2012 - 20:29 Uhr


Neue Bescheidenheit beim VfL

Petr Jiracek bejubelt ausgelassen den 2:1-Sieg der "Wölfe" gegen den HSV

Für Cheftrainer Felix Magath und sein Team war es der elfte Saisonsieg

Marcel Schäfer (l.) erzielte den Siegtreffer gegen die Hamburger

Wolfsburg - Der Treffer zum 2:1-Endstand durch Marcel Schäfer war der 50. Treffer in der Bundesliga-Geschichte des VfL Wolfsburg gegen den Hamburger SV. Gegen kein anderes Team trafen die "Wölfe" so häufig ins Netz wie gegen den Nord-Rivalen.
Nur noch zwei Punkte trennen die "Grün-Weißen" vom niedersächsischen Rivalen aus der Landshauptstadt Hannover auf Europa-League-Rang 7, dennoch scheint das Wort Europa ausgerechnet in dieser "Hochphase" auf dem Index zu stehen.

Magath erleichtert, Spieler bescheiden



"Für uns war dieser Sieg enorm wichtig, da wir jetzt endgültig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun bekommen. Auch die Fans müssen nun nicht wieder bis zum Ende zittern", freute sich Felix Magath, den die HSV-Fans noch heute für seinen Treffer zum 1:0-Endstand im Finale des Landesmeister-Pokals von 1985 verehren, über den Erfolg über seinen Ex-Club. Vom zu Saisonbeginn selbst formulierten Ziel Europapokal war auch auf Nachfrage keine Rede.

Die neue Bescheidenheit in der Autostadt haben sich Magaths Profis zu eigen gemacht. "Wir können froh sein, dass wir jetzt 37 Punkte auf dem Konto haben und nicht mehr nach unten schauen müssen", lautete das Fazit von Ashkan Dejagah. Der Fan-Liebling gab auf Nachfrage von bundesliga.de aber immerhin zu, das Thema Abstieg schon nach dem 1:3 in Nürnberg abgehakt zu haben. "Danach war ich mir sicher."

"Stehen defensiv sicherer"



Die Gründe für den Wolfsburger Höhenflug mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen sieht Diego Benaglio in der Stabilisierung der Abwehr. "Es spricht für meine Vorderleute, dass ich nicht viel zu tun hatte - wir stehen defensiv sicherer", konnte der 28-Jährige mit Tendenz zur Unterbeschäftigung von seinem Platz im Tor beobachten. "Das haben wir in den letzten Begegnungen schon gut gemacht und konnten daran anknüpfen."

Lediglich vier Torschüsse des HSV ließ die Defensive zu und verbesserte damit den eine Woche zuvor in Nürnberg aufgestellten Saisonrekord von fünf Torschüssen noch einmal. Dennoch reagiert auch der Keeper schon beinahe allergisch auf die Frage nach der Qualifikation für Europa: "Wichtiger ist, dass wir unten rausgekommen sind", wechselt er sofort das Thema - neue Bescheidenheit in Wolfsburg,

50 Prozent weniger Gegentore



Benaglios Beobachtung lässt sich in Zahlen belegen: Vier Tore kassierten die "Wölfe" in den letzten vier Partien. Der Schnitt in den 23 Spielen zuvor lag mit knapp unter zwei Gegentreffern pro Partie noch doppelt so hoch. Und vorn sind die Angreifer immer für einen Treffer gut. Nur in vier von 27 Spielen gelang der VfL-Offensive kein Tor.

Groß was verändert hat Trainer Magth in den Trainingseinheiten der letzten Wochen nach Aussagen der Spieler nichts. Woran liegt dann der Aufwärtstrend der Wölfe? "Wir sind stark zusammengewachsen und ernten jetzt die Früchte", hat Benaglio eine positive Entwicklung in den letzten Wochen beobachtet.

"Wir werden immer besser" - direkte Konkurrenten vor der Brust



"Wir spielen den gleichen Fußball wie vorher, sind jedoch selbstbewusster und konstanter", sieht Felipe Lopes als Gründe und schickt eine Kampfansage an die kommenden Gegner hinterher: "Woche für Woche trainieren wir unser System, jetzt zahlt es sich aus und wir werden immer besser."

In den abschließenden sieben Partien stehen neben den Nord-Duellen gegen Hannover 96 und Werder Bremen auch noch die Partie gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Diese drei Teams stehen im Kampf um einen Euro-League-Platz direkt vor den Wolfsburgern.

Damit können die "Wölfe" ihr Saisonziel Europapokal-Teilnahme noch aus eigener Kraft schaffen. Nur drei Punkte trennen Werder auf Rang 6 vom VfL auf Platz 9. Sollte Wolfsburg am kommenden Samstag seinen Aufwärtstrend fortsetzen, steht die Frage Europa erneut im Raum. Und mit Aufholjagden kennt sich kein Team so gut aus wie Wolfsburg. In der Spielzeit 2008/09 stürmten die "Wölfe" von Rang 9 zur Winterpause in der Rückrunde bekanntlich zur Meisterschaft.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

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