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25. Spieltag

11.03.2012 | 17:30 Uhr

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  • FC Schalke 04
  • 3 : 1
    3 : 1
  • Hamburger SV

13.03.2012 - 10:56 Uhr


"Platz 3 im Blick"

Nach dem Heimerfolg gegen den HSV hat Keeper Timo Hildebrand mit seinen Schalkern die direkte Teilnahme an der Champions League wieder fest im Visier

Seit der Verletzung Lars Unnerstalls steht der 32-Jährige (l., mit Atsuto Uchida) bei den "Königsblauen" im Kasten...

...und hat in der Bundesliga vier Spiele absolviert und fünf Gegentore kassiert

Für das Rückspiel in der Europa League gegen Twente Enschede kündigt der ehemalige Stuttgart-Profi "eine richtig heiße und geile Partie" an

Gelsenkirchen - Timo Hildebrand erlebte in der Schalker Arena einen ruhigen Abend. Richtige Torchancen des HSV musste er beim 3:1-Sieg seiner Schalker nicht entschärfen. Ganz zufrieden war der Keeper mit dem Spiel trotzdem nicht, wie er im Anschluss verriet.
Mit dem ersten Heimsieg gegen den Hamburger SV seit 2004 hat der FC Schalke 04 wieder direkten Kontakt aufgenommen zum Spitzentrio der Bundesliga. Auch bei Timo Hildebrand geht der Blick in der Tabelle nach oben, aber der Torhüter verschweigt auch die Probleme seiner Mannschaft nicht.

Exklusiv mit bundesliga.de spricht Hildebrand über Nachlässigkeiten, Selbstvertrauen und einen ungewöhnlichen Torjäger - und verspricht den Fans schon jetzt einen heißen Europapokalabend!

bundesliga.de: Herr Hildebrand, drei Tore in 28 Minuten haben dieses Mal früh für klare Verhältnisse gesorgt.

Timo Hildebrand: Das stimmt, aber wir sind eigentlich nur sehr schwer ins Spiel gekommen. So ein Spiel kann auch ganz anders verlaufen und dann auch ein ganz anderes Ergebnis haben. Die Tore haben uns das nötige Selbstvertrauen gegeben. Darum waren diese Treffer diesmal gleich doppelt wichtig. Danach haben wir es recht souverän gespielt. Die Nachlässigkeit kurz vor der Halbzeit, die zum Gegentor geführt hat, darf natürlich nicht passieren. Aber sonst haben wir es dann bis zum Ende ganz gut gemacht.

bundesliga.de: Hatten denn die Niederlagen in den letzten drei Spielen tatsächlich am Selbstbewusstsein gekratzt?

Hildebrand: Da gilt die alte Regel, dass es immer schlecht ist, wenn man verliert. Und darunter leidet auch das Selbstvertrauen. Aber man hat gegen den Hamburger SV wieder gesehen, was für uns möglich ist. Vor allem auch mit frischen Kräften in der Mannschaft.

bundesliga.de: Warum hat sich Schalke spielerisch gerade am Anfang eher schwer getan?

Hildebrand: Wir haben nur wenig Zugriff auf das Spiel bekommen, während der HSV das eigentlich ganz gut gemacht hat. Die Hamburger haben uns kaum zur Entfaltung kommen lassen und haben uns gut zugestellt. Entsprechend schwer haben wir uns über weite Strecken getan, mit guten Aktionen nach vorne zu kommen. Die Tore sind wirklich genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Sonst hätte es eng werden können, aber so war es am Ende doch ein verdienter Sieg.

bundesliga.de: Apropos Tore: Mit Christoph Metzelder hat sich jemand in die Torschützenliste eingetragen, dem das nicht so oft gelingt. Zuletzt hatte er im November 2010 getroffen.

Hildebrand: (lacht) Er ist bei den Eckbällen mit vorne und lauert auf seine Chance. Und wenn der Ball dann direkt vor seine Füße springt, dann kann er sich auch nicht mehr wehren. Dann muss sogar der Christoph mal ein Tor machen.

bundesliga.de: Die zweite Halbzeit war zwar souverän, aber auch etwas verhalten. War das auch der Versuch, Kräfte zu sparen für das Europa-League-Spiel am Donnerstag?

Hildebrand: Auf der einen Seite ist es sicher normal, dass man mit so einer Führung im Rücken etwas zurückschaltet und versucht, ein paar Kräfte zu schonen. Auf der anderen Seite ist ein Zwischenstand von 3:1 aber auch nicht ungefährlich. Wenn du da noch einen Treffer kassierst, brennt es noch einmal richtig und du musst wieder Gas geben. Wir hätten noch mehr Ruhe hineinbringen können und müssen, wenn wir die eine oder andere Situation genutzt hätten. Wie in der Szene, als Jermaine Jones alleine auf den Torwart zuläuft. Dann hätten wir ganz klare Verhältnisse gehabt.

bundesliga.de: Die Vorgabe des Managers lautete vor dem Spiel, den Abstand auf die Verfolger zu vergrößern. Jetzt sind es auf Rang 5 sieben Zähler Differenz, der Rückstand auf Gladbach auf Platz 3 beträgt aber nur einen Punkt. Muss der Blick jetzt nicht nach oben gehen?

Hildebrand: Da gibt es durchaus verschiedene Möglichkeiten, wie man das einschätzt. Ich bin ehrlich gesagt eher jemand, der sich jetzt freut, dass der Rückstand auf Mönchengladbach nur noch einen Zähler beträgt. Wir haben Platz 3 wieder im Blick. Auf der anderen Seite wäre es aber fatal, Leverkusen auf Platz 5 aus den Augen zu verlieren. Man hat in dieser Saison schon öfter gesehen, wie schnell sich in der Bundesliga die Situation ändern kann.

bundesliga.de: Auf Schalke wartet jetzt am Donnerstag erst einmal das Rückspiel in der Europa League. Was trauen Sie der Mannschaft gegen Twente Enschede zu?

Hildebrand: Es wird ein heißes Spiel! Wir wollen uns auf keinen Fall mit so einer Fehlentscheidung wie im Hinspiel, die zu der Niederlage geführt hat, aus der Europa League werfen lassen. Ich bin sicher, dass wir am Donnerstag ein richtig heißes und geiles Europapokalspiel erleben werden!

Das Gespräch führte Dietmar Nolte

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