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27. Spieltag

24.03.2012 | 15:30 Uhr

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  • SV Werder Bremen
  • 1 : 1
    0 : 0
  • FC Augsburg

25.03.2012 - 19:09 Uhr


"Müssen das Unentschieden vergolden"

Simon Jentzsch kassierte in der Rückrunde bislang 13 Gegentore

Beim zwischenzeitlichen 1:0 der Bremer durch Niclas Füllkrug war der FCA-Keeper machtlos

Paul Verhaegh (l.) schaffte in der letzten Minute noch den Ausgleich für die Augsburger

Bremen - In der 89. Minute hielt Simon Jentzsch nichts mehr in seinem Kasten. Bei einer Ecke sprintete er in den Bremer Strafraum. Nach der Kopfballabwehr der Hausherren holte er vor dem Sechzehner dann den entscheidenden Freistoß heraus, der dem FC Augsburg den späten Ausgleich zum 1:1 einbrachte.
"Das ist doch ganz normal, dass ein Torhüter bei einem Rückstand in der Schlussphase mit nach vorne geht. Bei der Aktion, die zum Freistoß führte, war ich einen Tick früher am Ball als der Gegenspieler. Beim Tor selbst habe ich dann ja nicht viel zu tun gehabt", spielte Jentzsch im bundesliga.de-Interview seinen Anteil am Punktgewinn aber herunter.

Der erfahrene Torhüter erklärte dafür, wie den Fuggerstädtern das Remis weiterhilft, was den Aufwärtstrend in der Rückrunde ausmacht und wie die Chancen am nächsten Spieltag gegen Köln stehen.

bundesliga.de: Herr Jentzsch, wie bewerten sie das Unentschieden mit dem Last-Minute-Tor in Bremen?

Simon Jentzsch: Wir sind überglücklich über den Punktgewinn und der Jubel ist groß. Wir können mit dem Remis auch gut leben, denn wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut Fußball gespielt und Bremen ins Spiel kommen lassen.

bundesliga.de: Sie waren maßgeblich am Ausgleich beteiligt. Wie haben Sie die letzte Minute erlebt?

Jentzsch: Ach, das war keine besondere Geschichte. Das ist doch ganz normal, dass ein Torhüter bei einem Rückstand in der Schlussphase mit nach vorne geht. Bei der Aktion, die zum Freistoß führte, war ich einen Tick früher am Ball als der Gegenspieler. Beim Tor selbst habe ich dann ja nicht viel zu tun gehabt - das hat dann ja der Paul Verhaegh gemacht.

bundesliga.de: War dieser Punkt in Bremen eine Ansage an die Konkurrenz?

Jentzsch: Nein, überhaupt nicht. Denn Hertha und Freiburg haben gewonnen. Es ist auch müßig, Rechenexempel und mögliche Konstellationen zu beschreiben. Abgerechnet wird am 34. Spieltag und bis dahin müssen wir genügend Punkte sammeln.

bundesliga.de: Bleibt Augsburg der Bundesliga erhalten?

Jentzsch: Wir glauben natürlich an den Klassenerhalt. Sonst wären wir ja fehl am Platz. Wir haben in dieser Saison sicherlich schon in einigen Spielen überrascht, aber wir dürfen uns niemals zu sicher sein. Wie man in Bremen gesehen hat, müssen wir uns jeden Punkt sehr hart erarbeiten. Schönspielerei hilft uns nicht weiter.

bundesliga.de: In der Hinrunde hat Augsburg 15 Punkte geholt, 2012 schon 12. Was ist der Schlüssel zum Erfolg?

Jentzsch: Wir haben eine Weiterentwicklung durchgemacht. Ab und an fehlen vielleicht die letzten Prozent am unbedingten Willen, das Tor zu machen. Dafür zeigen wir immer wieder eine große Moral und stecken niemals auf.

bundesliga.de: Auswärts hat der FCA aber erst einmal gewonnen. Wäre ein Sieg auf fremden Platz vielleicht eine Initialzündung für den restlichen Saisonverlauf?

Jentzsch: Siege sind immer wichtig - ob auswärts oder zuhause. Ein Dreier gegen Werder wäre zwar ein großer Schritt gewesen, aber wir sind nicht so vermessen, im Vorfeld von einem Sieg in Bremen auszugehen. Wir sind weiter im Rennen und müssen am nächsten Spieltag dieses Unentschieden gegen Köln vergolden.

bundesliga.de: Ist das Spiel gegen Köln am Samstag ein Endspiel?

Jentzsch: Wir hatten und haben nur noch Endspiele. Wir müssen konzentriert zu Werke gehen, dabei aber nicht die nötige Lockerheit verlieren. Wir müssen mit den Tugenden Kampf und Einsatz versuchen, ins Spiel zu kommen.

Das Gespräch führte Michael Reis

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